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EU erhöht Fördermittel aufgrund des Ebola-Ausbruchs in Westafrika

European Commission - IP/14/891   30/07/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 30. Juli 2014

EU erhöht Fördermittel aufgrund des Ebola-Ausbruchs in Westafrika

Die Europäische Kommission stellt weitere 2 Mio. EUR bereit zur Bewältigung des schlimmsten Ebola-Ausbruchs, der jemals verzeichnet wurde. Damit beläuft sich der Gesamtbetrag der von der Kommission zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika geleisteten Hilfe auf 3,9 Mio. EUR.

Der Grad der Verseuchung vor Ort ist immer noch besorgniserregend hoch und wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, damit nicht noch mehr Menschen ihr Leben verlieren“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. „Ich möchte den medizinischen Fachkräften, die – oft unter ernsthafter Gefahr für ihr eigenes Leben – rund um die Uhr im Einsatz sind, um den Opfern zu helfen und die weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern, meine Anerkennung aussprechen. Die EU hat Sachverständige in die betroffenen Länder entsandt, die die Lage einschätzen und in Bezug auf die Hilfe mit den Behörden zusammenarbeiten sollen. Wir brauchen aber dauerhafte Anstrengungen seitens der internationalen Gemeinschaft, um Westafrika bei der Bewältigung dieser Bedrohung zu unterstützen.“

Die zusätzlichen EU-Mittel werden dazu beizutragen, die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen und unmittelbare Gesundheitsversorgung für die betroffenen Gemeinschaften zu leisten. Die Unterstützung der EU wird über die folgenden Partnerorganisationen bereitgestellt:

• die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Ausrüstung bereitstellt, die Ministerien für Gesundheit berät und Koordinierung und epidemiologische Überwachung leistet;

• die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“, die das klinische Management von Erkrankungsfällen unterstützt, einschließlich der Isolierung und der psychosozialen Unterstützung von Patienten und der Beobachtung von Verdachtsfällen;

• der internationale Verband der nationalen Gesellschaften des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds, der die nationalen Gesellschaften des Roten Kreuzes dabei unterstützt, die Gemeinschaft zu sensibilisieren, präventive Hygienemaßnahmen durchzuführen und für die sichere Beisetzung von Ebola-Opfern zu sorgen.

Hintergrund

Die Ebola-Epidemie fordert in den drei betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone immer mehr Opfer. Seit Beginn des Ausbruchs haben sich über 1200 Menschen angesteckt, mehr als 670 sind gestorben, darunter viele medizinische Fachkräfte. Zudem wurde bestätigt, dass in Lagos (Nigeria) am 26. Juli ein Patient an Ebola verstarb. In anderen westafrikanischen Ländern vermutete weitere Fälle wurden untersucht, wobei das Ergebnis negativ war. Der WHO zufolge handelt es sich in Bezug auf die Anzahl der Erkrankungsfälle, der Todesopfer und die geografische Reichweite um den größten jemals verzeichneten Ausbruch.

Das Risiko, dass sich das Virus nach Europa ausbreitet, ist derzeit gering, da die meisten Fälle in entlegenen Gebieten der betroffenen Länder auftreten und den Erkrankten und denjenigen, die mit Erkrankten Kontakt haben, angeraten wird, sich zu isolierten. Allerdings prüft das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ständig die Lage und hat mehrere rasche Risikobewertungen herausgegeben mit Leitlinien für das Vorgehen, falls Verdachtsfälle in der EU auftreten sollten. Bislang wurden bei nach Europa zurückkehrenden Reisenden keine Erkrankungsfälle festgestellt.

Die Europäische Kommission hat bereits im März dieses Jahres Mittel für humanitäre Hilfe anlässlich des Ebola-Ausbruchs bereitgestellt. Die Hilfe wurde bereits zweimal erhöht – im April und im Juni. Dank der Finanzierung konnten die WHO, Ärzte ohne Grenzen und der IFRC ihre Maßnahmen aufrechterhalten und ausweiten.

Die Europäische Kommission arbeitet ferner im Rahmen des Gesundheitssicherheitsausschusses eng mit den Mitgliedstaaten zusammen, um sie regelmäßig über die neuesten Entwicklungen zu informieren und die Abstimmung der Maßnahmen sicherzustellen. Ein vom Gesundheitssicherheitsausschuss gebilligtes Merkblatt für Reisende ist in allen EU-Amtssprachen verfügbar.

Seit April wurden mehrere europäische Expertenteams im Rahmen des Europäischen Projekts für mobile Labors zur Bekämpfung gefährlicher Infektionskrankheiten (European Mobile Lab, EMLab) mit einem mobilen Labor nach Guinea entsandt, um bei der Diagnose des viralen hämorrhagischen Fiebers, Analysen von Proben und der Bestätigung von Erkrankungsfällen zu helfen. Das EMLab-Projekt ist eine von der Europäischen Kommission (Amt für Zusammenarbeit EuropeAid) finanzierte europäische Initiative, an der Partner aus Deutschland, Italien, Frankreich, Ungarn, der Schweiz, Slowenien und Großbritannien beteiligt sind. Auch Experten für humanitäre Hilfe des Dienstes für humanitäre Hilfe der Kommission (ECHO) wurden in die betroffenen Länder entsandt, um die Lage zu bewerten und die Unterstützung mit den Gesundheitsbehörden und humanitären Partnern vor Ort abzustimmen.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Europäische Kommission – Gesundheit und Verbraucherschutz:

http://ec.europa.eu/health/preparedness_response/risk_management/ebola/index_en.htm

Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten

http://ecdc.europa.eu/en/healthtopics/ebola_marburg_fevers/Pages/index.aspx

Merkblatt für Reisende des Gesundheitssicherheitsausschusses:

http://ec.europa.eu/health/preparedness_response/risk_management/ebola/index_en.htm

Ebola in Westafrika: EU genehmigt sofortige Finanzmittel in Höhe von 500 000 EUR (Pressemitteilung vom 28. März 2014):

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-345_de.htm

Ebola in Westafrika: EU stockt medizinische Soforthilfe auf 1,1 Mio. EUR auf (Pressemitteilung vom 11. April 2014):

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-426_de.htm

Erneute Zunahme von Ebola-Fällen in Westafrika: EU stockt Soforthilfe auf (Pressemitteilung vom 24. Juni 2014):

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-735_de.htm

Karte zur Ebola-Situation, ausgearbeitet von der JRC (siehe nachstehende Abbildung):

http://erccportal.jrc.ec.europa.eu/ERCMaps/ECDM_20140729_WestAfrica_Ebola.pdf

Kontakt für die Medien:

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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