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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 28. Mai 2014

EU-Fortschrittsanzeiger 2014: Ergebnisse der Digitalen Agenda

Wie neue Daten belegen, ist die Kommission auf bestem Wege, 95 der 101 Digitalziele bis 2015 zu erreichen. Das sind gute Fortschritte. Die Bürger und Unternehmen in der EU sind immer mehr online, kaufen mehr im Internet ein, fühlen sich sicherer und verfügen über bessere IKT-Kenntnisse. Oft fehlen aber noch die schnellen Breitbandverbindungen, vor allem in ländlichen Gebieten, um den Datenhunger zu stillen. Und auch die sich abzeichnende Kluft im Bereich der digitalen Kompetenzen ist noch ein großes Problem (siehe MEMO/14/383).

Neelie Kroes (@NeelieKroesEU), Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte: „Die meisten Europäer führen heute ein Leben in der digitalen Welt, und sie wollen noch mehr davon. Das Problem des Internetzugangs haben wir gelöst. Aber die digitale Kompetenzlücke besteht fort. Wenn wir nicht mehr tun, wird in Europa eine Unterschicht der digitalen Analphabeten entstehen.“

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Gute Neuigkeiten:

  1. Zunahme der regelmäßigen Internetnutzung: Der Anteil der Menschen, die das Internet mindestens einmal pro Woche nutzen, ist seit 2010 von 60 % auf 72 % gestiegen. Am meisten verbessert haben sich Griechenland, Rumänien, Irland, die Tschechische Republik und Kroatien.

An der Spitze (mit über 90 % Internetznutzern) stehen Dänemark, Schweden, die Niederlande und Luxemburg. In den USA sind 87 % der Erwachsenen Internetnutzer.

  1. Große Fortschritte bei benachteiligten Bevölkerungsgruppen: Die Internetnutzung durch Arbeitslose, Menschen mit geringer Bildung und ältere Bürger stieg in den letzten vier Jahren von 41 % auf 57 %. Hält diese Entwicklung an, wird das Ziel von 60 % sogar vor 2015 erreicht.

  2. Ein Drittel weniger Nichtnutzer: 20 % der Menschen in der EU haben noch nie das Internet genutzt (ein Drittel weniger als vor vier Jahren). Setzt sich dieser Trend fort, wird das DAE-Ziel der Senkung auf 15 % bis 2015 erreicht werden.

  3. Große Zunahme der Online-Einkäufer: 47 % der EU-Bürger kaufen nun im Internet ein, ein Zuwachs um 10 Prozentpunkte, so dass das Ziel von 50% bis 2015 wahrscheinlich erreicht wird.

  4. Zugang gesichert: 100 % der Europäer haben nun Zugang zu einem Breitbandnetz, meistens mit mehreren Wahlmöglichkeiten (Glasfaser, TV-Kabel, ADSL oder 3G/4G-Mobilfunk), zumindest aber steht allen Europäern eine erschwingliche Zugangsmöglichkeit zu einem breitbandigen Satellitendienst zur Verfügung.

  5. Schnelle Breitbandtechnik: Bei der 4G-Mobilfunk-Breitbandversorgung gibt es einen steilen Anstieg auf 59 % (gegenüber 26 % im Vorjahr). Festnetz-Internetanschlüsse mit mindestens 30 Mbit/s stehen 62 % der EU-Bevölkerung zur Verfügung (gegenüber 54 % vor einem Jahr und 29 % im Jahr 2010). In Belgien, Dänemark, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich haben schon 90 % oder mehr der Haushalte schnelle Breitbandverbindungen.

Die wichtigsten Herausforderungen sind jetzt:

  1. Kleinere Unternehmen verpassen ihre Chancen: Nur 14 % der Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten haben einen Online-Vertrieb. Nicht ein einziges Land in der EU kommt auch nur in die Nähe des angestrebten EU-Ziels von 33 % bis 2015.

