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Europäische Kommission kündigt Sonderstützungsmaßnahmen für EU-Erzeuger von verderblichem Obst und Gemüse an

European Commission - IP/14/932   18/08/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 18. August 2014

Europäische Kommission kündigt Sonderstützungsmaßnahmen für EU-Erzeuger von verderblichem Obst und Gemüse an

Angesichts der russischen Einfuhrbeschränkungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der EU führt die Europäische Kommission im Anschluss an die Sitzung des Verwaltungsausschusses von letzter Woche, in der die Marktsituation erörtert wurde, mit heutiger Wirkung Stützungsmaßnahmen für bestimmtes verderbliches Obst und Gemüse ein.

Dacian Cioloș, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, kommentierte diese Entscheidung: „Angesichts der Marktlage, die durch die russischen Einfuhrbeschränkungen für Agrarerzeugnisse aus der EU entstanden ist, führe ich mit heutiger Wirkung GAP-Dringlichkeitsmaßnahmen ein, mit denen das Gesamtangebot an bestimmten Obst- und Gemüseerzeugnissen auf dem europäischen Markt verringert wird, sollte der Druck auf die Preise in den kommenden Monaten zu groß werden. Alle Erzeuger der betreffenden Produkte – unabhängig davon, ob sie einer Erzeugerorganisation angehören oder nicht – können diese Marktstützungsmaßnahmen in Anspruch nehmen, wenn sie dies für notwendig erachten. Frühzeitiges Handeln ermöglicht eine wirksame Stützung der den Erzeugern im Binnenmarkt gezahlten Preise, trägt zur Anpassung des Marktes bei und ist kostenwirksam.“

Hintergrund

Die heute angekündigten Maßnahmen gelten für Tomaten, Karotten, Weißkohl, Paprika, Blumenkohl, Gurken und Gewürzgurken, Pilze, Äpfel, Birnen, Beerenfrüchte, Tafeltrauben und Kiwis. Die Marktsaison für diese Erzeugnisse ist in vollem Gange, und für die meisten von ihnen bestehen keine Lagerungsmöglichkeiten und keine unmittelbaren alternativen Absatzmöglichkeiten.

Die heute angekündigten Sondermaßnahmen umfassen Marktrücknahmen insbesondere zur kostenlosen Verteilung sowie einen Ausgleich für das Nichternten und die Ernte vor der Reifung. Die finanzielle Unterstützung kommt allen Erzeugern zugute, unabhängig davon, ob sie einer Erzeugerorganisation angehören oder nicht. Die Maßnahmen gelten rückwirkend ab dem 18. August. Dies bedeutet, dass alle ab heute vom Markt genommenen Mengen (sowie alle Mengen, die vor der Reife geerntet werden oder unter die anderen Maßnahmen fallen), vorbehaltlich der notwendigen Kontrollen bereits durch diese zusätzlichen Maßnahmen abgedeckt sind. Für diese Maßnahmen, die bis Ende November gelten, werden Mittel in Höhe von 125 Mio. EUR bereitgestellt.

Für Freitag ist in Brüssel eine weitere Sitzung mit Sachverständigen aus den Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments vorgesehen, auf der die derzeitige Marktlage für alle Erzeugnisse erörtert werden soll.

Die Europäische Kommission wird die Marktentwicklung in allen Branchen, die vom russischen Importverbot für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Nahrungsmittel betroffen sind, in engem Kontakt mit den Mitgliedstaaten weiter verfolgen und nicht zögern, weitere Sektoren, die in hohem Maße von Ausfuhren nach Russland abhängig sind, zu stützen oder die bereits angekündigten Maßnahmen erforderlichenfalls anzupassen.

Kontakt für die Medien:

Roger Waite (+32 229-61404)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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