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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel den 21. Mai 2014

Die Voraussetzungen für eine sichere europäische Energieversorgung schaffen

Vollendung des Energiebinnenmarkts, Energieeinsparungen, Steigerung der EU-internen Energieproduktion, Diversifizierung der Energieimportquellen, -routen und -handelspartner: Diese Möglichkeiten gibt es, um die Abhängigkeit der EU im Energiebereich zu verringern. Auf der von der Europäischen Kommission veranstalteten hochrangigen Konferenz „Paving the way for a European Energy Security Strategy“ (Schaffung der Voraussetzungen für eine europäische Energiesicherheitsstrategie“) befassen sich führende Energiepolitiker heute in Brüssel mit dieser entscheidenden Frage. Präsident José Manuel Barroso wird die Grundzüge einer „Strategie für eine sichere europäische Energieversorgung“ darlegen, die die Europäische Kommission im Vorfeld der Tagung des Europäischen Rates am 26. und 27. Juni vorzustellen beabsichtigt. EU-Kommissar Günther Oettinger wird den Schwerpunkt darauf legen, wie die Versorgungssicherheit Europas gestärkt werden kann, und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk wird seinen Vorschlag für eine Energieunion für Europa vorstellen.

Vertreter aus den Mitgliedstaaten und Drittländern, von Energieunternehmen, Regulierungsbehörden, Unternehmens- und Verbraucherverbänden sowie von Denkfabriken treffen sich heute in Brüssel, um Möglichkeiten zur Verringerung der Abhängigkeit der Europäischen Union im Energiebereich zu erörtern. Gegenstand der Gespräche am Morgen werden die Themen Energienachfrage und -produktion, Energieeffizienz, Integration des Energiebinnenmarkts, Diversifizierung der Energiequellen und Versorgungswege sowie die Rolle der externen Energiepolitik der EU sein. Am Nachmittag werden der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, das für Energie zuständige Kommissionsmitglied, Günther H. Oettinger, und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erörtern, wie die Versorgungssicherheit Europas gestärkt werden kann.

Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, erklärte: „Die Krise in der Ukraine bestätigt erneut, dass es in unserem eigenen Interesse liegt, uns für einen Weg hin zu einer CO2-armen, wettbewerbsfähigen und energieversorgungssicheren Europäischen Union zu entscheiden. Die Verbesserung unserer Energieversorgungssicherheit war seit Jahren ein übergreifendes Ziel der europäischen Energie- und Klimapolitik. Jetzt ist es an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen. Dies ist für unseren Wohlstand, unsere Stärke und unsere Glaubwürdigkeit von zentraler Bedeutung. Wir müssen deshalb beweisen, dass die europäische Zusammenarbeit und Integration der richtige, ja sogar der einzige Weg zur Bewältigung derartiger Herausforderungen sind... Die Kommission wird auf der Tagung des Europäischen Rates im Juni sehr klare Vorschläge vorlegen. Es ist dann Sache der Mitgliedstaaten, diese Vorschläge aufzugreifen.“

EU-Energiekommissar Oettinger fügte hinzu: „Die Kommission arbeitet intensiv an einer neuen Strategie für eine sichere europäische Energieversorgung. Da es kein Patentrezept für eine sicherere Energieversorgung gibt, müssen wir die Angelegenheit von verschiedenen Seiten her angehen. Wir müssen unsere insbesondere im Gasbereich unsere Bezugsländer diversifizieren. Die Entwicklung des Südlichen Korridors, der ab Ende 2019 Gaslieferungen aus Aserbaidschan ermöglichen soll, ist in dieser Hinsicht entscheidend. Darüber hinaus müssen wir unsere Anstrengungen auf dem Gebiet der Energieeffizienz intensivieren. Für die Verbesserung der Energieversorgungssicherheit sind natürlich die Vollendung des Energiebinnenmarkts und der Ausbau der Gas- und Strominfrastruktur in der EU zentrale Elemente. Zu der ersten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“, die bei der Finanzierung wichtiger Projekte hilft, können jetzt Vorschläge eingereicht werden. In der ersten Runde werden 750 Mio. EUR (von insgesamt 5,85 Mrd. EUR bis 2020) zur Verfügung gestellt.“

Hintergrund

Nach der Tagung des Europäischen Rates im März hat die Europäische Kommission mit einer ausführlichen Untersuchung der EU-Energieversorgungssicherheit begonnen. Sie wird noch vor der Tagung des Europäischen Rates am 26. und 27. Juni eine Strategie zur Verringerung der Abhängigkeit Europas im Energiebereich vorlegen. Diese wird auch ein Konzept dafür umfassen, wie die derzeitige internationale Situation als Chance dafür genutzt werden kann, die Energieversorgungssicherheit zu überdenken.

Derzeit importiert die EU 53 % der von ihr verbrauchten Energie. Die Energieimportabhängigkeit betrifft Rohöl (fast 90 %), Erdgas (66 %) und in geringerem Maße feste Brennstoffe (42 %) sowie nukleare Brennstoffe (40 %). Der Wert der Importe beträgt pro Tag mehr als 1 Mrd. EUR. Im Jahr 2013 entfielen 42 % der EU-Erdgasimporte und 33 % der Erdöleinfuhren auf Lieferungen aus Russland.

Der Anteil erneuerbarer Energien steigt ständig; im Jahr 2012 machte er 14,1 % des Endenergieverbrauchs aus. Derzeit werden mehr als 50 % des Stroms CO2-frei erzeugt (diese Angabe schließt sowohl erneuerbare Energien als auch die Kernenergie ein). Mit Blick auf die Zukunft würde das Erreichen des Energieeffizienzziels von 20 % bis 2020 Energieeinsparungen in Höhe von 371 Mio. t RÖE bedeuten.

Weitere Informationen

EbS-Direktübertragung: http://ec.europa.eu/avservices/ebs/schedule.cfm?page=1&date=05/21/2014&institution=0#s263141

Veranstaltungswebsite: http://ec.europa.eu/energy/events/20140521_essc_en.htm

Programm: http://ec.europa.eu/energy/events/doc/20140521_essc_programme.pdf

Schlussfolgerungen des Europäischen Rates (in englischer Sprache): http://ec.europa.eu/energy/council/2014_en.htm

Kontakt:

Sabine Berger (+32 2 29 92792)

Nicole Bockstaller (+32 2 295 25 89)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct unter der Rufnummer 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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