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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 21. Mai 2014

Klimaschutz: Kommission beschließt Strategie zur Verringerung der CO2-Emissionen von Lastkraftwagen und Bussen

Dank der neuen Strategie, die die Europäische Kommission heute angenommen hat, werden Lastkraftwagen und Busse künftig weniger Kraftstoff verbrauchen und weniger Kohlendioxid (CO2) ausstoßen. Solche schweren Nutzfahrzeuge sind für rund ein Viertel aller CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr in der EU verantwortlich. Ohne entsprechende Maßnahmen dürften die Emissionen dieser Fahrzeuge im Zeitraum 2030-2050 gegenüber den derzeitigen unhaltbaren Mengen kaum zurückgehen.

Hierzu erklärte Connie Hedegaard, EU-Kommissarin für Klimapolitik: „Heute unternehmen wir die nächsten Schritte zur Eindämmung der Emissionen aus dem Straßenverkehr. Zunächst haben wir Regelungen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erlassen und können jetzt die Ergebnisse feststellen: Die Emissionen sind zurückgegangen, die Luftverschmutzung in den Städten hat abgenommen, und den Verbrauchern werden jetzt kraftstoffeffiziente Fahrzeuge angeboten. Deshalb wenden wir uns jetzt Lkw und Bussen zu. Mit dieser Strategie werden neue Maßnahmen festgelegt, die mit der Zeit die CO2-Emissionen dieser Kraftfahrzeuge senken, zu Einsparungen für die Fahrzeughalter führen und die Abhängigkeit der EU von Öleinfuhren verringern werden." 

Zeitnahe Maßnahmen im Mittelpunkt

Mit den jüngsten EU-Vorschriften können die CO2-Emissionen von neuen leichten Nutzfahrzeugen und Pkw erfolgreich reduziert werden; die heute vorgestellte Strategie1 hat erstmals die Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen zum Gegenstand.

Im Mittelpunkt dieser Strategie stehen zeitnahe Maßnahmen zur Zertifizierung, Mitteilung und Überwachung der Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge. Dies ist ein wichtiger erster Schritt zur Eindämmung der Emissionen, weil Vergleiche zwischen diesen Fahrzeugen, die individuell auf die Nachfrage abgestimmt und in wesentlich geringeren Mengen als Pkw und leichte Nutzfahrzeuge hergestellt werden, bislang wegen der großen Vielfalt der Modelle und Größen nur schwer möglich waren.

Die Kommission hat ein computergestütztes Simulationsprogramm (VECTO) entwickelt, um die CO2–Emissionen von Neufahrzeugen zu messen. Mithilfe dieses Instruments möchte die Kommission nächstes Jahr Legislativvorschläge vorlegen, die die Zertifizierung, Mitteilung und Überwachung der CO2-Emissionen neuer schwerer Nutzfahrzeuge vorschreiben. Dies wird dazu beitragen, dass der Markt transparenter und wettbewerbsfähiger wird und sich die energieeffizientesten Technologien durchsetzen.

Mittelfristig weitere Maßnahmen möglich

Nach Inkrafttreten dieser Rechtsvorschriften wird die Kommission gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Eindämmung der CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen prüfen. Am naheliegendsten wäre es, wie bereits bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen verbindliche Obergrenzen für die durchschnittlichen CO2-Emissionen neu zugelassener schwerer Nutzfahrzeuge festzusetzen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Entwicklung einer neuen Infrastruktur zur Förderung der Nutzung alternativer Kraftstoffe für schwere Nutzfahrzeuge, intelligentere Gebührenerhebung für die Infrastrukturnutzung, eine effektive und schlüssige Kfz-Besteuerung durch die Mitgliedstaaten oder andere marktgestützte Mechanismen. Zur Feststellung der kosteneffektivsten Option(en) wird eine Folgenabschätzung vorgenommen.

Laut Studien, die während der Erarbeitung der Strategie durchgeführt wurden, lassen sich durch den Einsatz modernster Technologien bei neuen schweren Nutzfahrzeugen kosteneffektive CO2-Reduktionen von mindestens 30 % erreichen.

Hintergrund

Auf schwere Nutzfahrzeuge entfallen etwa ein Viertel aller Emissionen des Straßenverkehrs und 5 % aller Treibhausgasemissionen der EU.

Aus der Folgenabschätzung, die der Strategie für schwere Nutzfahrzeuge zugrunde liegt, geht hervor, dass die CO2-Emissionen dieser Fahrzeuge zwischen 1990 und 2010 um etwa 36 % gestiegen sind.

Ohne Änderung der jetzigen Maßnahmen würden die Gesamtemissionen schwerer Nutzfahrzeuge in der EU auf dem jetzigen Niveau, also bei 35 % über den Werten von 1990, verharren. Dies ist eindeutig unvereinbar mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um etwa 60 % der Werte von 1990 zu senken, wie es im 2011 erschienenen Weißbuch der Kommission zum Verkehr und im „Fahrplan für den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaft bis 2050“ formuliert wurde.

Weitere Schritte

Die Strategie wird dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt, die aufgefordert werden, ihre Zustimmung zu geben und zur Durchführung der beschriebenen Maßnahmen beizutragen.

Weitere Informationen:

Website der GD Klimapolitik zu schweren Nutzfahrzeugen (nur in englischer Sprache)

MEMO/14/366

Kontakt:

Isaac Valero Ladron (+32 229-64971)

Mirna Bratoz (+32 229-87278)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct, per Telefon: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail

1 :

Mitteilung: Strategie zur Minderung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge)


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