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Umwelt: Ljubljana wird „Grüne Hauptstadt Europas 2016“

European Commission - IP/14/719   24/06/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 24. Juni 2014

Umwelt: Ljubljana wird „Grüne Hauptstadt Europas 2016“

Die slowenische Hauptstadt Ljubljana erhält die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas 2016“. Die Vergabe wurde heute Nachmittag von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik bei einem Festakt in Kopenhagen, die den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2014“ innehat, bekannt gegeben. Anerkennung fand Ljubljana insbesondere für die Stärkung des Umweltbewusstseins ihrer Bürger, ihre nachhaltige Strategie „Vision 2025“, die Umsetzung verschiedener städtischer Umweltmaßnahmen im Laufe der vergangenen zehn Jahre und ihr beeindruckendes Verkehrsnetz.

EU-Kommissar Potočnik sagte hierzu: „Es bereitet mir große Freude, Ljubljana als „Grüne Hauptstadt Europas 2016“ auszeichnen zu können. Als Bürger Ljubljanas gratuliere ich dieser Stadt mit Stolz zu ihren Umweltleistungen. Ich sehe dem Jahr 2016, in dem sie die „Grüne Hauptstadt Europas“ sein wird, mit großer Erwartung entgegen. Alle Finalisten zeigen an Beispielen aus dem täglichen Leben auf, wie Umweltschutz, herausragende Lebensqualität und wirtschaftliches Wachstum erfolgreich miteinander kombiniert werden können.“

Die Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas“ wird jährlich verliehen; sie honoriert und würdigt die Anstrengungen von Städten, die sich für die Verbesserung der städtischen Umwelt einsetzen. Mit dem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt.

Besonders beeindruckt war die Jury von der Realisierung der Nachhaltigkeitsstrategie Ljubljanas („Vision 2025“), der ein integrierter Ansatz für das Umweltmanagement zugrunde liegt. Das Umweltschutzprogramm, der nachhaltige Mobilitätsplan, der nachhaltige Energieaktionsplan und die Elektromobilitätsstrategie trugen alle zu einer integrierten Vision für die Stadt bei. Ljubljana hat bedeutende Fortschritte im Bereich des umweltgerechten Beschaffungswesens erzielt, das bei 70 % der Ankäufe der Stadt zum Tragen kam.

Der Verkehrssektor Ljubljanas hat sich in den vergangenen zehn Jahren grundlegend verändert. Von einer rasch von Kraftfahrzeugen dominierten Stadt wurde der Schwerpunkt auf umweltfreundliche Alternativen verlagert. Im Jahr 2013 änderte Ljubljana den Verkehrsstrom in der Stadt, indem der motorisierte Verkehr eingeschränkt und Fußgängern, Fahrradfahrern und öffentlichen Verkehrsmitteln Vorrang eingeräumt wurde. Radfahren liegt mit mehr als 1,6 Millionen Fahrten im Rahmen des Bike-Sharing-Systems „BicikeLJ“ seit 2011 im Trend. Die künftigen Verkehrspläne für Ljubljana sind vielversprechend. Im Jahr 2012 setzte sich die Stadt zum Ziel, bis 2020 dafür zu sorgen, dass öffentliche Verkehrsmittel, nichtmotorisierter Verkehr und Privatfahrzeuge jeweils ein Drittel des gesamten Verkehrsaufkommens ausmachen.

Hintergrund

Zwölf Städte haben sich um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2016“ beworben. Jede Bewerbung wurde durch einen internationalen Ausschuss mit zwölf Sachverständigen bewertet, und fünf Städte kamen in die engere Auswahl – Essen, Ljubljana, Nijmegen, Oslo und Umeå. Vertreter der ausgewählten Städte wurden dann von einer Jury aus Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, des Ausschusses der Regionen, der Europäischen Umweltagentur, des Internationalen Rats für lokale Umweltinitiativen (ICLEI), des Sekretariats des Bürgermeisterkonvents und des Europäischen Umweltbüros befragt

Letztlich geht es bei der Auszeichnung „Grüne Hauptstadt Europas“ darum, das Leben und Arbeiten in Städten angenehmer zu gestalten. Mit dem Titel wird eine europäische Stadt ausgezeichnet, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht hat, ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt und somit als Modell für andere Städte dienen kann.

Städte, die sich um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ bewerben, werden in zwölf Bereichen bewertet: Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, örtlicher Verkehr, städtische Grünflächen mit nachhaltiger Flächennutzung, Natur und biologische Vielfalt, Luftqualität, Lärmschutz, Abfallerzeugung und -bewirtschaftung, Wasserbewirtschaftung, Abwasserbehandlung, Ökoinnovation und Schaffung dauerhafter Beschäftigung, Energieeffizienz und integriertes Umweltmanagement.

Die Auszeichnung wurde im Jahr 2006 vom ehemaligen Bürgermeister von Tallinn (Estland), Herrn Jüri Ratas, erdacht. Sie soll dazu dienen, Umweltschutzanstrengungen zu fördern und zu würdigen, Städte zu weiteren Maßnahmen anzuregen und eine Plattform zur Vorstellung bewährter Praktiken zu bieten sowie deren Austausch zwischen europäischen Städten voranzubringen. Sieben Städten – Stockholm, Hamburg, Vitoria-Gasteiz, Nantes, Kopenhagen, Bristol und jetzt Ljubljana – wurde dieser Titel in den Jahren 2010 bis 2016 bereits verliehen.

Weitere Informationen:

www.europeangreencapital.eu

Facebook: http://www.facebook.com/EuropeanGreenCapitalAward

Twitter: http://twitter.com/EU_GreenCapital oder tweet us @EU­­_GreenCapital

LinkedIn Group: European Green Capital Award:

https://www.linkedin.com/groups/European-Green-Capital-Award-7470871/about

Kontakt für die Medien:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Andreja Skerl (+32 229-51445)

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct - telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E­Mail


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