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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 12. August 2014

EU stockt humanitäre Hilfe für die Konfliktopfer in der Ukraine auf

Die Europäische Kommission stellt zusätzliche Mittel in Höhe von 2,5 Mio. EUR für die Unterstützung notleidender Bevölkerungsgruppen bereit, die von den anhaltenden Kämpfen in der Ostukraine betroffen sind. Die Hilfsgelder werden für die Registrierung und Unterbringung von Binnenvertriebenen, die Bereitstellung von Notunterkünften, Nahrungsmitteln und Trinkwasser, für Gesundheitsversorgung und psychosoziale Hilfe sowie für Schutzmaßnahmen im Hinblick auf den kommenden Winter eingesetzt.

Wir wollen damit vor allem den besonders schutzbedürftigen Opfern dieses Konflikts helfen. Es sind Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder, die Hals über Kopf ihre Wohnungen verlassen mussten und nicht einmal die am dringendsten benötigten Dinge mitnehmen konnten. Sie brauchen unsere Unterstützung, um die nächsten Monate – und vor allem den kommenden Winter – überstehen zu können. Einige von ihnen befinden sich in einer ausweglosen Lage, denn sie sind zwischen die Fronten geraten“, erklärte EU-Kommissarin Kristalina Georgieva, die für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz zuständig ist.

„Ich rufe alle Konfliktparteien auf, die Arbeit der humanitären Organisationen zu erleichtern und die Unterstützung der notleidenden Zivilbevölkerung zu ermöglichen, unabhängig davon, wer diese Menschen sind und wo sie sich befinden“, fügte die Kommissarin hinzu.

Mit dieser humanitären Hilfe der Kommission sollen die Grundbedürfnisse der Bevölkerung in den direkt vom Konflikt betroffenen Regionen, der Vertriebenen und Flüchtlinge sowie der Menschen, die in die von der ukrainischen Armee rückeroberten Gebiete zurückkehren, gedeckt werden. Zu dieser Kategorie zählen etwa 3,9 Millionen Menschen.

Wie bei allen anderen Krisen auch stimmt die Kommission ihre Arbeit eng mit den Vereinten Nationen und den humanitären Partnerorganisationen ab. Mit Beginn der Krise wurden EU-Experten für humanitäre Hilfe zur Beobachtung der Lage in die betroffene Region entsandt, um eine zeitnahe und koordinierte Unterstützung der EU zu gewährleisten. Die Experten für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission sind umfassend in die Ausarbeitung der humanitären Maßnahmen für die Ukraine einbezogen, bei der die Vereinten Nationen die Federführung haben.

Die bewilligten 2,5 Mio. EUR ergänzen die Hilfsgelder in Höhe von 250 000 EUR, die die Europäische Kommission der Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften für die Ukraine zur Verfügung gestellt hat.

Hintergrund

Die anhaltenden Kämpfe in der Ostukraine haben seit Juli 2014 noch mehr Todesopfer unter der Zivilbevölkerung gefordert und noch mehr Menschen zur Flucht gezwungen. Rund 293 000 Menschen sind als Flüchtlinge oder Binnenvertriebene registriert (118 000 Binnenvertriebene und 175 000 Flüchtlinge, die sich in Russland aufhalten). Da ein zentrales Registrierungssystem für Binnenvertriebene fehlt, dürften die Zahlen sogar noch höher sein.

Der Konflikt hat auch Schäden an den Infrastrukturen und der Strom- und Wasserversorgung verursacht, zudem wird die allgemeine Versorgungslage immer schwieriger.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt für die Medien:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct - telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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