Navigation path

Left navigation

Additional tools

Kommissar Piebalgs fordert stärkere Partnerschaft mit kleinen Inselentwicklungsländern

European Commission - IP/14/956   29/08/2014

Other available languages: EN FR ES LV

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 29. August 2014

Kommissar Piebalgs fordert stärkere Partnerschaft mit kleinen Inselentwicklungsländern

Der EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, vertritt die EU bei der 3. internationalen UN-Konferenz über die kleinen Inselstaaten unter den Entwicklungsländern (Small Islands Developing States - SIDS), die vom 1. bis 4. September in Samoa stattfindet. Die Veranstaltung, die alle 10 Jahre organisiert wird, soll die erheblichen Herausforderungen, mit denen diese kleinen Inselstaaten konfrontiert sind, stärker in den Fokus rücken. Der Kommissar wird bekräftigen, dass die EU ihr Engagement für die Bewältigung der Bedürfnisse und besonderen Problem der SIDS fortsetzen wird.

Die geringe Größe und fehlende Inlandsmärkte und Größenvorteile sowie die geographische Abgelegenheit und die unzureichenden institutionellen Kapazitäten stellen die SIDS vor erhebliche Herausforderungen. Sie sind alle sehr stark vom Klimawandel und Anstieg des Meeresspiegels betroffen, auf die Einfuhr kostspieliger fossiler Brennstoffe angewiesen und häufig von Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen bedroht.

Im Vorfeld seiner Reise nach Samoa (vom 31. August bis 2. September) erklärte Kommissar Piebalgs: „Obwohl tausende von Kilometern die EU und die Inselentwicklungsländer voneinander trennen, verbindet uns der Wille, gemeinsame Herausforderungen wie Klimawandel, Zugang zu nachhaltigen Energiequellen, Schutz der Ozeane und der Artenvielfalt, Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit zusammen anzugehen. Die kleinen Inselstaaten können sicher sein, dass die EU sie als wichtiger Geber und Handelspartner auch in Zukunft bei der Bewältigung dieser Probleme unterstützen wird.

Im Rahmen eines Dialogs mit Interessenträgern zum Thema Klimawandel und Katastrophenrisikomanagement wird der Kommissar näher auf die laufende Zusammenarbeit der EU mit den SIDS in diesen wichtigen Bereichen eingehen.

Kommissar Piebalgs wird außerdem an dem Forum „Partnerschaft mit der Privatwirtschaft" teilnehmen, bei dem die Bedeutung des Privatsektors im Rahmen der Zusammenarbeit der EU mit den SIDS, z. B. im Hinblick auf nachhaltige Energie und Fremdenverkehr oder Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, im Mittelpunkt stehen wird.

An der Konferenz werden hochrangige Mitarbeiter der Vereinten Nationen, einschließlich des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon, sowie führende Vertreter von mehr als 100 Ländern, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler teilnehmen.

Weitere wichtige Stationen der Reise:

Während seines Besuchs wird Kommissar Piebalgs auch eine EU-finanzierte Kläranlage besichtigen, die mehr als 1 300 Familien der Dorfgemeinschaft von Aleisa auf Samoa mit Trinkwasser versorgt. Die Bereitstellung einer zuverlässigen, umweltfreundlichen und erschwinglichen Trinkwasser- und sanitären Grundversorgung für die Menschen in der Region – eine Voraussetzung für Armutsminderung und Verbesserungen im Gesundheitsbereich - stellt nach wie vor eine schwierige Aufgabe dar. Kommissar Piebalgs wird weiterhin bei der Inbetriebnahme eines von Neuseeland finanzierten Solarparks anwesend sein, der größten Quelle erneuerbarer Energie im pazifischen Raum.

Er wird auch mit führenden Politikern der kleinen Inselstaaten zusammentreffen, u.a. mit dem Premierminister Samoas, Tuilaepa Sailele Malielegaoi, und mit Vertretern internationaler Einrichtungen, wie dem Vizepräsidenten der Asiatischen Entwicklungsbank, Stephen Groff.

Hintergrund

Die Rede, die EU-Kommissar Piebalgs auf der Eröffnungssitzung der Konferenz über kleine Inselentwicklungsstaaten am 1. September hält, wird im Anschluss veröffentlicht.

Die kleinen Inselstaaten unter den Entwicklungsländern bilden eine heterogene Gruppe von 39 Ländern in Afrika, Asien und Amerika. Trotz ihrer Verschiedenartigkeit und spezifischen Charakteristika, weisen sie Gemeinsamkeiten und ähnlichen Bedarf auf und müssen dieselben Herausforderungen und Defizite in den Bereichen Wirtschaft, Sozialwesen und Umwelt bewältigen.

Die Unterstützung der EU für die SIDS im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe belief sich im Zeitraum 2007-2012 auf knapp 3,5 Mrd. EUR. Darüber nehmen 16 SIDS aktiv an Projekten im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms teil und werden mit einem Betrag von rund 9 Mio. EUR gefördert.

Die EU unterstützt die SIDS außerdem im Rahmen der Abkommen über nachhaltige Fischerei mit Drittländern, die den Schiffen der EU den Fischfang in der ausschließlichen Wirtschaftszone des jeweiligen Landes, in einem rechtlich kontrollierten Umfeld ermöglichen. Im Gegenzug zahlt die EU den Partnerländern einen finanziellen Beitrag, der sich 2013 auf 7 Mio. EUR belief.

Weitere Informationen

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/where/index_en.htm

Mitteilung der Kommission „Eine stärkere Rolle des Privatsektors bei der Erreichung eines integrativen und nachhaltigen Wachstums in den Entwicklungsländern“:

http://ec.europa.eu/europeaid/what/economic-support/private-sector/documents/psd-communication-2014_en.pdf

Website der Konferenz der Vereinten Nationen über kleine Inselstaaten unter den Entwicklungsländern:

http://www.sids2014.org/

Kontakt für die Medien:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)

Kontakt für die Öffentlichkeit Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 per E-Mail


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website