  2. Gefahr für ländliche Gebiete in der EU: Nur 18 % der Haushalte in ländlichen Gebieten haben einen schnellen Breitband-Internetzugang.

  3. 2013 kaum Fortschritte bei elektronischen Behördendiensten: eGovernment-Dienste wurden nur von 42 % der Bevölkerung in Anspruch genommen. Mit diesem Tempo werden die Mitgliedstaaten das Ziel von 50 % bis 2015 nicht erreichen können.

EU-Durchschnitt

Breitbandausbau

2014

Ziel

Grundlegende Breitbandversorgung für alle

100 %

100 % (2013)

Digitaler Binnenmarkt

Online-Einkäufer

47 %

50 % (2015)

Grenzübergreifender elektronischer Handel

12 %

20 % (2015)

KMU mit Online-Vertrieb

14 %

33 % (2015)

Digitale Inklusion

Regelmäßige Internetnutzung

72 %

75 % (2015)

Regelmäßige Internetnutzung durch benachteiligte Menschen

57 %

60 % (2015)

Menschen, die das Internet noch nie genutzt haben

20 %

15 % (2015)

Öffentliche Dienste

Online-Interaktion zwischen Bürgern und Behörden

42 %

50 % (2015)

Bürger, die ausgefüllte Formulare elektronisch bei Behörden einreichen (bis 2015)

21 %

25 % (2015)

Die Kommission hat heute außerdem die 11. Ausgabe des eGovernment-Benchmark-Berichts veröffentlicht. Der Bericht verdeutlicht, dass die Bürger immer noch wesentlich zufriedener mit privaten Online-Angeboten (wie eBanking) als mit öffentlichen Online-Dienstleistungen (z. B. Beschäftigungsinformationen) sind. Es gibt zwar immer mehr elektronische Behördendienste, sie sind aber nicht immer leicht zu benutzen und bisweilen zu langsam oder nicht transparent genug. Solche Probleme verhindern eine stärkere Nutzung elektronischer Behördendienste.

Hintergrund

Die Europäische Kommission setzt sich für rechtliche Rahmenbedingungen und ein Geschäftsklima ein, die dem Wettbewerb und der Investitionstätigkeit auf den europäischen Märkten für digitale Technologien förderlich sind.

Im Jahr 2013 schlug die Kommission konkrete Maßnahmen zur Schaffung eines Telekommunikationsbinnenmarkts vor, um viele der Probleme anzugehen, die durch die heutigen Daten erneut bestätigt wurden.

Mit dem Fortschrittsanzeiger („Scoreboard“) zur Digitalen Agenda für 2014 werden die Fortschritte bei der Verwirklichung dieses Ziels auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene anhand von 13 wichtigen Leistungsindikatoren bewertet. Der Bericht basiert auf Daten des Jahres 2013.

Die Kommission hat im Rahmen der Digitalen Agenda für Europa bislang 72 der 101 Aktionen abgeschlossen. 23 weitere Aktionen verlaufen planmäßig und dürften fristgemäß abgeschlossen werden. Bei 6 Aktionen sind dagegen Verzögerungen eingetreten oder zu erwarten.

Nützliche Links

Digital Agenda Scoreboard (Fortschrittsanzeiger zur Digitalen Agenda)

Scoreboard-Länderprofile: Daten zu jedem EU-Land zu Breitbandversorgung, Internetnutzung, eGovernment, Telekommunikationsregulierung und Forschungstrends

MEMO/14/383: Schafft oder vernichtet die Digitaltechnik Arbeitsplätze? Haben die Europäer die nötigen digitalen Qualifikationen, um einen Arbeitsplatz zu finden und zu behalten?

Scoreboard infographic

Digitale Agenda

Neelie Kroes

Neelie Kroes auf Twitter

Hashtags: #DAEscoreboard #connectedcontinent

Kontakt:

E-Mail: comm-kroes@ec.europa.eu, Tel.: +32 229-57361, Twitter: @RyanHeathEU


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