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Europäische Kommission schlägt höheres und realistisches Energieeinsparungsziel für 2030 vor

European Commission - IP/14/856   23/07/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 23. Juli 2014

Europäische Kommission schlägt höheres und realistisches Energieeinsparungsziel für 2030 vor

Neue Perspektiven für europäische Unternehmen, erschwingliche Energiepreise für die Verbraucher, mehr Versorgungssicherheit durch einen spürbaren Rückgang der Erdgaseinfuhren und positive Umweltauswirkungen - dies sind einige der absehbaren Vorteile des Energieeffizienzziels für 2030, das die Europäische Kommission heute in einer Mitteilung vorgelegt hat. Das vorgeschlagene Ziel von 30 % baut auf den bisherigen Erfolgen auf: Neubauten verbrauchen heute nur halb so viel Energie wie in den 1980er Jahren und die Wirtschaft ist heute rund 19 % weniger energieintensiv als noch im Jahr 2001.

Das vorgeschlagene Ziel geht über das Energieeinsparungsziel von 25 % hinaus, das erreicht werden müsste, um bis 2030 eine Verringerung der CO2-Emissionen um 40 % zu erreichen. Gleichzeitig soll der heute vorgestellte Energieeffizienzrahmen dazu beitragen, das richtige Gleichgewicht zwischen Kosten und Nutzen zu finden.

Günther H. Oettinger, Vize-Präsident der EU-Kommission zuständig für Energie, erklärte hierzu: „Unser Vorschlag ist die Triebfeder, die es der EU gestattet, auf kostenwirksame Weise mehr Versorgungssicherheit, Innovation und Nachhaltigkeit zu erreichen. Es ist ein ehrgeiziges und dennoch realistisches Ziel. Die Energieeffizienzstrategie wird den Rahmen für eine Energie- und Klimapolitik bis 2030, der im Januar 2014 vorgestellt wurde, ergänzen. Unser Ziel ist es, das richtige Marktsignal zu senden und einen Anreiz für weitere Investitionen in energieeffiziente Technologien zu schaffen, von denen sowohl die Unternehmen als auch die Verbraucher und die Umwelt profitieren werden."

Die heute vorgelegte Mitteilung über Energieeffizienz und ihren Beitrag zur Sicherheit der Energieversorgung und zum Rahmen für 2030 analysiert ferner, welche Fortschritte im Hinblick auf das EU-Energieeffizienzziel von 20 % für 2020 bereits erreicht wurden. Nach aktuellen Prognosen dürfte die EU im Jahr 2020 Energieeinsparungen von 18-19 % erwirkt haben; das vereinbarte Ziel von 20 % ist zudem realistisch, vorausgesetzt, alle EU-Mitgliedstaaten setzen die bisher beschlossenen Rechtsvorschriften umfassend um. Die Kommission hat nicht die Absicht, neue Maßnahmen vorzuschlagen, sondern fordert die Mitgliedstaaten vielmehr auf, ihre Anstrengungen zu intensivieren, damit das Ziel für 2020 kollektiv erreicht werden kann.

Die Vorteile der aktuellen Energieeffizienzstrategien

Zu den erwiesenen Vorteilen für Wirtschaft und Verbraucher zählen Folgende:

Die Energieintensität in der europäischen Industrie ist zwischen 2001 und 2011 um nahezu 19 % gesunken.

Effizientere Haushaltsgeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen dürften für die Verbraucher bis 2020 jährliche Energiekosteneinsparungen von 100 Mrd. EUR bedeuten – rund 465 EUR je Haushalt.

Neubauten verbrauchen heutzutage nur halb so viel Energie wie noch in den 1980er Jahren.

Langfristige Vorteile

Die Mitteilung untersucht auch die positiven Auswirkungen einer effizienteren Energienutzung auf die Lebensbedingungen der Europäer in den kommenden 16 Jahren:

Es wird davon ausgegangen, dass die Gaseinfuhren der EU mit jedem weiteren Prozent eingesparter Energie um 2,6 % zurückgehen und auf diese Weise die Abhängigkeit Europas von Drittlandeinfuhren verringern werden.

Energieeffizientere Gebäude bieten Menschen, die in diesen Gebäuden leben und arbeiten, neben niedrigeren Energierechnungen auch weitere Vorteile. So können bessere Fenster beispielsweise die Luftqualität verbessern und vor Außenlärm schützen.

Energieeffizienzstrategien werden für europäische Betriebe, z. B. im Bau- oder Maschinenbausektor, neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen und als Folge dieser Entwicklung neue lokale Arbeitsplätze schaffen.

Die nächsten Schritte

Wie in der Mitteilung angekündigt, wird die Europäische Kommission den Stand der Verwirklichung des Energieeffizienzziels im Jahr 2017 überprüfen. Sie wird dabei auch die Frage prüfen, ob zusätzliche Indikatoren verwendet werden sollten, um den Stand der Zielverwirklichung zu ermitteln und zu überwachen. Hierbei könnte es sich um Indikatoren wie Energieintensität handeln, die den ursächlichen Veränderungen bei BIP und Bevölkerungswachstum und diesbezüglichen Prognosen besser Rechnung tragen.

Hintergrund

Die Energieeffizienz-Richtlinie (2012/27/EU) führt rechtsverbindliche Maßnahmen ein, mit denen sichergestellt werden soll, dass das Ziel einer um 20 % effizienteren Energienutzung bis 2020 erreicht werden kann. Dieses Ziel ist Teil der übergeordneten Energie- und Klimaziele der EU für 2020, zu denen auch ein THG-Emissionsreduktionsziel von 20 % und ein 20 %iger Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix der EU zählen.

Bisher haben Italien, Zypern, Dänemark, Malta und Schweden die vollständige Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie in nationales Recht mitgeteilt. Stichtag für die Umsetzung war der 5. Juni.

Für weitere Informationen:

MEMO/14/494

Energieeffizienz-Mitteilung auf der Website der Generaldirektion Energie der Kommission

Kontakt:

Sabine Berger (+32 2 299 27 92)

Nicole Bockstaller (+32 2 295 25 89)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-­Mail


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