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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 3. Juni 2014

EU startet das weltweit umfangreichste Programm für zivile Robotik - 240 000 Arbeitsplätze sollen entstehen

Heute hat die Europäische Kommission gemeinsam mit 180 Unternehmen und Forschungseinrichtungen (unter dem Dach der euRobotics) das weltweit größte Forschungs- und Innovationsprogramm im Bereich der zivilen Robotik auf den Weg gebracht. Mit dieser – „SPARC“ genannten – industriepolitischen Initiative der EU, die sich auf Fertigung, Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Verkehr, zivile Sicherheit und Haustechnik erstreckt, soll Europas Stellung auf dem globalen Robotikmarkt (der voraussichtlich bis 2020 ein Volumen von 60 Mrd. EUR pro Jahr erreichen wird) gestärkt werden. Die Initiative dürfte über 240 000 Arbeitsplätze in Europa schaffen und den Anteil Europas am Weltmarkt auf 42 % erhöhen (ein Zuwachs von 4 Mrd. EUR pro Jahr). Die Europäische Kommission wird 700 Mio. EUR investieren, der Beitrag der euRobotics liegt bei 2,1 Mrd. EUR.

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes (@NeelieKroesEU) erklärte dazu: „Europa muss Roboter auch selbst herstellen und sie nicht nur einsetzen. Roboter leisten sehr viel mehr als lediglich Menschen zu ersetzen – sie verrichten häufig Arbeiten, die Menschen nicht tun können oder wollen. Sie erhöhen damit nicht nur unsere Lebensqualität, sondern auch unsere Sicherheit. Mit der Integration von Robotern in die europäische Industrie werden Arbeitsplätze geschaffen und in Europa gehalten.“ (Rede/14/421)

Der Präsident der euRobotics, Bernd Liepert, ergänzte: „SPARC wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Robotik-Branche sichern. Robotergestützte Automatisierungslösungen sind für die heute drängendsten gesellschaftlichen Fragen – vom demografischen Wandel bis zur Mobilität und nachhaltigen Produktion – unerlässlich.“

Mit dem Einsatz der Robotik können Unternehmen ihre Fertigung in Europa halten, die sie andernfalls in Niedrigpreisländer verlagert hätten. Das Potenzial der Robotik reicht jedoch weit über die Fabrik hinaus: sie unterstützen Krankenschwestern, inspizieren gefährliche Kraftwerke und übernehmen mühsame Arbeiten in der Landwirtschaft. Autonome Kraftfahrzeuge und Dronen sind weitere Beispiele für die Anwendung von Robotern. (siehe „Was Roboter für Sie tun können“).

Hintergrund

Der Startschuss für das Projekt wird auf der AUTOMATICA 2014 in München gegeben.

SPARC steht allen europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen offen. Die Partnerschaft, die heute in die Wege geleitet wird, stützt sich auf einen Vertrag, der mit der euRobotics aisbl am 17. Dezember 2013 unterzeichnet wurde (Pressemitteilung).

Die erste Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für SPARC fällt unter das Thema LEIT - Führende Rolle bei grundlegenden und industriellen Technologien des neuen EU-Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 (#H2020).

Die nächste Aufforderung (mit Einreichungsschluss im April 2015) wird im Oktober 2014 veröffentlicht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit @RoboticsEU – und erfahren Sie mehr über die EU-Unterstützung für die Robotik sowie über Beispiele geförderter Projekte.

MEMO/14/386

Kontakt:

E-Mail: comm-kroes@ec.europa.eu, Tel.: +32 229-57361, Twitter: @RyanHeathEU


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