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Kommission ermahnt Regierungen, das Potenzial von „Big Data“ zu nutzen

European Commission - IP/14/769   02/07/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 2. Juli 2014

Kommission ermahnt Regierungen, das Potenzial von „Big Data“ zu nutzen

Der Umfang, der Daten, die heute erhoben und ausgewertet werden, nimmt stetig zu. Als Reaktion auf die Forderungen aus der Wirtschaft und der Bevölkerung fordert die Europäische Kommission die Regierungen der Mitgliedstaaten nun auf, sich endlich in diese große Datenrevolution einzubringen.

„Es ist an der Zeit, dass wir uns endlich auf die positiven Aspekte von ,Big Data‘ konzentrieren“, so Vizepräsidentin Neelie Kroes (@NeelieKroesEU). „,Massendaten‘ – das klingt negativ und beängstigend; größtenteils trifft dies aber gar nicht zu. Die Staats- und Regierungschefs müssen sich auf ,Big Data‘ einlassen.“

Bei den öffentlichen Konsultationen zu Big Data wurden folgende Probleme ermittelt:

ein Mangel an grenzüberschreitender Koordinierung

unzureichende Infrastruktur und zu geringe Finanzierungsmöglichkeiten

ein Mangel an Datenexperten und –kompetenzen

zersplitterte, zu komplexe rechtliche Rahmenbedingungen

Wichtigste heute vorgestellte konkrete Lösungsvorschläge:

Eine öffentlich-private Partnerschaft, die revolutionäre Big-Data-Projekte u. a. in der personalisierten Medizin und der Nahrungsmittellogistik finanziert

Schaffung eines Inkubators für offene Daten (im Rahmen von Horizont 2020), um KMU zu helfen, datengesteuerte Lieferketten aufzubauen und das Cloud Computing intensiver zu nutzen

neue Vorschriften über das Eigentum an Daten und die Haftung für die Bereitstellung von Daten bei Daten, die im „Internet der Dinge“ erfasst werden (Maschine-Maschine-Kommunikation)

Aufstellung von Normen für Daten und Ermittlung potenzieller Defizite

Einrichtung von Exzellenzzentren für Hochleistungsrechnen zur Erhöhung der Anzahl der Datenspezialisten in Europa

Schaffung eines Netzes von Rechenzentren in verschiedenen Mitgliedstaaten

Von der Kommission auszuweitende bzw. fortzusetzende Maßnahmen

Verstärkte Investitionen in die 5G-Technik (700 Mio. EUR sind bereits für eine öffentlich-private Partnerschaft vorgesehen) im Rahmen internationaler Übereinkommen, wie z. B. des Abkommens zwischen der Europäischen Kommission und Südkorea (Juni 2014)

die „Große Koalition für digitale Arbeitsplätze“ und die Initiative „Die Bildung öffnen“ zur Bewältigung der Fachkräftemangels

Leitlinien für bewährte Verfahren für Behörden und zum Thema offene Daten

Hintergrund

Jede Minute werden in der Welt 1,7 Trillionen Bytes an Daten generiert, was 360 000 DVDs entspricht – das ist ein tägliches Pro-Kopf-Datenvolumen von mehr als 6 MB. Dementsprechend verzeichnet der Datensektor einen jährlichen Zuwachs von 40 % – was der 7-fachen Wachstumsrate des Informations- und Kommunikationsmarkts insgesamt entspricht. Dabei tragen Massendaten bereits heute dazu bei, die Diagnose von Hirnschädigungen zu beschleunigen, den optimalen Standort für Windkraftanlagen zu ermitteln, Verkehrsstaus zu verhindern oder Ernteerträge in Entwicklungsländern zu prognostizieren. Der Wert weltweiter Massendatentechnik und ‑dienste wird bis 2015 auf 16,9 Mrd. USD ansteigen, und durch die Datenwirtschaft werden in Europa Hunderttausende neuer Arbeitsplätze entstehen. Unternehmen, die ihre Entscheidungsprozesse auf Wissen stützen, das aus Daten generiert wurde, verzeichnen Produktivitätssteigerungen von 5–6 %.

Um EU-Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen in der EU dabei zu unterstützen, das gesamte Potenzial von Big Data auszuschöpfen, wird die Kommission gemeinsam mit dem Parlament und dem Rat auf einen erfolgreichen Abschluss der Reform des EU-Datenschutzrechtsrahmens und die endgültige Annahme der Richtlinie über Netz- und Informationssicherheit hinarbeiten, um das für eine florierende datengesteuerte Wirtschaft erforderliche hohe Maß an Vertrauen zu schaffen.

Nützliche Links

Mitteilung „Für eine florierende datengesteuerte Wirtschaft“

What big data can do for you – here are some examples

Digitale Agenda

Neelie Kroes

@NeelieKroesEU

@eudataecosystem

MEMO/14/455

Kontakt für die Medien:

Ryan Heath (+32 229-61716)

Siobhan Bright (+32 229-57361)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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