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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 9. Juli 2014

EU-Innovationsförderung: eine erste Milliarde Euro wird für Partnerschaftsprojekte mit der Industrie freigegeben

Forschungspartnerschaften zwischen der EU, dem Privatsektor und den Mitgliedstaaten stellten heute ihre ersten Aufforderungen zur Einreichung von Projekten und zur Interessenbekundung von Partnern im Rahmen von „Horizont 2020“ vor, dem mit 80 Mrd. EUR ausgestatteten Forschungs- und Innovationsprogramm der EU. Für die erste Runde werden insgesamt 1,13 Mrd. EUR öffentliche Gelder und nochmal ein Betrag in etwa gleicher Höhe von privaten Partnern für die Förderung von Projekten bereitgestellt, mit denen die Lebensqualität der Menschen verbessert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Europas Industrie gestärkt werden sollen. Zu den Themen gehören neue Methoden zur Behandlung von Diabetes und Augenerkrankungen sowie die Einführung dutzender von Straßenfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb und entsprechender Aufladestationen (siehe MEMO/14/468).

José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, erklärte: „Nur wenn aus den Hochschulen, der Industrie, den KMU, den Forschungsinstituten und anderen Einrichtungen die besten Köpfe zusammenkommen, können wir die gewaltigen Herausforderungen, vor denen wir stehen, erfolgreich bewältigen. Darum geht es bei den öffentlich-privaten Partnerschaften – um das Bündeln von Kräften, damit die Lebensqualität der Europäer steigt, Arbeitsplätze entstehen und unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird. Wir sind fest entschlossen, mit dem europäischen Haushalt vorrangig den Aufschwung zu unterstützen – und genau das tun diese Partnerschaften. Sie veröffentlichen im Rahmen eines Pakets für Wachstum und Beschäftigung, für das über eine Laufzeit von sieben Jahren insgesamt 22 Mrd. EUR bereitgestellt werden, eine erste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen über 1,1 Mrd. EUR zuzüglich des Beitrags der Industrie in gleicher Höhe. Damit werden sie weiterhin Ergebnisse liefern, die kein Land, kein Unternehmen und nicht einmal die Europäische Union als solche allein hervorbringen könnten.“

Die ersten Aufforderungen werden fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem die Europäische Kommission das Investitionspaket für Innovation vorlegte, veröffentlicht. In dem Paket enthalten waren Vorschläge für die Gründung von sieben öffentlich-privaten und vier öffentlich-öffentlichen Partnerschaften (siehe IP/13/668). Diese mit insgesamt über 22 Mrd. EUR dotierten Partnerschaften werden sich mit unterschiedlichen Schlüsselbereichen, wie beispielsweise Medizin, Verkehr, Elektronik und Bioökonomie, befassen. Die Vorschläge wurden vom Europäischen Parlament (siehe STATEMENT/14/128) sowie vom Rat der Europäischen Union (siehe STATEMENT/14/149) verabschiedet.

Im Namen der sieben Partnerschaften erklärten die Vertreter der beteiligten privaten Partner: „Die Gemeinsamen Unternehmen haben gezeigt, wie erfolgreich das Modell der öffentlich-privaten Partnerschaften ist. Bereits jetzt haben sie Ergebnisse erzielt, die dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern und Europas Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Wir sind stolz darauf, Teil dieser neuen Partnerschaften im Rahmen von Horizont 2020 zu sein und freuen uns, dass sie fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem sie von der Kommission vorgeschlagen wurden, Realität werden. Jetzt ist es an der Zeit, sich an die Arbeit zu machen und noch mehr Ergebnisse hervorzubringen, die zu Wachstum, Beschäftigung und höherer Lebensqualität führen.“

Folgende Vertreter der Partnerschaften waren heute bei der Auftaktveranstaltung in Brüssel anwesend: Roch Doliveux, CEO von UCB, Henri Winand, CEO von Intelligent Energy, Jean-Paul Herteman, Chairman und CEO der Safran-Group, Peder Holk Nielsen, CEO von Novozymes, Jean-Marc Chery, Chief Operating Officer von STMicroelectronics, Jochen Eickholt, CEO von Divison Rail Systems, Siemens AG, Infrastructure & Cities Sector, sowie Massimo Garbini, CEO von ENAV.

Hintergrund

Die sieben öffentlich-privaten Partnerschaften, die heute an den Start gingen, verfügen in den nächsten sieben Jahren über ein Investitionsvolumen von insgesamt 19,5 Mrd. EUR für Forschung und Innovation. Dabei hat die EU mit einem Beitrag von 7,3 Mrd. EUR Investitionen des Privatsektors und der Mitgliedstaaten in Höhe von 12,2 Mrd. EUR mobilisiert. Gemeinsam mit vier weiteren öffentlich-öffentlichen Partnerschaften mit den Mitgliedstaaten bilden sie das Investitionspaket für Innovation, mit dem ein Betrag von über 22 Mrd. EUR in Europas Zukunft investiert wird.

Diese Partnerschaften sind in verschiedenen Schlüsselbereichen tätig:

  • Innovative Arzneimittel 2 (IMI2): Entwicklung der nächsten Generation von Impfstoffen, Arzneimitteln und Behandlungen wie neue Antibiotika (Website | factsheet)

  • Brennstoffzellen und Wasserstoff (FCH2): Beschleunigung der Markteinführung sauberer und effizienter Technologien in den Bereichen Energie und Verkehr (Website | Factsheet);

  • Clean Sky 2 (CS2): Entwicklung sauberer, leiserer Luftfahrzeuge mit wesentlich weniger CO2-Emissionen (Website | Factsheet);

  • Biobasierte Industriezweige (BBI): Nutzung erneuerbarer natürlicher Ressourcen und innovativer Technologien für umweltfreundlichere Produkte des täglichen Bedarfs (Website | Factsheet);

  • Elektronikkomponenten und -systeme für eine Führungsrolle Europas (Electronic Components and Systems for European Leadership – ECSEL): Stärkung der europäischen Kapazitäten im Bereich der Elektronikfertigung (Website | Factsheet);

  • Shift2Rail: Entwicklung besserer Züge und Eisenbahninfrastrukturen, mit denen die Kosten deutlich reduziert und Kapazität, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit erhöht werden (Website | Factsheet);

  • SESAR 2020: Entwicklung eines Europäischen Flugverkehrsmanagementsystems der neuen Generation zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Luftverkehrs (Website | Factsheet).

An den von diesen Partnerschaften veröffentlichten wettbewerblichen Aufforderungen können sich Unternehmen, KMU, Hochschulen, Forschungsinstitute und sonstige Einrichtungen beteiligen. Als förderfähig gelten die Projekte, die im Rahmen einer Gutachterprüfung als die besten ausgewählt wurden.

Weitere Informationen

MEMO/14/468

Website Horizont 2020

Teilnehmerportal

Kontakt:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88) Twitter: @ECSpokesScience

Monika Wcislo (+32 2 295 56 04)


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