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Europäische kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 10. Juni 2014

Bericht: EU-Kulturdiplomatie braucht neue Impulse

Der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten kann es von großem Nutzen sein, wenn sie die „Soft Power“ der Kulturdiplomatie einsetzen, die auch der Wirtschaft zugutekommt durch einen besseren Marktzugang für die europäische Kultur und Kreativwirtschaft, mehr kulturelle Vielfalt und eine stärkere Verbreitung der europäischen Werte. So lautet das Fazit eines Berichts, den die Europäische Kommission auf Initiative des Europäischen Parlaments vorgelegt hat.

„Kulturdiplomatie gibt uns die Möglichkeit, unsere europäische Kultur und unsere Werte, wie Achtung der Menschenrechte, Vielfalt und Chancengleichheit, mit anderen Ländern zu teilen,” sagte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. „Sie wirkt sich auch positiv auf Beschäftigung und Wachstum aus. Ich appelliere an die künftige Kommission und an das Europäische Parlament, die Empfehlungen des Berichts umzusetzen.“

Die Empfehlungen für eine wirkungsvolle europäische Kulturdiplomatie sehen Folgendes vor:

  1. Bessere Koordinierung und eigens abgestelltes Personal, wie Kulturattachés in EU-Delegationen;

  2. Neue Methoden für Finanzierung und Fundraising, beispielsweise durch Kofinanzierung und öffentlich private Partnerschaften;

  3. Bündelung der Ressourcen von Kulturorganisationen und Mitgliedstaaten, insbesondere über ihre Kulturinstitute und Kulturattachés im Ausland;

  4. Abbau von Mobilitätshemmnissen, z. B. durch die Erleichterung der Visaformalitäten für Kulturakteure;

  5. Einbeziehung junger Menschen, z. B. durch die Erweiterung von Bildungs- und Kulturaustauschprogrammen;

  6. Fokussierung auf Städte und Gemeinden bei der Suche nach wichtigen Partnern;

  7. Erleichterung des Austauschs von Erfahrungen und Best Practice zwischen Künstlern aus verschiedenen Ländern, Kulturmanagern, Journalisten und Schriftstellern;

  8. Mehr Einfluss für lokale Kulturakteure durch die Erleichterung der Zusammenarbeit mit Kulturorganisationen und/oder Stiftungen;

  9. Verbesserung des Monitoring und der Evaluierung von Projekten und Maßnahmen im Bereich der Kulturdiplomatie.

Nächste Schritte

Der Bericht und die Empfehlungen werden mit Vertretern der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments erörtert. Gespräche leitender Beamter zu diesem Thema unter Führung des griechischen EU-Ratsvorsitzes stehen unmittelbar bevor (Sitzung am 17. Juni) und werden unter italienischem EU-Ratsvorsitz fortgesetzt. Am 25. Juni findet eine Sitzung mit EP-Abgeordneten statt.

Hintergrund

Der Bericht basiert auf Erhebungen in den 28 EU-Mitgliedstaaten und folgenden Partnerländern:

  1. den 10 strategischen Partnern: Brasilien, China, Indien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Südafrika, Südkorea und den Vereinigten Staaten von Amerika;

  2. den 16 Nachbarländern: Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Moldau, dem besetzten palästinensischen Gebiet, Syrien, Tunesien und der Ukraine.

Der Bericht wurde von einem Konsortium aus Kulturinstituten (Goethe-Institut, Brüssel, BOZAR, Centre for Fine Arts, Brüssel, British Council, Brüssel, Dänisches Kulturinstitut, Brüssel) und anderen wichtigen Akteuren im Kulturbereich wie ECF European Cultural Foundation, IFA Institut fur Auslandsbeziehungen, Institut français, Paris, KEA European Affairs verfasst.

Kultur als wesentliches Element der Außenbeziehungen ist eines der drei strategischen Ziele der Europäischen Kulturagenda, eines umfassenden strategischen Rahmens, an dem sich die gemeinsame Arbeit von Kommission und Mitgliedstaaten seit 2007 orientiert.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Kultur und Kultur in Außenbeziehungen

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Androulla Vassilious Website

Linkedin: Kultur in Außenbeziehungen

Facebook: Culture in external relations und Creative Europe

Twitter: @VassiliouEU, @Europe_Creative und @Cultextrel

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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