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Türkei schließt sich Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 an

European Commission - IP/14/631   04/06/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 4. Juni 2014

Türkei schließt sich Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 an

Auf der Grundlage eines heute in Istanbul unterzeichneten Abkommens wird die Türkei vollen Zugang zu dem neuen Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union erhalten, das eine Laufzeit von sieben Jahren hat. Das Abkommen, das Forschungseinrichtungen aus der Türkei Assoziiertenstatus gewährt, wurde seitens der Europäischen Kommission von Robert-Jan Smits, dem für Forschung und Innovation zuständigen Generaldirektor, und seitens der Türkei von Ahmet Yücel, dem geschäftsführenden Untersekretär des türkischen Ministeriums für EU-Angelegenheiten, unterzeichnet. Die Türkei ist das dritte Partnerland der EU, das mit Horizont 2020 assoziiert wird.

Dazu Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „Die Türkei ist ein hoch geschätzter Partner. Ihre dynamische Unternehmenslandschaft ist ein perfektes Testumfeld für die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen – somit können die Forscher und Unternehmen beider Seiten durch diese Kooperation nur gewinnen. Da bei Horizont 2020 für Innovation und kleine Unternehmen mehr Mittel bereitstehen als je zuvor, hat die Türkei gute Chancen für einen Ausbau ihrer Beteiligung an dem Programm.”

Die Türkei ist seit 2003 mit den Forschungsrahmenprogrammen der EU assoziiert. Beim letzten Programm (2007-13) erhielten über 1 000 Partner aus öffentlichen und privaten Einrichtungen der Türkei EU-Mittel im Umfang von nahezu 200 Mio. EUR für ihre Beteiligung an etwa 950 Projekten. Dazu gehörten auch wissenschaftliche Projekte von Weltrang, die vom Europäischen Forschungsrat ausgewählt worden waren, und die Unterstützung junger Forscher im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen. Es gab ferner über 200 Beteiligungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus der Türkei an gemeinsamen Forschungsprojekten.

Die große Zahl von KMU, die bereits beim letzten Rahmenprogramm erfolgreich waren, macht die Türkei zu einem attraktiven Partner für Forschungseinrichtungen aus der Europäischen Union, zumal bei Horizont 2020 mehr Gewicht auf der gesamten Innovationskette liegt (vom Labor bis zum Markt). Gleichzeitig wird erwartet, dass die Türkei ihre Assoziierung mit Horizont 2020 nutzen wird, um ihren Kapazitätsaufbau in den Bereichen Forschung und Innovation auf nationaler Ebene voranzutreiben. Die derzeitige Investitionsquote der Türkei bei FuE liegt mit unter 1 % des BIP deutlich unter dem EU-Durchschnitt von knapp über 2 % und dem Ziel, das sie sich für 2023 selbst gesetzt hat.

Das Abkommen, das nach seiner Ratifizierung durch die Türkei in Kraft treten wird, wurde in Anwesenheit von Mevlüt Çavuşoğlu, dem türkischen Minister für EU-Angelegenheiten, und von Fikri Işik, dem türkischen Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, zu Beginn einer zweitägigen hochrangigen Konferenz unterzeichnet, auf der Horizont 2020 bei türkischen Forschungsorganisationen und politischen Entscheidungsträgern vorgestellt wurde. Über 750 Vertreter türkischer Universitäten und Unternehmen waren auf dieser Veranstaltung anwesend.

Parallel zu dem Abkommen mit der Türkei steht die EU im Begriff, Assoziierungsabkommen mit Erweiterungsländern des Westlichen Balkans und anderen Nachbarländern abzuschließen. Die EWR-/EFTA-Staaten Norwegen und Island hatten sich bereits Anfang Mai Horizont 2020 angeschlossen.

Hintergrund

Horizont 2020 ist das bisher umfangreichste Forschungs- und Innovationsprogramm der EU mit einem Mittelvolumen von nahezu 80 Mrd. EUR, das über einen Zeitraum von sieben Jahren zur Verfügung steht (2014 bis 2020) – zusätzlich zu den privaten Investitionen, die diese Mittel anziehen werden. Das Programm verspricht mehr Durchbrüche, Entdeckungen und Weltpremieren, indem hervorragenden Ideen der Weg vom Labor bis zum Markt geebnet wird.

Links

Website Horizont 2020

Teilnehmerportal – Zugang zu EU-Forschungsmitteln

Beziehungen EU-Türkei (EAD-Website)

Kontakt:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88) Twitter: @ECSpokesScience

Monika Wcislo (+32 2 295 56 04)


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