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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 5. September 2014

Plowdiw wird für Bulgarien „Kulturhauptstadt Europas 2019“

Die Jury, die für die Prüfung der bulgarischen Bewerbungen um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2019“ zuständig ist, hat empfohlen, den Titel an Plowdiw zu verleihen. Die anderen drei Städte, die es nach der Vorrunde im Dezember in die engere Auswahl geschafft hatten, waren Sofia, Warna und Weliko Tarnowo. Die offizielle Ernennung von Plowdiw durch den EU-Ministerrat ist für Mai 2015 geplant.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, sagte dazu: „Ich gratuliere Plowdiw sowohl zu der erfolgreichen Bewerbung als auch zu der Ehre, die erste Kulturhauptstadt Europas aus Bulgarien zu sein. Es war ein harter Wettbewerb, aus dem nach der ersten Runde mit acht Kandidaten vier Finalisten hervorgegangen sind. Ich bin überzeugt, dass Plowdiw Besucherinnen und Besuchern aus Europa und der ganzen Welt die Chance bieten wird, nicht nur die Stadt selbst zu entdecken, sondern auch eine größere Wertschätzung der kulturellen Vielfalt, Geschichte und Werte unseres Kontinents zu entwickeln. Außerdem bin ich sicher, dass der Titel Plowdiw und der umliegenden Region langfristig spürbare kulturelle, wirtschaftliche und soziale Vorteile bringen wird, wie dies bereits bei den bisherigen Kulturhauptstädten Europas der Fall war.“

Hintergrund

Gemäß dem Beschluss des Europäischen Parlaments und des EU-Ministerrates, in dem die Auswahlkriterien für die EU-Kulturhauptstädte definiert werden, teilen sich im Jahr 2019 die beiden Mitgliedstaaten Bulgarien und Italien den Titel. In Italien wird im Oktober die Endauswahl getroffen.

Um die Kriterien zu erfüllen, müssen die Städte ein Kulturprogramm mit einer starken europäischen Komponente vorbereiten, das die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt, in der umliegenden Region und im ganzen Land fördert. Außerdem soll es nachhaltige Auswirkungen haben und langfristig zur kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt beitragen.

Die europäische Komponente muss sich in der Auswahl der Themen sowie in der Art und Weise widerspiegeln, wie die Veranstaltungen des Programms organisiert werden. Dabei sollen Kulturschaffende aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten.

Das Verfahren zur Auswahl der Kulturhauptstädte Europas beginnt mit einer Vorauswahlrunde, nach deren Abschluss eine Liste der in die engere Wahl kommenden Städte erstellt wird. Die Endauswahl wird neun Monate später getroffen und die gewählte Stadt anschließend vom EU-Ministerrat offiziell ernannt.

Mit der Prüfung der Bewerbungen ist eine Jury betraut, die sich aus 13 unabhängigen Kulturexperten zusammensetzt: Sechs Mitglieder werden von dem betreffenden Mitgliedstaat benannt, die übrigen sieben von den EU-Institutionen.

Folgende Jurymitglieder wurden von den EU-Institutionen in die Auswahljury entsandt:

von der Europäischen Kommission: Suzana Žilič Fišer (Slowenien), Professorin und Leiterin des Fachbereichs Medienkommunikation an der Universität Maribor, Generaldirektorin von „Maribor – Kulturhauptstadt Europas 2012“, und Ulrich Fuchs (Deutschland), stellvertretender künstlerischer Leiter von „Linz 2009“ und „Marseille-Provence 2013“

vom Rat: Anu Kivilo (Estland), Geschäftsführerin des International Arvo Pärt Centre, und Norbert Riedl (Österreich), Leiter der Abteilung für kulturelle Angelegenheiten im österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

vom Europäischen Parlament: Jordi Pardo (Spanien), zuständig für Kulturprojekte im Bereich der internationalen Kultur, und Steve Green (Vereinigtes Königreich), der bei EUNIC (European Network of National Cultural Institutes) und dem British Council umfassende Erfahrungen im Bereich internationale Kulturbeziehungen und mit der Rolle von Kultur und Sprachen in der Gesellschaft gesammelt hat

vom Ausschuss der Regionen: Elisabeth Vitouch (Österreich), Vertreterin des Fachausschusses für Kultur und Bildung des Ausschusses der Regionen und Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat

Nach Umeå (Schweden) und Riga (Lettland) in diesem Jahr werden im Jahr 2015 Mons (Belgien) und Pilsen/Plzeň (Tschechien) Kulturhauptstädte Europas sein, gefolgt von Breslau/Wrocław (Polen) und Donostia-San Sebastián (Spanien) im Jahr 2016, Aarhus (Dänemark) und Paphos (Zypern) im Jahr 2017 sowie Valletta (Malta) und Leeuwarden (Niederlande) im Jahr 2018.

Weitere Informationen

Kulturhauptstädte Europas

Europäische Kommission: Kultur

Androulla Vassilious Website

Androulla Vassiliou auf Twitter: @VassiliouEU

Kontakt für die Medien:

Dennis Abbott (+32 229-59258)

Dina Avraam (+32 229-59667)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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