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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Seoul/Brüssel, 16. Juni 2014

Bahnbrechendes Abkommen zwischen Europa und Südkorea über 5G-Mobilfunktechnik

Das heute in Seoul unterzeichnete Abkommen ist ein Höhepunkt im globalen Wettlauf um die Entwicklung der Mobilfunktechnik der fünften Generation (5G). Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und zuständig für die digitale Agenda, und Südkoreas Minister für Wissenschaft, IKT und Zukunftsplanung, Moon-Ki Choi, sind übereingekommen, gemeinsam auf eine globale Festlegung dieser Mobilfunknormen der Zukunft hinzuarbeiten und in der Forschung auf diesem Gebiet zusammenzuarbeiten. Sie waren sich ferner einig, dass eine Harmonisierung der Funkfrequenzen erforderlich ist, um weltweit Interoperabilität zu gewährleisten und die Festlegung globaler 5G-Normen vorzubereiten.

Beide Seiten unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung über die strategische Zusammenarbeit im IKT- und 5G-Bereich, die vorsieht, den Dialog im Bereich Netzzukunft (Netze und Kommunikation, 5G, Cloud-Computing), einem Element des bereits laufenden Dialogs zu IKT-Fragen, zu vertiefen. Beide Seiten werden außerdem auf eine koordinierte Ausschreibung für Vorschläge für Forschungsprojekte hinarbeiten, die 2016 veröffentlicht werden soll. Zudem wurde eine Absichtserklärung der Branche zwischen dem EU-Verband 5G Infrastructure Association (Mitglieder: Alcatel-Lucent, Atos, Deutsche Telekom, Ericsson, Nokia, Orange, Telecom Italia, Telenor und Telefónica) und Südkoreas 5G-Forum unterzeichnet.

Vizepräsidentin Neelie Kroes (@Neelie KroesEU) erklärte hierzu: „5G wird künftig das Rückgrat der digitalen Wirtschaft und der sich entwickelnden digitalen Gesellschaft sein. Darin sind sich Europa und Südkorea einig. Es ist das erste Mal, dass Regierungen sich in dieser Weise gemeinsam und mit der Unterstützung der Privatwirtschaft engagieren, um den Normungsprozess voranzutreiben. Die heutige Erklärung zeigt, dass wir entschlossen sind, die digitale Welt führend mitzugestalten.“

5G ist die Netztechnik und ‑infrastruktur der Zukunft, die die erforderlichen Kapazitäten bieten wird, um der massiv steigenden Nutzung der Kommunikationstechnik (insbesondere der Drahtlostechnik) durch Mensch und Maschine gerecht zu werden. 5G wird nicht nur schneller sein, sondern auch neue Funktionen und Anwendungen von hohem gesellschaftlichem und ökonomischem Wert hervorbringen (siehe MEMO/14/129What 5G can do for you).

Beide Seiten bekräftigten ihre Absicht, das auf dem Gipfeltreffen vom November 2013 geschlossene Abkommen zu stärken, in dessen Rahmen sie über eine Förderung der FuE-Zusammenarbeit im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) übereingekommen waren. Als Folgemaßnahme beschlossen die Unterzeichner, eine Arbeitsgruppe Korea-EU zur Vorbereitung der IKT-FuE-Zusammenarbeit und der politischen Gespräche zu den Themen 5G, Cloud-Computing und Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) einzurichten und 2016–2017 dann gemeinsam finanzierte FuE-Programme („koordinierte Ausschreibung“) zu starten.

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Hintergrund

Im Dezember 2013 rief die Kommission eine öffentlich-private 5G-Partnerschaft (IP/13/1261Infoblatt) ins Leben. Die EU wird im Rahmen des Programms Horizont 2020 in den kommenden sieben Jahren 700 Mio. EUR in die 5G-ÖPP investieren. Die Industrie in der EU soll diesen Betrag bis auf ein Fünffaches, d. h. auf über 3 Mrd. EUR, aufstocken. Südkorea investiert und koordiniert seine Anstrengungen über das 5G-Forum. Weitere wichtige öffentlich-private Initiativen laufen in China, Japan, Taiwan und den USA.

Im Februar 2014 rief Neelie Kroes auf dem World-Mobile-Kongress 2014 dazu auf, mit Entschlossenheit auf einen globalen Konsens über 5G-Normen hinzuarbeiten (SPEECH/14/155). „Lassen Sie uns einen globalen Konsens über die Definition von 5G, seine wesentlichen technischen Komponenten und den Zeitplan für die Umsetzung finden. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten. Und lassen Sie uns schnell arbeiten: bis Ende 2015. Dann können alle Bürgerinnen und Bürger so bald wie möglich von Netzen der fünften Generation profitieren.“

Weitere Informationen

Link zur Gemeinsamen Erklärung

Towards 5G

5G-PPP

Kontakt:

E-Mail: comm-kroes@ec.europa.eu Tel.: +32 229-57361 Twitter: @RyanHeathEU

Annexe

JOINT DECLARATION BETWEEN THE REPUBLIC OF KOREA AND THE EUROPEAN COMMISSION ON STRATEGIC COOPERATION IN THE AREA OF INFORMATION & COMMUNICATIONS TECHNOLOGY AND 5G

Mun-kee CHOI, Minister of the Ministry of Science, ICT and Future Planning (MSIP) of the Republic of Korea, and Neelie KROES, Vice-President for European Commission, responsible for the EU Digital Agenda (hereinafter referred to as “two sides”) held an official meeting on 16 June 2014, where the two sides exchanged views on the enhancement of bilateral co-operation and exchanges between governments, research institutes, educational institutions, private companies, and other organizations.

The two sides reaffirmed to strengthen the agreement of the November 2013 summit meeting, where both sides agreed on promoting R&D collaboration in the area of Information Communications Technology (ICT). As a follow up, both sides decided to set up a Korea-EU ICT working group to prepare for ICT R&D cooperation as well as relevant policy discussions in the areas of 5G, Cloud and Internet of Things (IoT), and eventually to launch jointly funded R&D programs (’coordinated call’) in 2016-2017.

The two sides recognised the great importance of timely developing the next generation of mobile communication networks (5G), because the communications infrastructure will be the backbone of the future digital economy, creating more and better jobs, and contributing to a sustainable economic growth for the mutual benefit of the Republic of Korea and the European Union (EU).

The two sides agreed to enhance cooperation in the field of the future generation of communication networks (5G), fostering global consensus on the definition of 5G, developing common interest in research activities, harmonising radio spectrum policy to ensure global interoperability and preparing global standardization for 5G.

The two sides also agreed to jointly work in the area of future mobile network on the following:

  • To strive to reach a global consensus, by the end of 2015, on the broad definition, the key functionalities, and target time table for 5G.

  • To work together to explore further possibilities in cooperating and implementing joint research actions in the field of 5G, to be launched in 2016. To work together towards global standards for 5G, in support of ongoing standardization in relevant fora, such as 3GPP and ITU.

  • To cooperate to facilitate the identification of globally harmonised radio frequency band to meet the additional spectrum requirements for 5G, and to reinforce cooperation in the context of ITU and WRC.

The two sides recognised the importance of public-private partnerships for 5G, and expressed support for the deepening of interactions and exchanges between industry associations dealing with 5G in the EU and in Korea.

Done in Seoul, the Republic of Korea, on June 16, 2014 in English language.

Mun-Kee CHOI

Minister of the Ministry of Science, ICT and Future Planning, the Republic of Korea

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Neelie KROES

Vice-President for the European Commission responsible for the Digital Agenda

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