Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR BG

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 18. August 2014

EU-Katastrophenschutzverfahren ermöglicht Eintreffen humanitärer Hilfe im Irak

Dank des Katastrophenschutzverfahrens der EU gelangt humanitäre Hilfe in den Irak, wo sich derzeit Kristalina Georgieva, die EU-Kommissarin für Internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, aufhält, um einer weiteren Verschlechterung der humanitären Lage entgegenzuwirken.

Nach einem entsprechenden Ersuchen der irakischen Behörden an EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso leisten bereits drei Mitgliedstaaten Hilfe im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Das Vereinigte Königreich hat Küchenausrüstungen für die irakischen Binnenvertriebenen geliefert, Schweden und Italien haben Zelte, Decken und andere Sachleistungen bereitgestellt. Mehrere Mitgliedstaaten stehen bereit, Experten für humanitäre Hilfe zu entsenden, um die Notfallmaßnahmen der Vereinten Nationen vor Ort zu ergänzen. Die Europäische Kommission koordiniert die Hilfemaßnahmen über das europäische Zentrum für die Koordinierung von Notfallmaßnahmen.

Europa steht dem irakischen Volk in dieser dramatischen Notlage zur Seite. Die Aktivierung des EU-Katastrophenschutzverfahrens gewährleistet, dass die europäische Hilfe möglichst schnell in die von den Kämpfen am schwersten betroffenen Regionen gelangen kann,” so Kommissarin Georgieva. „Im Namen der Opfer dieser Krise möchte ich dem Vereinigten Königreich, Italien und Schweden für die von ihnen erbrachten Hilfsleistungen und den Mitgliedstaaten, die für die Bereitstellung weiterer Unterstützung und Fachkenntnisse bereitstehen, meinen Dank aussprechen,” fügte sie hinzu.

Kommissarin Georgieva ist bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr im Irak und wird von dem schwedischen Außenminister Carl Bildt begleitet. Nach Konsultationen mit der irakischen Regierung in Badgad werden die beiden in den Norden des Landes weiterreisen, um sich ein Bild von der humanitären Notlage und den erforderlichen Maßnahmen zu verschaffen. Die Kommissarin und der Minister werden auch mit humanitären Organisationen, Vertretern nationaler und regionaler Behörden sowie Führungspersönlichkeiten aller Glaubensrichtungen zusammentreffen.

Die Europäische Kommission hat sich in der Krise im Irak bereits früh engagiert und ihre Maßnahmen seit dem letzten Besuch von Kommissarin Georgieva im Irak vom letzten März schrittweise verstärkt. Im Mai wurde in Erbil ein humanitäres Büro der EU eingerichtet. Im Juni stellte die Kommission 5 Mio. EUR für den wachsenden Hilfsbedarf infolge der großen Zahl von Binnenvertriebenen zur Verfügung, letzte Woche wurden weitere 5 Mio. EUR bereitgestellt, so dass die Mittel für den Irak im Jahr 2014 nun einen Umfang von 17 Mio. EUR erreichen.

Hintergrund

Die Eskalation des bewaffneten Konflikts in der nördlichen Provinz Ninewa hat in der kurdischen Region des Irak (KR-I) Tausende von Menschen zu Binnenvertriebenen gemacht. Seit Anfang August fliehen Hundertausende von Zivilisten vor den vorrückenden Einheiten der ISIL/IS. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen ist die Zahl der Binnenvertriebenen im Irak seit Anfang 2014 auf über 1,2 Millionen angewachsen - zusätzlich zu den über 1,1 Millionen Zivilisten, die sich bereits in den Vorjahren auf der Flucht befanden.

In der vergangenen Woche erklärten die Vereinten Nationen die Krise im Irak zu einem Notfall der Stufe 3, d. h. der höchsten Stufe bei humanitären Krisen, wie sie zur Zeit bereits für Syrien, den Südsudan und die Zentralafrikanische Republik gilt.

Das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union erleichtert die Zusammenarbeit von 31 europäischen Staaten (EU-28 und ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island und Norwegen) bei der Katastrophenbewältigung, -vorsorge und -prävention. Die Europäische Kommission verwaltet das Verfahren über das Zentrum für die Koordinierung von Notfallmaßnahmen. Dieses ist rund um die Uhr in Betrieb und überwacht Gefahren und Notfälle in der ganzen Welt. Es dient als Schaltstelle für die Weiterleitung von Informationen und die Koordinierung der Hilfe in Notsituationen. Über das Katastrophenschutzverfahren leistet die Kommission auch finanzielle Unterstützung für Transportmaßnahmen.

Weitere Informationen

Factsheet Irak

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/iraq_en.pdf

Jüngste Erklärung von Kommissarin Georgieva zum Irak

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-702_de.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Zentrum für die Koordinierung von Notfallmaßnahmen:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/thematic/ERC_en.pdf

Kontakt für die Medien:

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website