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Sondermaßnahmen zur Unterstützung von Pfirsich- und Nektarinenerzeugern

European Commission - IP/14/920   11/08/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilungen

Brüssel, den 11. August 2014

Sondermaßnahmen zur Unterstützung von Pfirsich- und Nektarinenerzeugern

Die Europäische Kommission hat heute Schritte unternommen, um Stützungsmaßnahmen für den Pfirsich- und Nektarinensektor der EU einzuführen; hierbei soll insbesondere die Menge der Früchte erhöht werden, die für Marktrücknahmen und die kostenlose Verteilung infrage kommen.  Diese Märkte hatten erheblich unter den ungünstigen Witterungsbedingungen zu leiden und werden jetzt außerdem durch das von Russland verhängte Einfuhrverbot belastet.

Hierzu erklärte Dacian Cioloş, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung: „Nach dem jüngsten Preisrückgang auf dem Pfirsich- und Nektarinenmarkt sind dringend Maßnahmen zur Marktstützung erforderlich, und ich bin entschlossen, umgehend zu handeln: Heute werde ich vorschlagen, dass die Europäische Kommission sofortige, rückwirkende Maßnahmen ergreift, um das Angebot zu verknappen und die Nachfrage zu fördern. Ich habe sehr deutlich erklärt, dass ich nicht zögern werde zu handeln und die neue, reformierte GAP nutzen werde, um zeitnahe, angemessene und marktorientierte Unterstützung zu leisten – mit der ersten heutigen Maßnahme bekräftigen wir unsere Absicht. Wir beobachten den Markt genau, und ich werde nicht zögern, erforderlichenfalls andere Sektoren, die von Ausfuhren nach Russland abhängig sind, ebenso zu unterstützen.”

Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen sollen die Mengen, die die Erzeugerorganisationen zur kostenlosen Verteilung vom Markt nehmen können, von 5 % auf 10 % erhöht werden. Ferner sollen auch Nichtmitglieder von Erzeugerorganisationen für außergewöhnliche Stützungsmaßnahmen infrage kommen (sie erhalten 50 % des Betrags, der den Mitgliedern von Erzeugerorganisationen für Marktrücknahmen gewährt wird). Auf diese Weise kommen die Maßnahmen auch einzelnen Erzeugern zugute, sofern für die erforderlichen Kontrollen gesorgt ist. Außerdem werden den Erzeugerorganisationen (nach den üblichen Kofinanzierungsvereinbarungen) im Rahmen von Absatzförderungsmaßnahmen innerhalb operationeller Programme zusätzliche Mittel zur Absatzförderung bereitgestellt. Der förmliche Beschluss ergeht in den kommenden Wochen, gilt aber rückwirkend schon ab heute. Über diesen Schritt wurde bereits in der vergangenen Woche diskutiert, aber die Marktlage könnte sich mit der Ankündigung von Einfuhrbeschränkungen durch Russland noch verschlechtern, so dass der Handlungsbedarf noch dringender geworden ist.

Hintergrund

Die wichtigsten Anbauländer für Pfirsiche (Erzeugungsmenge der EU: 2,4 – 2,5 Mio. Tonnen) und Nektarinen (Erzeugungsmenge der EU: 1,1 – 1,2 Mio. Tonnen) in der EU sind Italien, Spanien, Frankreich und Griechenland. Zwar ist das Angebot witterungsbedingt stets saisonalen Schwankungen unterworfen, in diesem Jahr war der Markt jedoch besonders negativen Einflüssen ausgesetzt. Die Witterungsbedingungen im Frühjahr bzw. Frühsommer hatten sowohl einen Anstieg der Erzeugungsmenge als auch eine besonders frühe Reifung zur Folge, so dass das Angebot zu Saisonbeginn wesentlich größer war als üblich und sich nicht wie sonst gleichmäßig über mehrere Wochen verteilte. Zudem ging anschließend wegen des kühleren und feuchteren Wetters die Nachfrage zurück.

Kontakt:

Für die Medien:

Roger Waite (+32 229-61404)

Madalina Chiriac (+32 229-74413)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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