Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR EL

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 22. Januar 2014

EU-Kommission eröffnet Erasmus+ in Österreich

Erasmus+ – das neue Förderprogramm der EU für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport – wurde heute in Wien von Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, eingeleitet. Anwesend waren auch die Bildungsministerin Gabriele Heinisch, der Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner, die Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin sowie der Minister für Landesverteidigung und Sport Gerald Klug. Im Rahmen des neuen Programms werden mehr als vier Millionen Europäer/innen in den nächsten sieben Jahren mit einer Finanzhilfe der EU dabei unterstützt, im Ausland zu studieren, sich weiterzubilden, Arbeitserfahrung zu sammeln oder Freiwilligenarbeit zu leisten. Für Erasmus+ wird ein Budget von insgesamt 14,7 Mrd. EUR bereitgestellt; dies sind 40 % mehr als bei den vorherigen Programmen. Es wird erwartet, dass mehr als 100 000 Österreicher/innen das Programm Erasmus+ nutzen werden, das auf dem Erfolg des Erasmus-Austauschprogramms für Studierende und anderen Programmen in den Bereichen berufliche Bildung und Jugend aufbaut.

„Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung sind von wesentlicher Bedeutung für die Zukunft Europas und seiner jungen Menschen. Durch die im Rahmen von Erasmus+ gewonnenen internationalen Erfahrungen werden Kompetenzen gestärkt und die Beschäftigungsfähigkeit verbessert. Mit der Mittelaufstockung haben wir dafür gesorgt, dass viel mehr Menschen – in Österreich eine Steigerung von 50 % – eine EU-Förderung erhalten, um solche Möglichkeiten zu nutzen. Erasmus+ soll außerdem dazu dienen, vermehrt in den Aufbau stärkerer Partnerschaften zwischen Bildungssektor und Arbeitswelt zu investieren. Das erfolgreiche duale Lernsystem in Österreich gilt für uns als hervorragendes Beispiel, das den Anstoß zu ähnlichen Initiativen in anderen Ländern geben könnte," sagte Kommissarin Vassiliou.

Wer profitiert von Erasmus+?

  • 2 Millionen Studierende können im Ausland studieren oder sich fortbilden, z. B. im Rahmen von 450 000 Praktikumsmöglichkeiten;

  • 650 000 Berufsschülerinnen und -schüler sowie Auszubildende erhalten Stipendien, um im Ausland zu lernen, sich fortzubilden oder zu arbeiten;

  • 800 000 Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen, Ausbilderinnen und Ausbilder, Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer können im Ausland unterrichten oder sich fortbilden;

  • 200 000 Studierende, die einen kompletten Masterstudiengang in einem anderen Land absolvieren, profitieren von einem Garantie-Instrument für Studiendarlehen;

  • mehr als 25 000 Studierende erhalten Stipendien für gemeinsame Masterabschlüsse, wobei sie an mindestens zwei Hochschulen im Ausland studieren;

  • mehr als 500 000 junge Menschen können im Ausland Freiwilligendienst leisten oder an einem Jugendaustausch teilnehmen;

  • 125 000 Schulen, Berufsbildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen, Jugendorganisationen und Unternehmen erhalten Zuschüsse für die Einrichtung von 25 000 strategischen Partnerschaften zur Förderung des Erfahrungsaustausches und zur Vernetzung mit der Arbeitswelt;

  • 3 500 Bildungseinrichtungen und Unternehmen erhalten Unterstützung beim Aufbau von mehr als 300 Wissensallianzen und Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten zur Förderung von Beschäftigungsfähigkeit, Innovation und Unternehmertum;

  • außerdem werden 600 Partnerschaften im Sportbereich unterstützt, beispielsweise bei europäischen Veranstaltungen ohne Gewinnzweck.

Wer profitiert von Erasmus+ in Österreich?

