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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 8. Juli 2014

Beschäftigungsinitiative für junge Menschen: Kommission und Mitgliedstaaten treffen zusammen, um den Einsatz von Sonderfondsmitteln in Höhe von 6 Mrd. EUR zu beschleunigen

Experten der Europäischen Kommission und der Mitgliedstaaten treffen am 11. Juli in Brüssel zusammen, um im Rahmen eines von der Kommission organisierten Fachseminars die Planung und praktische Umsetzung der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen schneller voranzutreiben. Ziel des Seminars ist es, gemeinsam die aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen finanzierten Maßnahmen zu planen, damit die Auszahlung der Mittel an alle förderfähigen Mitgliedstaaten so bald wie möglich beginnen kann.

Der Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration László Andor sagte dazu: „Mit Unterstützung der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, aus der 6 Mrd. EUR bereitgestellt werden können, und des alljährlich mit einem Etat von über 10 Mrd. EUR ausgestatteten Europäischen Sozialfonds, setzen viele Mitgliedstaaten gegenwärtig aktiv Maßnahmen um, damit die Jugendgarantie Wirklichkeit werden kann. Die Finanzierung aus Mitteln der Beschäftigungsinitiative spielt eine wichtige Rolle, da sie jungen Menschen unmittelbar dadurch zugutekommen wird, dass sie die Möglichkeit erhalten, erste Erfahrungen am Arbeitsplatz zu sammeln oder ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Weiterbildung zu absolvieren. Das Seminar soll die Mitgliedstaaten unterstützen, damit sie ihre aus der Beschäftigungsinitiative finanzierten Maßnahmen zugunsten junger Menschen schneller planen und die betreffenden Mittel bestmöglich einsetzen können.

Die Mittel aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen, deren Einsatz im Zeitraum 2014-2020 zusammen mit dem Europäischen Sozialfonds geplant wird, sind für Maßnahmen bestimmt, die sich an junge Menschen bis 25 Jahre (oder bis 29 Jahre, wenn der betreffende Mitgliedstaat sich dafür entscheidet) richten, in erster Linie aber an diejenigen, die derzeit weder in Arbeit noch in Ausbildung sind und in Regionen wohnen, in denen die Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2012 über 25 % lag. 20 Mitgliedstaaten, in denen es solche Regionen gibt, können eine Förderung aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen erhalten. Durch die Finanzierung der direkten Schaffung von Arbeitsplätzen, Lehrstellen, Praktika oder Weiterbildungsangeboten fördert die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen unmittelbar die Umsetzung der Jugendgarantieprogramme.

In Frage kommen ab dem 1. September 2013 getätigte Ausgaben, was bedeutet, dass Mittel bis zu diesem Datum rückdatiert werden können. Die nationalen Behörden müssen ihre operationellen Programme, in denen sie die Maßnahmen beschreiben, die aus Mitteln der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen finanziert werden sollen, der Kommission gemäß den einschlägigen Verordnungen des EU-Ministerrats und des Europäischen Parlaments zur Genehmigung vorlegen. Bislang hat die Kommission das operationelle Programm Frankreichs für die Beschäftigungsinitiative genehmigt (IP/14/622); Italiens Programmentwurf befindet sich in der Endphase der Diskussion mit der Kommission. Andere Mitgliedstaaten, darunter Bulgarien, Kroatien, Irland, Polen und Schweden, sind mit ihren aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen zu finanzierenden Projekten ebenfalls schon weit fortgeschritten.

Hintergrund

Der Vorschlag der Kommission für eine Jugendgarantie wurde im Dezember 2012 vorgelegt (siehe IP/12/1311 und MEMO/12/938) und am 22. April 2013 förmlich vom EU-Ministerrat angenommen (siehe MEMO/13/152) sowie im Juni 2013 vom Europäischen Rat befürwortet. Die Logik der Jugendgarantie ist sehr einfach – sie soll gewährleisten, dass kein junger Mensch länger als vier Monate arbeitslos oder nichterwerbstätig ist. Mit der Jugendgarantie sollen alle jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten nach Beendigung der formalen Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes ein gutes Angebot für eine Beschäftigung, ein Praktikum, eine Lehrstelle oder eine sonstige Weiterbildung erhalten. Eine derartige Strukturreform stellt eine Investition in Humankapital dar.

Alle 28 Mitgliedstaaten haben ihre Umsetzungspläne für die Jugendgarantie vorgelegt und unternehmen nun die ersten Schritte, um ihre Jugendgarantieprogramme einzurichten (Einzelheiten siehe hier).

Der Europäische Sozialfonds, aus dem für den Zeitraum 2014-2020 jährlich über 10 Mrd. EUR bereitgestellt werden, ist die Hauptquelle der EU-Finanzierung zur Umsetzung der Jugendgarantie.

Um zusätzliche EU-Finanzhilfen für diejenigen Regionen zur Verfügung zu stellen, in denen junge Menschen am stärksten unter Arbeitslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit leiden, haben der Rat und das Europäische Parlament beschlossen, ein eigenes Finanzinstrument – die Beschäftigungsinitiative für junge Menschenfür Mitgliedstaaten zu schaffen, in denen es Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 % gibt. Im Rahmen dieses Finanzinstruments werden 3 Mrd. EUR aus einer spezifischen, neuen (für den Zeitraum 2014-2015 vorgezogenen) EU-Haushaltslinie für Jugendarbeitslosigkeit bereitgestellt und durch mindestens 3 Mrd. EUR aus den nationalen ESF-Zuweisungen ergänzt.

Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen dient vor allem der Förderung von Einzelpersonen – insbesondere Menschen, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung sind – und weniger der Umsetzung von Strukturreformen (die vom ESF gefördert werden). Mithilfe der Beschäftigungsinitiative können etwa folgende Maßnahmen unterstützt werden: Vermittlung erster Arbeitserfahrungen, Bereitstellung von Praktika und Lehrstellen, Unterstützung junger Unternehmer bei der Unternehmensgründung, hochwertige Aus- und Weiterbildung, Programme zur Eröffnung einer zweiten Chance für vorzeitige Schulabgänger sowie gezielte Lohn- und Einstellungszuschüsse.

Mitgliedstaat

Regionen, die Mittel aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen erhalten können

Spezifische Mittelzuweisung aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen (Mio. EUR)*

Österreich

nein

-

Belgien

ja

39,64

Bulgarien

ja

51,56

Kroatien

ja

61,82

Zypern

ja

10,81

Tschechische Republik

ja

12,71

Dänemark

nein

-

Estland

nein

-

Finnland

nein

-

Frankreich

ja

289,76

Deutschland

nein

-

Griechenland

ja

160,24

Ungarn

ja

46,49

Irland

ja

63,66

Italien

ja

530,18

Lettland

ja

27,1

Litauen

ja

29,69

Luxemburg

nein

-

Malta

nein

-

Polen

ja

235,83

Portugal

ja

150,2

Rumänien

ja

99,02

Slowakei

ja

67,43

Slowenien

ja

8,61

Spanien

ja

881,44

Schweden

ja

41,26

Niederlande

nein

-

Vereinigtes Königreich

ja

192,54

*Die Mitgliedstaaten müssen diese Gelder mit Mitteln in mindestens derselben Höhe aus ihren nationalen ESF-Zuweisungen ergänzen.

Weitere Informationen

MEMO/14/466

Jugendbeschäftigung

Jugendgarantie

László Andors Website

László Andor auf Twitter

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Integration

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)


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