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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Jerusalem, den 8. Juni 2014

EU und Israel unterzeichnen das Horizont-2020-Assoziierungsabkommen

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der israelische Premierminister, Benjamin Netanjahu, wohnten heute der Unterzeichnung des Abkommens bei, durch das Israel mit dem neuen EU-Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont 2020“ assoziiert wird. Horizont 2020 bietet enorme Möglichkeiten, die traditionell aktive Zusammenarbeit zwischen Forschern und Innovatoren in Israel und der EU auszubauen. Mit dem Abkommen wird Israel der gleiche Zugang zu dem Programm gewährt wie den EU-Mitgliedstaaten und anderen assoziierten Ländern. Im Gegenzug wird Israel einen finanziellen Beitrag zum Haushalt von Horizont 2020 leisten.

Präsident Barroso hierzu: „Israel ist sehr stark in Forschung und Innovation und damit auch ein wichtiger Partner für die EU im Hinblick auf die Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen, die sich beiden Ländern stellen - wie beispielsweise Bevölkerungsalterung, Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz oder sauberere Energie. Auch können wir so die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen stärken. Ich freue mich, dass wir heute dieses Abkommen unterzeichnen, da es deutlich macht, welche Bedeutung beide Länder der Zusammenarbeit und Partnerschaft in Forschung und Innovation beimessen“.

Israel hat den weltweit höchsten Anteil an Wissenschaftlern im Unternehmenssektor und mit über 4 % des BIP das höchste Investitionsniveau in der zivilen Forschung und Entwicklung. Damit ist das Land ein wichtiger Partner für die EU, so dass beide Seiten aus der Zusammenarbeit im Rahmen des verstärkt auf Innovation ausgerichteten Programms Horizont 2020 nur profitieren können.

Neben Fortschritten in Wissenschaft, Technologie und Innovation hat die Zusammenarbeit zwischen der EU und Israel es den Forschern ermöglicht, sich komplexen grenzübergreifenden Herausforderungen in allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen zu stellen. Die Zusammenarbeit ermöglicht es zudem, auch mit regionalen Partnern das gegenseitige Verständnis zu stärken.

Das Abkommen wurde vom Leiter der EU-Delegation in Israel, dem Botschafter Lars Faaborg-Andersen, und dem Minister für Wissenschaft, Technologie und Raumfahrt, Yaakov Perry, unterzeichnet. Sobald das Abkommen von Israel ratifiziert worden ist, werden förderwürdige israelische Wissenschaftler und Innovatoren die Möglichkeit haben, sich von Beginn an gemeinsam mit ihren EU- und internationalen Partnern aktiv am neuen Programm zu beteiligen.

Hintergrund

Israel ist seit 1996 mit den EU-Forschungs- und Innovationsprogrammen assoziiert. Im Verlauf des letzten Programms (2007-2013) trugen öffentliche und private israelische Einrichtungen mit ihren wissenschaftlichen Fachkenntnissen zu über 1 500 Projekten bei. Die Stärke der israelischen Forschung spiegelt sich auch in der Erfolgsquote der israelischen Teilnehmer wider, die vor allem Mittel des Europäischen Forschungsrats und Marie-Skłodowska Curie-Stipendien erhielten. Thematisch beteiligte Israel sich besonders aktiv an den Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologien, Gesundheit und Nanotechnologie. Rund 780 Mio. EUR aus der EU-Forschungsförderung gingen an Teilnehmer in Israel. Israel unterstützte seinerseits das Programm mit über 530 Mio. EUR. Für Horizont 2020 müssen die Antragsteller und die in den Förderanträgen dargelegten Tätigkeiten den Leitlinien für die Förderfähigkeit israelischer Einrichtungen und ihrer Tätigkeiten genügen.

Ausgestattet mit einem Budget von fast 80 Mrd. EUR über einen Zeitraum von sieben Jahren ist Horizont 2020 das bislang umfangreichste EU-Forschungs- und Innovationsprogramm und zählt zu den größten Programmen weltweit. Neben der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit Israel werden derzeit mehrere Assoziierungsabkommen mit EU-Erweiterungskandidaten und Nachbarschaftsländern sowie mit den Färöern zum Abschluss gebracht. Die EWR/EFTA-Länder Norwegen und Island haben ebenso wie die Türkei ihre Assoziierung mit Horizont 2020 sichergestellt.

Kontakt:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88) - Twitter: @ECSpokesScience

Monika Wcislo (+32 2 298 65 95)

Für die Öffentlichkeit: Europa Direkt Telefon: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E–Mail


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