Zwischen 2007 und 2013 nahmen mehr als 65 000 Studierende, junge Menschen und Beschäftigte der Bereiche Bildung, Ausbildung und Jugend aus Österreich an den EU-Programmen „Lebenslanges Lernen“ und „Jugend in Aktion“ teil. Schätzungen zufolge könnte Erasmus+ während der siebenjährigen Laufzeit rund 100 000 Menschen (eine Steigerung von 50 %) zugutekommen.

Österreich wird im Jahr 2014 einen Betrag von 28 Mio. EUR aus dem Programm Erasmus+ erhalten; dies bedeutet einen Anstieg um 10 % gegenüber den 2013 aus den Programmen „Lebenslanges Lernen“ und „Jugend in Aktion“ zur Verfügung gestellten Mitteln. Es ist wie auch bei anderen teilnehmenden Ländern vorgesehen, die jährliche Mittelzuweisung jedes Jahr bis 2020 anzuheben. Außerdem kann Österreich weiterhin von Finanzhilfen für länderübergreifende Sportprojekte und der Jean-Monnet-Aktion für Studien zur europäischen Integration an Hochschulen profitieren.

Hintergrund

Erasmus+ geht zu einem Zeitpunkt an den Start, an dem Österreich in umfassende Reformen zur Verbesserung der Qualität und der Ergebnisse im Bildungsbereich sowie zur besseren Unterstützung von Studierenden jeglicher sozioökonomischer Herkunft investiert. Eine besondere Herausforderung besteht darin, das Potential junger Menschen mit Migrationshintergrund zu erschließen.

EU-weit sind derzeit 26 Millionen Menschen arbeitslos, darunter nahezu 6 Millionen junge Menschen. In einer Reihe von EU-Ländern hat sich die Lage zugespitzt. Gleichzeitig gibt es mehr als zwei Millionen freie Stellen und ein Drittel der Arbeitgeber haben Schwierigkeiten, Personal mit den von ihnen benötigten Fertigkeiten zu rekrutieren. Erasmus+ wird helfen, dieses Qualifikationsdefizit dadurch zu beheben, dass Menschen die Möglichkeit erhalten, im Ausland zu studieren, sich weiterzubilden oder Arbeitserfahrung zu sammeln.

Indem Studierenden und Auszubildenden die Möglichkeit zum Studium oder zur Fortbildung im Ausland gegeben wird, erhöht sich darüber hinaus die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch künftig im Ausland arbeiten wollen oder können. Ihnen entstehen somit langfristig günstigere Jobperspektiven.

Parallel dazu werden Qualität und Relevanz der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Jugendarbeit in Europa verbessert – durch die Unterstützung der beruflichen Fortbildung von Lehrkräften und Jugendbetreuern sowie durch stärkere Partnerschaften zwischen Bildungssektor und Arbeitswelt.

Im Budget von 14,7 Mrd. EUR ist die geschätzte Inflation berücksichtigt. Weitere Mittel werden voraussichtlich für Austauschmaßnahmen im Hochschulbereich und administrative Unterstützung unter Einbindung von Nicht-EU-Ländern bereitgestellt; über diese zusätzlichen Mittel soll im Laufe des Jahres 2014 entschieden werden.

Erasmus+ beinhaltet zum ersten Mal auch eine Unterstützung für den Sportbereich. Während der siebenjährigen Laufzeit werden rund 265 Mio. EUR für den Kampf gegen grenzüberschreitende Probleme wie Spielabsprachen, Gewalt und Doping bereitgestellt. Unterstützt werden ferner transnationale Projekte unter Beteiligung von Breitensportverbänden, bei denen beispielsweise Good Governance, Gleichstellung der Geschlechter, soziale Inklusion, duale Laufbahnen und die körperliche Betätigung für alle Altersgruppen gefördert werden.

Weitere Informationen

Erasmus+ Website

Erasmus+ Häufig gestellte Fragen

Erasmus+ auf Facebook

Website von Androulla Vassiliou

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258)

Dina Avraam (+ 32 229-59667)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website