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Beschäftigungsinitiative für junge Menschen: 620 Mio. EUR zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich

European Commission - IP/14/622   03/06/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. Juni 2014

Beschäftigungsinitiative für junge Menschen: 620 Mio. EUR zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich

Die Europäische Kommission hat heute das nationale operationelle Programm Frankreichs für die Umsetzung der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen angenommen. Dabei handelt es sich um das erste operationelle Programm, das als Teil der mit 6 Mrd. EUR ausgestatteten Beschäftigungsinitiative für junge Menschen – von der 20 Mitgliedstaaten profitieren können – verabschiedet wurde.

Im Rahmen dieses operationellen Programms wird Frankreich 432 Mio. EUR aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) erhalten, um jungen Menschen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren („NEET“: Not in Employment, Education or Training), dabei zu helfen, eine Stelle zu finden; die Mittel sollen in Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 % fließen. Das nationale operationelle Programm wird durch 12 regionale operationelle Programme ergänzt, für die Mittel aus der Beschäftigungsinitiative im Gesamtwert von 188 Mio. EUR bereitgestellt werden. Damit wird der Betrag, der Frankreich im Rahmen der Beschäftigungsinitiative zur Verfügung steht (620 Mio. EUR), vollständig ausgeschöpft.

Ich zolle Frankreich große Anerkennung dafür, dass es die Möglichkeit nutzt, vor Verabschiedung der anderen mit EU-Mitteln im Zeitraum 2014-20 kofinanzierten Programme ein Programm für Jugendbeschäftigung aufzulegen. Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen wird rund einer Million jungen Franzosen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, von direktem Nutzen sein und die Umsetzung der Jugendgarantie unterstützen“, kommentierte László Andor, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration.

Kommissar Andor hat heute in Paris an einer Konferenz der französischen Regierung zur Jugendgarantie – der ehrgeizigen EU-weiten Reform, mit der gewährleistet werden soll, dass allen jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten, nachdem sie arbeitslos geworden sind oder die Schule verlassen haben, eine hochwertige Arbeitsstelle, Ausbildung oder Weiterbildung angeboten wird – teilgenommen. 13 französische Regionen – Aquitaine, Auvergne, Centre, Champagne-Ardenne, Guadeloupe, Guyane, Haute-Normandie, Languedoc-Roussillon, Martinique, Nord-Pas de Calais, Réunion, Mayotte und Picardie – kommen für eine Förderung durch die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen in Frage, die außerdem mit Mitteln aus dem ESF kombiniert werden kann. Ferner hat Frankreich entschieden, 10 % der Mittel aus der Beschäftigungsinitiative in Teilregionen seiner Regionen Ile-de-France, Provence-Alpes-Côte d’Azur und Midi-Pyrénées fließen zu lassen.

In Frankreich wird die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen die Umsetzung der nationalen Jugendgarantie unterstützen, um jungen Menschen mit schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu helfen. Zu den Maßnahmen gehören Beratung und Umschulung gering qualifizierter Personen, Mobilitätsförderung für Auszubildende auf regionaler, nationaler und teilweise grenzübergreifender Ebene, Verhinderung von vorzeitigem Schulabgang und bessere Ermittlung junger NEET sowie Gewährung einer zweiten Chance für Schulabgänger ohne Abschlusszeugnis oder Qualifikationsnachweis, durch Arbeitserfahrung oder Praktika auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Den öffentlichen Arbeitsverwaltungen kommt im Hinblick auf das Erreichen dieser Ziele eine wesentliche Rolle zu, und dieses operationelle Programm wird eine Gelegenheit zur Verbesserung ihrer Initiativen zugunsten junger NEET bieten.

Hintergrund

Derzeit sind rund 5,6 Millionen junge Europäerinnen und Europäer arbeitslos, darunter 650 000 in Frankreich. Etwa eine Million junger Französinnen und Franzosen haben derzeit weder eine Arbeit noch absolvieren sie eine schulische oder berufliche Ausbildung (NEET).

Um das Risiko einer „verlorenen Generation“ zu vermeiden, schlug die Kommission im Dezember 2012 die Jugendgarantie vor (siehe IP/12/1311 und MEMO/12/938), die am 22. April 2013 (siehe MEMO/13/152) vom EU-Ministerrat formal angenommen und vom Europäischen Rat im Juni 2013 gebilligt wurde. Alle 28 Mitgliedstaaten haben ihre Umsetzungspläne für die Jugendgarantie vorgelegt und unternehmen nun die ersten Schritte, um ihre Jugendgarantieprogramme einzurichten (Näheres dazu hier).

Der Europäische Sozialfonds, aus dem für den Zeitraum 2014-2020 jährlich 10 Mrd. EUR bereitgestellt werden, wird eine zentrale Quelle der EU-Finanzierung zur Umsetzung der Jugendgarantie darstellen.

Um weitere EU-Finanzhilfen für die Regionen zur Verfügung zu stellen, in denen junge Menschen am stärksten unter Arbeitslosigkeit und Nichterwerbstätigkeit leiden, haben der Rat und das Europäische Parlament die Schaffung einer eigenen Beschäftigungsinitiative für junge Menschen für Mitgliedstaaten vereinbart, in denen es Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 % gibt. Im Rahmen dieser Beschäftigungsinitiative werden 3 Mrd. EUR aus einer spezifischen, neuen (für den Zeitraum 2014-2015 vorgezogenen) EU-Haushaltslinie für Jugendarbeitslosigkeit bereitgestellt und mit mindestens 3 Mrd. EUR aus den ESF-Zuweisungen der Mitgliedstaaten ergänzt. Die ESF-Unterstützung für die Umsetzung der Jugendgarantie wird noch dadurch ausgeweitet, dass Maßnahmen bezuschusst werden, die jungen Menschen – bis 25 Jahre oder, sofern vom betreffenden Mitgliedstaat als relevant angesehen, bis 29 Jahre –, die keine Arbeit haben und sich auch nicht in einer schulischen oder beruflichen Ausbildung befinden, direkt zugutekommen. Zu diesen Maßnahmen gehören u. a. Arbeitsvermittlung, Praktika und Lehrstellen sowie Unterstützung bei der Unternehmensgründung. Die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen wird als Teil des Europäischen Sozialfonds 2014-2020 programmiert.

Um die Finanzmittel für die Beschäftigungsinitiative so schnell wie möglich abzurufen, können die Mitgliedstaaten von verschiedenen besonderen Regeln Gebrauch machen. In Ländern, in denen die Mittel aus der Beschäftigungsinitiative im Rahmen eines speziellen operationellen Programms eingesetzt werden – wie im Falle Frankreichs –, kann ein solches Programm noch vor der Partnerschaftsvereinbarung angenommen werden, die die Grundlage für die Nutzung aller Europäischen Struktur- und Investitionsfonds in dem Land im Zeitraum 2014-20 bildet. Darüber hinaus können die von den Mitgliedstaaten ab dem 1. September 2013 getätigten Ausgaben aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen erstattet werden, d. h. sogar vor Genehmigung der Programme. Außerdem erfordert die Aufstockung der EU-Finanzmittel für die Beschäftigungsinitiative keine Kofinanzierung auf nationaler Ebene; lediglich der ESF-Beitrag zur Beschäftigungsinitiative für junge Menschen muss kofinanziert werden.

Mehr zum Thema:

Artikel auf der Website der GD Beschäftigung

László Andors Website

László Andor auf Twitter

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Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)


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