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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 28. Juli 2014

Umweltfreundlichere Flughäfen dank EU-geförderter Technik

Figures and graphics available in PDF and WORD PROCESSED

Video auf Euronews – Bericht über den Flughafen „Leonardo da Vinci-Fiumicino“ nahe Rom

(auch auf Englisch, Französisch, Griechisch, Ungarisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch)

Jeden Sommer passieren Millionen Europäer die Flughäfen des Kontinents auf der Suche nach Sonne und Abenteuer. Mit den explodierenden Fluggastzahlen nehmen auch die Kosten und Umweltfolgen des Flughafenbetriebs rasant zu. Wussten Sie, dass die stetig wachsenden Flughäfen heute so viel Energie verbrauchen wie kleine Städte? An diesen riesigen Verkehrsknotenpunkten sind allein Beleuchtung, Heizung und Klimaanlagen äußerst energieintensiv. Deshalb haben europäische Forscher mit Fördermitteln der Kommission ein neues Software- und Sensorensystem entwickelt, mit dem die CO2-Emissionen und Energiekosten von Flughäfen um 20 % gesenkt werden können. Erprobt wird das System nun auf den Flughäfen Rom-Fiumicino und Mailand-Malpensa. Das neue System heißt CASCADE und wird auf diesen italienischen Flughäfen mindestens 6000 MWh einsparen helfen, was 42 000 Tonnen CO2 und 840 000 EUR pro Jahr entspricht.

An dem neuen System arbeiten Partner in Deutschland, Italien, Irland und Serbien mit. Sie werden von der EU mit Fördermitteln in Höhe von 2,6 Mio. EUR unterstützt. Der Airports Council International Europe, der über 450 europäische Flughäfen vertritt, hat seine Unterstützung für das Projekt zugesagt. Daher dürfte das neue System ab 2015 eine weite Verbreitung finden.

„Sensoren und Zähler werden überall an den Anlagen angebracht und speisen ihre Messdaten in eine zentrale Datenbank ein“, erläutert Nicolas Réhault, der Koordinator des Projekts CASCADE (@CASCADE_ICT) am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg, Deutschland. „Die innovative Software erkennt Schwachstellen, z. B. eingeschaltete Ventilatoren, die gar nicht gebraucht werden, ein gleichzeitiges Heizen und Kühlen, Einstellungsfehler usw. Sie kann dann den für Energiemanagement und Wartung zuständigen Teams Korrekturmaßnahmen vorschlagen, z. B. ein Rücksetzen der Regler oder den Austausch defekter Sensoren.“

Von italienischen Flughäfen in den Rest der Welt

„Mit den Kenntnissen, die wir hier gewinnen, möchten wir unsere Lösung dann auf andere Flughäfen übertragen“, ergänzt Nicolas Réhault.

Neelie Kroes (@NeelieKroesEU), die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, erklärte hierzu: „Ich bin oft beruflich unterwegs und daher fest davon überzeugt, dass unsere Flughäfen intelligenter und umweltfreundlicher werden müssen.“ Das CASCADE-System zeigt uns, dass Nachhaltigkeit kein Vermögen kosten muss, sondern uns sogar Geld sparen hilft.“

Und wie Nicolas Réhault erklärt, wird es weitere Anwendungsmöglichkeiten für das CASCADE-System geben: „Flughäfen sind sehr komplex. Wir haben eine Menge Know-how darüber gewonnen, wie diese Infrastrukturen funktionieren. Das können wir auf andere hochkomplexe Gebäude wie etwa Krankenhäuser oder Banken übertragen. Aber es kann auch auf kleinere, einfachere Dinge angewandt werden.“

Lesen Sie mehr über das Projekt CASCADE (auch auf Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch und Spanisch).

Hintergrund

Das Projekt CASCADE erhält Fördermittel aus dem Siebten EU-Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (#FP7) (2007–2013). Das neue EU-Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 (#H2020) lässt mit einer Mittelausstattung von 80 Mrd. EUR für die kommenden sieben Jahre (2014–2020) sogar auf noch größere Durchbrüche hoffen.

Nützliche Links

Digitale Agenda

Neelie Kroes

Twitter:@NeelieKroesEU

Kontakt:

E-Mail: comm-kroes@ec.europa.eu, Tel.: +32 229-57361, Twitter: @RyanHeathEU


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