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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 5. Juni 2014

30 Mio. EUR für die Philippinen: Kommissarin Georgieva reist erneut nach Tacloban

Die Europäische Kommission stellt weitere 30 Mio. EUR für die philippinische Regierung bereit, um die Wiederaufbauhilfe der Europäischen Union nach dem Taifun Haiyan (vor Ort Yolanda genannt) aufzustocken.

Die von der EU finanzierten humanitären Maßnahmen haben bereits wesentlich zur Deckung des dringendsten Bedarfs der Überlebenden des weltweit verheerendsten Taifuns aller Zeiten beigetragen. Doch der Weg zum Wiederaufbau ist noch lang.

Mein Besuch in Tacloban war eine heftige Erinnerung an die Verwüstungen, die im November letzten Jahres auf den Philippinen angerichtet wurden“, erklärte Kristalina Georgieva, die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. „Auch nach sieben Monaten kämpfen viele Überlebende noch mit den Folgen. Noch wird weitere Hilfe benötigt, doch mein Besuch war auch sehr ermutigend. Überall habe ich Menschen gesehen, die ihre Häuser wiederaufbauen, ihre Felder neu bestellen oder ihre Geschäfte wiedereröffnen. Auch wenn Haiyan die Geschichte in ein Davor und ein Danach geteilt hat, kommen die Überlebenden allmählich wieder auf die Beine. Mit dem Beitrag von 30 Mio. EUR bekräftigen wir, dass die EU den Erholungs- und Wiederaufbauprozess weiter unterstützen wird.

Die neuen Gelder werden aus dem Entwicklungshaushalt der Europäischen Kommission gewährt. Sie sollen den Wiederaufbau nach dem Taifun durch die Bereitstellung von Grundarzneimitteln, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und die Unterstützung des Wiederaufbauplans der philippinischen Regierung fördern. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Auswirkungen der Katastrophe auf die armen und bedürftigsten Bevölkerungsgruppen.

In der gegenwärtigen Situation ist es von großer Bedeutung, dass kurzfristige Soforthilfemaßnahmen mit einer langfristigen Planung verbunden werden“, erklärte der EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs. „Seit der Katastrophe haben wir uns in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv auf Tätigkeiten konzentriert, die den betroffenen Gemeinschaften bei der Erholung und beim Wiederaufbau, aber auch bei der Vorbereitung auf mögliche künftige Wirbelstürme helfen. Dies trägt zur unmittelbaren Armutsbekämpfung und damit langfristig zu mehr Sicherheit für die Menschen und ihre Existenzgrundlagen bei.

Kommissarin Georgieva nimmt als Hauptrednerin am Asien-Europa-Treffen (ASEM) zum Thema Katastrophenvorsorge und -management teil. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Großkatastrophen wie Haiyan bedarf es einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit bei der Folgenbewältigung. Auf der ASEM-Konferenz vom 4.-6. Juni 2014 in Manila sollen in einer „Tacloban-Erklärung“ die gewonnenen Erfahrungen und bewährten Methoden hervorgehoben werden; dies wird zu dem für die Zeit nach 2015 international vereinbarten Rahmen für die Reduzierung des Katastrophenrisikos beitragen.

Hintergrund

Der Taifun Haiyan (vor Ort „Yolanda“) war der schwerste Wirbelsturm, der je auf Land getroffen ist. Er zog am 8. November über die Philippinen hinweg, wo er massive Verwüstungen in den zentralen Gebieten verursachte. Nach offiziellen Angaben gab es mehr als 6 200 Todesopfer, zudem werden mehr als tausend Personen vermisst und vier Millionen mussten fliehen. Insgesamt sind zwischen 14 und 16 Millionen Menschen betroffen, davon sechs Millionen Kinder.

Die von der Europäischen Kommission bereits geleistete humanitäre Hilfe für die Überlebenden beläuft sich auf rund 30 Mio. EUR. Damit konnte rund 1,2 Millionen Menschen geholfen werden. Darüber hinaus wurden 10 Mio. EUR aus den Entwicklungshilfemitteln der Kommission bereitgestellt, um Wiederaufbau- und Entwicklungsprojekte zu unterstützen. Insgesamt beläuft sich die Unterstützung der EU für die Opfer des Taifuns auf über 740 Mio. EUR (bestehend aus Beiträgen der Europäischen Kommission, der Mitgliedstaaten und privater Geber).

Weitere Informationen

Informationsblatt zum Taifun Haiyan:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/philippines_haiyan_en.pdf

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)

Alexandre Polack (+ 32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail an Europe Direct wenden.


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