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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 5. August 2014

Wiederverwendung von Wasser in Europa – Ihre Meinung zählt

Wasser wird in Europa kaum wiederverwendet. Der Großteil des behandelten Abwassers wird aus den Kläranlagen in Flüsse und Seen geleitet. Ein höherer Wiederverwendungsgrad könnte jedoch dazu beitragen, die zunehmenden Probleme der Wasserknappheit und Dürre anzugehen und gleichzeitig das Risiko der Verschmutzung durch Abwasser sowie die Kosten für die Reinigung zu senken. Es ist zudem umweltverträglicher, Wasser wiederzuverwenden als es aus anderen Quellen zu beziehen, wie etwa überregionalen Wasserfernleitungen oder Entsalzungsanlagen.

Trotz dieser Vorteile und eines erheblichen Weiterentwicklungspotenzials gibt es verschiedenste Gründe für den geringen Wiederverwendungsgrad von Wasser. Dazu zählen:

  • Fehlende EU-weite Umwelt- und Gesundheitsstandards für die Wiederverwendung von Wasser

  • Mögliche Hürden für den freien Verkehr von Agrarerzeugnissen, die mit wiederverwendetem Wasser bewässert wurden

  • Unangemessene Wasserpreise und Geschäftsmodelle

  • Mangelndes Bewusstsein der Interessenträger für die Vorteile der Wasserwiederverwendung

  • Mangelnde öffentliche Akzeptanz

  • Technische Hürden und wissenschaftliche Unsicherheiten

Die Europäische Kommission geht nun in einer öffentlichen Konsultation der Frage nach, durch welche Maßnahmen die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser gefördert werden könnte. Wir möchten erfahren, wie Bürgerinnen und Bürger, Interessenträger, Unternehmen, NGOs und öffentliche Behörden über das Potenzial der Wiederverwendung und mögliche Hürden denken, und welche regulatorischen und nicht-regulatorischen EU-Maßnahmen diese Bedenken wirksam ausräumen und die gefahrlose Wiederverwendung von Wasser fördern könnten.

Nächste Schritte

Die Konsultation, die hier aufgerufen werden kann, läuft bis zum 7. November 2014. Die Ergebnisse werden in eine Folgenabschätzung einfließen, die alle wesentlichen Aspekte der Wasserwiederverwendung, einschließlich landwirtschaftlicher, städtischer und industrieller Verwendung sowie Verwendung zu Freizeitzwecken, umfassen wird. Die Kommission plant, 2015 einen formellen Vorschlag auf der Grundlage dieser Folgenabschätzung vorzulegen.

Hintergrund

Der weltweite Klimawandel führt zu einer immer höheren Beanspruchung der europäischen Süßwasserressourcen. Davon sind vor allem aride Regionen mit geringem Niederschlag und hoher Bevölkerungsdichte betroffen, doch auch in Regionen mit gemäßigtem Klima und intensiver Landwirtschaft, viel Tourismus und starker Industrietätigkeit kann es zu Problemen kommen. Dies führt zu zunehmender Konkurrenz um die Wasserressourcen zwischen den verschiedenen wasserverbrauchenden Branchen und gibt Anlass zur Besorgnis um die Versorgung aus den für Trinkwasser reservierten hochwertigen Wasserressourcen.

Die möglichst weitgehende Wiederverwendung von Wasser ist erklärtes Ziel des Blueprints für den Schutz der europäischen Wasserressourcen, in dem die Möglichkeit einer Verordnung zur Festlegung diesbezüglicher gemeinsamer Normen erwähnt wird. Dies ist auch eine Priorität des strategischen Durchführungsplans der Europäischen Innovationspartnerschaft für Wasser.

Link zur öffentlichen Konsultation

http://ec.europa.eu/environment/consultations/water_reuse_en.htm

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/environment/water/index_en.htm

Kontakt:

Für die Presse:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Andreja Skerl (+32 229-51445)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E­Mail


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