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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 5. September 2014

EU-Hilfe in Höhe von 140 Mio. EUR zur Bewältigung des Ebola-Ausbruchs

Die Europäische Kommission hat heute die Bereitstellung von 140 Mio. EUR für die derzeit von der Ebola-Epidemie betroffenen Länder in Westafrika - Guinea, Sierra Leone, Liberia und Nigeria - angekündigt.

38 Mio. EUR des Hilfspakets sollen gezielt für die Stärkung der staatlichen Gesundheitsdienste eingesetzt werden (z.B. durch den Ausbau von Behandlungszentren oder Unterstützung des Gesundheitspersonal), sowohl während der Krise als auch in der anschließenden Erholungsphase. Außerdem soll Unterstützung in den Bereichen Ernährungssicherheit sowie Wasser- und Sanitärversorgung geleistet werde, die für den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung von zentraler Bedeutung sind.

Bei der heutigen Ankündigung dieser EU-Hilfe im Rahmen seines Besuchs in Benin erklärte der EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs: „Die Ebola-Krise stellt nach wie vor eine Bedrohung dar, nicht nur für die Gesundheitsdienste sondern auch für die wirtschaftliche Stabilität, die Ernährungssicherheit und die Wasser- und Sanitärversorgung in der Region. Unser Hilfspaket zeigt, dass sich die EU auch weiterhin für eine starke und koordinierte internationale Reaktion einsetzt und alles in ihrer Macht stehende tun wird, um die Regierungen der betroffenen Länder in den Bereichen, in denen Hilfe am dringendsten benötigt wird, zu unterstützen.

„Trotz der unermüdlichen Anstrengungen der humanitären Organisationen und der raschen und umfassenden Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft, einschließlich der EU, hat sich die Lage weiter zugespitzt. Wir setzen uns für eine Verbesserung der Lage vor Ort ein, aber die Kapazitäten der internationalen Gemeinschaft sind dem drastisch steigenden Bedarf nicht gewachsen. Wir müssen unsere Anstrengungen bündeln und unseren Partnern angemessene Flugtransportmöglichkeiten und medizinische Ausrüstung bereitstellen, um diese Bedrohung unter Kontrolle zu bringen“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion.

Die Hilfe in Höhe von insgesamt 140 Mio. EUR wird wie folgt aufgeteilt:

  • 38 Mio. EUR zur Stärkung der Gesundheitssysteme, u. a. in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Ernährungssicherheit, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung;

  • 5 Mio. EUR zur Bereitstellung mobiler Laboratorien für den Nachweis des Virus und für die Ausbildung medizinischer Helfer (im Rahmen des Instrument für Stabilität und Frieden - ISF);

  • 97,5 Mio. EUR werden als Budgethilfe für Liberia und Sierra Leone bereitgestellt, um die Fähigkeit der Regierungen öffentlicher Dienstleistungen – insbesondere in der Gesundheitsversorgung – zu erbringen und die makroökonomische Stabilität zu stärken.

Hintergrund

Die Tatsache, dass sich der Ebola-Virus in den betroffenen westafrikanischen Ländern immer weiter ausbreiten kann, ist unter anderem ein Beweis für die Unzulänglichkeit ihrer staatlichen Gesundheitssysteme. Das Ansteckungsrisiko kann durch geeignete Maßnahmen und Ausrüstung kontrolliert werden, die jedoch ein aktives Engagement der lokalen und internationalen Partner voraussetzen. Der Versuch diese Länder zu isolieren würde die Situation nur weiter verschärfen.

Ende März wurden einige europäische Expertenteams im Rahmen des Europäischen Projekts für mobile Labors zur Bekämpfung gefährlicher Infektionskrankheiten (European Mobile Lab, EMLab) mit mobilen Labors nach Guinea und Nigeria entsandt (ein weiteres wird nächste Woche in Liberia eintreffen), um bei der Diagnose des viralen hämorrhagischen Fiebers, der raschen Analyse von Proben und der Bestätigung von Erkrankungsfällen zu helfen.

Die Europäische Kommission hat ihre Unterstützung zur Bekämpfung der Epidemie seit März 2014 aufgestockt und humanitäre Hilfe in Höhe von insgesamt 11.9 Mio. EUR zugesagt (davon 8 Mio. EUR aus den oben genannten Mitteln für die Stärkung der Gesundheitssysteme in Höhe von 38 Mio. EUR). Ein Team europäischer Experten für humanitäre Hilfe wird in der Region die Entwicklung der Lage überwachen und mit den Partnerorganisationen und nationalen Behörden zusammenarbeiten.

Dies ist der erste Ebola-Ausbruch, der in dieser Region registriert wurde. Das Ebola-Virus ist hochansteckend und wird von Mensch zu Mensch durch einfachen Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen.

Die Europäische Kommission arbeitet im Rahmen des Gesundheitssicherheitsausschusses eng mit den Mitgliedstaaten zusammen, um sie regelmäßig über die neuesten Entwicklungen zu informieren und die Abstimmung der Maßnahmen sicherzustellen. Ein mit Genehmigung des Gesundheitssicherheitsausschusses herausgegebenes Merkblatt für Reisende ist in allen EU-Amtssprachen verfügbar.

Weitere Informationen

MEMO/14/520: The EU's response to help fight the Ebola outbreak in West Africa

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Website der Europäischen Kommission, Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher

http://ec.europa.eu/health/ebola

Kontakt für die Medien:

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)

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Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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