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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 30. Januar 2014

Iss gesund, fühl dich gut“: Kommission schlägt Zusammenlegung und Ausbau der bestehenden Schulmilch- und Schulobstprogramme vor

Die Europäische Kommission hat heute vorgeschlagen, die beiden bislang getrennten Schulregelungen, das Schulobstprogramm und die Schulmilchregelung, in einem gemeinsamen Rahmen zusammenzufassen. Angesichts des rückläufigen Verbrauchs dieser Erzeugnisse durch Kinder gilt es, wirksamer gegen schlechte Ernährung vorzugehen, die pädagogischen Aspekte der Regelungen zu verstärken und zur Adipositasbekämpfung beizutragen. Unter dem Motto „Iss gesund, fühl dich gut“ legt diese Regelung vermehrt den Nachdruck auf erzieherische Maßnahmen, um Kinder besser für gesunde Ernährungsgewohnheiten, die breite Palette verfügbarer landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige EU-Kommissar Dacian Cioloş sagte hierzu: „Mit den heute vorgeschlagenen Änderungen möchten wir auf den bestehenden Regelungen aufbauen, den rückläufigen Trend beim Verbrauch umkehren und Kinder für die potenziellen Vorteile dieser Erzeugnisse sensibilisieren. Dies ist eine wichtige Maßnahme, um die Essgewohnheiten von Kindern nachhaltig zu ändern und das Bewusstsein für große gesellschaftliche Herausforderungen zu stärken. Außerdem hoffe ich, dass es auf diese Weise möglich sein wird, die Beziehungen zwischen Erzeugern landwirtschaftlicher Produkte und Kindern, ihren Eltern und Lehrern, insbesondere in städtischen Gebieten, zu verbessern.“

Die neue Regelung fügt sich in einen gemeinsamen Rechts- und Finanzrahmen ein und soll die Verwaltungsvorschriften im Zusammenhang mit den beiden bestehenden Regelungen verbessern und straffen. Durch diese Vereinheitlichung wird der Verwaltungs- und Organisationsaufwand für die nationalen Behörden, die Schulen und die Lieferanten zurückgehen und die Wirksamkeit der Regelung gesteigert. Die Beteiligung an der Regelung ist freiwillig, und die Mitgliedstaaten können selbst entscheiden, welche Erzeugnisse verteilt werden.

Wie bereits in der vorjährigen Vereinbarung über die künftigen EU-Ausgaben vorgesehen, soll die neue Regelung nach ihrer Verabschiedung mit Haushaltsmitteln in Höhe von 230 Mio. EUR pro Schuljahr ausgestattet werden (150 Mio. EUR für Obst und Gemüse und 80 Mio. EUR für Milch), und dies gegenüber 197 Mio. EUR (122 Mio. EUR bzw. 75 Mio. EUR) im Haushalt 2014. Der Vorschlag, der jetzt dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt wird, basiert auf den Feststellungen aus Bewertungsberichten und der öffentlichen Konsultation, die 2013 im Rahmen der Folgenabschätzung durchgeführt wurde.

Hintergrund

Die Schulmilchregelung wurde im Jahr 1977 und das Schulobstprogramm im Jahr 2009 eingeführt. Beide Regelungen kommen jedes Jahr nahezu 30 Millionen Kindern zugute (mehr als 20 Millionen im Fall der Schulmilchregelung und 8,5 Millionen im Fall des Schulobstprogramms). Diese Programme sind heutzutage angesichts des rückläufigen mittelfristigen Verbrauchs von Obst, Gemüse und Milch sowie der damit verbundenen Herausforderungen noch wichtiger als je zuvor. In den meisten Ländern geht der Verbrauch von Obst und Gemüse durch Kinder zurück und bleibt hinter der empfohlenen täglichen Verzehrmenge zurück. Auch der Konsum von Trinkmilch ist rückläufig, denn der Ernährungstrend bei Kinder geht hin zu stark verarbeiteten Erzeugnissen. Übergewicht und Adipositas sind reale Anliegen: 2010 schätzte die WHO, dass jedes dritte Kind zwischen sechs und neun Jahren in der EU übergewichtig oder adipös ist ‑ zum Vergleich: Die Schätzungen für 2008 betrafen noch jedes vierte Kind.

Weitere Informationen

Kontaktpersonen:

Roger Waite (+32 229-61404)

Fanny Dabertrand (+32 229-90625)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct Tel.: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E­Mail


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