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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 26. Juni 2014

EU kündigt neue umfangreiche Mittelzuweisungen für die Bildungsförderung an

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs kündigte heute an, dass die EU in den nächsten sieben Jahren im Rahmen der Globalen Partnerschaft für Bildung (GPE) weitere Mittel für die Bildungsförderung in Entwicklungsländern bereitstellen wird.

Die EU ist Gastgeber der zweiten Konferenz zur Auffüllung des Fonds der Globalen Partnerschaft für Bildung. In seiner Ansprache betonte Kommissar Piebalgs, dass die neue Unterstützung in Höhe von 375 Mio. EUR einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird, die Grundbildung in den nahezu 60 Ländern, die im Rahmen der Globalen Partnerschaft für Bildung unterstützt werden, zu verbessern.

EU-Kommissar Andris Piebalgs erklärte bei Bekanntgabe der Finanzierungszusage: „Als ehemaliger Lehrer habe ich mich stets nachdrücklich dafür eingesetzt, dass alle Kinder, gleich wo sie leben, eine gute Schulbildung erhalten. Daher sind wir stolz darauf, heute bei dieser Veranstaltung Partner der Globalen Partnerschaft für Bildung zu sein. Dies verdeutlicht einmal mehr unser entschlossenes Engagement für die Bildung. Ich hoffe, dass die heutige Veranstaltung auch andere Geber dazu bewegen wird, ihre Anstrengungen zu verstärken, denn es geht nicht nur darum, Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, sondern auch die Qualität der Bildung, die sie dort erhalten, zu verbessern.“

Die angekündigten Mittel ergänzen die laufenden Hilfeleistungen im Rahmen des kontinuierlichen Engagements der EU für die Bildungsförderung. In der Agenda für den Wandel, dem Konzept der Europäischen Union für die Neuausrichtung ihrer Hilfe auf diejenigen Länder und Sektoren, die sie am dringendsten benötigen und in denen sie am meisten bewirken kann, hatte die Kommission zugesagt, mindestens 20 % der EU-Entwicklungshilfe für die menschliche Entwicklung und die soziale Inklusion einzusetzen, d. h. auch für die Bildung.

Den Berechnungen zufolge werden sich die EU-Mittel für die Bildungsförderung im Zeitraum 2014–2020 auf insgesamt rund 4,5 Mrd. EUR belaufen. Dieser Betrag umfasst geplante Ausgaben in Höhe von 2,8 Mrd. EUR für die Grund- und die Berufsbildung, die größtenteils in Maßnahmen der bilateralen Zusammenarbeit fließen werden. 1,68 Mrd. EUR sind für die Hochschulbildung vorgesehen. 51 % der geförderten Länder gelten als fragile Staaten - ein Anstieg um fast 10 % gegenüber 2013. Dabei handelt sich um Länder, die sich in einer Konfliktsituation bzw. in einer Postkonfliktphase befinden.

Mit der heutigen Konferenz sollen für den Zeitraum 2015-2018 Ressourcen der Länder und externe Finanzmittel für den Bildungssektor der GPE-Länder mobilisiert werden. Die externen Finanzmittel sollen sowohl aus dem GPE-Fonds als auch im Rahmen der bilateralen Hilfe aufgebracht werden.

Von den an der Partnerschaft beteiligten Entwicklungsländern wird erwartet, dass sie sich ihrerseits verpflichten, umfangreiche Eigenmittel für den Bildungssektor bereitzustellen - dies ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Programms, da die Bildungshaushalte auch weiterhin zum größten Teil von den Ländern selbst finanziert werden müssen. Von der Geberseite wird erwartet, dass neben der Europäischen Kommission auch andere EU-Geber auf der Veranstaltung umfangreiche Finanzierungszusagen für die Globale Partnerschaft für Bildung abgeben.

Julia Gillard, ehemalige australische Premierministerin und Vorsitzende des Verwaltungsrats der Globalen Partnerschaft, wird zusammen mit Kommissar Piebalgs den Vorsitz bei der heutigen Veranstaltung führen. Als Ländervertreter werden mehr als 40 Bildungsminister von Entwicklungsländern erwartet. Auf der Teilnehmerliste stehen ferner: Augustin Ponyo, Premierminister der Demokratischen Republik Kongo, Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Minister verschiedener EU-Mitgliedstaaten, Gordon Brown, ehemaliger britischer Premierminister und UN-Sonderbeauftragter für globale Bildungsfragen, Ziauddin Yousafzai, UN-Sonderberater für globale Bildungsfragen sowie Ehrenvorsitzender des Malala-Fonds (und Vater der Bildungsaktivistin Malala Yousafzai), Irina Bokova, UNESCO-Generaldirektorin, und Anthony Lake, Exekutivdirektor von UNICEF.

Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sind die wichtigsten Geber der Globalen Partnerschaft für Bildung: Bislang haben sie mehr als 75 % der 3,7 Mrd. USD bereitgestellt, die im Zeitraum 2004-2013 vom Fonds der Globalen Partnerschaft vergeben wurden. Seit 2004 hat die Globale Partnerschaft für Bildung Folgendes bewirkt:

Die Zahl der Kinder, die eine Schule besuchen, ist um 22 Millionen gestiegen, 10 Millionen davon sind Mädchen.

28 an der Partnerschaft beteiligte Entwicklungsländer haben erreicht, dass ebenso viele Mädchen wie Jungen die Grundschule abschließen.

300 000 Lehrer wurden ausgebildet.

Fast 53 000 Klassenräume wurden gebaut oder saniert und ausgerüstet

Hintergrund

Der Globalen Partnerschaft für Bildung haben sich Regierungen von fast 60 Entwicklungsländern, Regierungen verschiedener Geberländer, zivilgesellschaftliche Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, Lehrerverbände, internationale Organisationen, die Privatwirtschaft und Stiftungen angeschlossen. Sie alle wollen durch ihr gemeinsames, koordiniertes Engagement die globalen Anstrengungen für eine qualitativ hochwertige Bildung für Kinder voranbringen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Kindern aus den ärmsten und am stärksten gefährdeten gesellschaftlichen Gruppen. Im Rahmen der Globalen Partnerschaft wurden in den vergangenen zehn Jahren 3,7 Mrd. USD für Bildungsreformen in den Entwicklungsländern bereitgestellt.

Dank der EU-Unterstützung wurden im Zeitraum 2004-2012 wichtige Ergebnisse erreicht:

7,7 Mio. Menschen konnten eine technische oder berufliche Aus- und Fortbildung abschließen.

1,2 Mio. Grundschullehrer wurden ausgebildet.

37 000 Schulen wurden gebaut oder renoviert

13,7 Mio. weitere Kinder konnten eine Grundschule besuchen.

Weitere Informationen

Opening speech of Commissioner for Development Andris Piebalgs at the Brussels Global Partnership for Education Pledging Conference:

http://europa.eu/rapid/press-release_SPEECH-14-502_en.htm

Feature "Hands up who has a textbook?"

http://ec.europa.eu/europeaid/what/education/documents/feature_education_corr.pdf

Case study: Myanmar - Greater access to a basic education

http://ec.europa.eu/europeaid/where/asia/documents/case-study-myanmar_en.pdf

Website of President of the Commission José Manuel Barroso

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/president/

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Weitere Informationen über die Globale Partnerschaft für Bildung:

www.globalpartnership.org

Kontakt für die Medien:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 2298-1035)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E­Mail


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