Navigation path

Left navigation

Additional tools

EU-Fischzucht – EU-Kommissarin Damanaki unterstützt europäische Fischzüchter auf der Seafood Global Expo 2014

European Commission - IP/14/522   07/05/2014

Other available languages: EN FR DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO HR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 7. Mai 2014

EU-Fischzucht – EU-Kommissarin Damanaki unterstützt europäische Fischzüchter auf der Seafood Global Expo 2014

Die Fischzucht ist eine gesunde Wirtschaftstätigkeit, die dazu beitragen kann, Überfischung zu bekämpfen und wild lebende Fischbestände zu schützen. Dies ist die Botschaft, die Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei heute auf einer Sonderveranstaltung der in Brüssel stattfindenden Seafood Global Expo, der internationalen Messe für Fisch und Meeresfrüchte, überbracht hat.

Auf dieser Veranstaltung, die Teil der Kampagne zur Förderung nachhaltiger Meereserzeugnisse ist, wird Kommissarin Damanaki die Besonderheiten der europäischen Fischzucht bzw. Aquakultur hervorheben: „Mit dem Bevölkerungswachstum wächst auch die Nachfrage nach Fisch. Ohne Fischzucht wäre einfach nicht genug Fisch vorhanden, und die langfristige Überlebensfähigkeit unserer wild lebenden Fischbestände wäre gefährdet. Frischer Fisch aus EU-Fischzucht – ortsnah erzeugt und gesund – genügt hohen Verbraucherschutzstandards und schmeckt hervorragend."

Die EU hat sich im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik verpflichtet, den Aquakultursektor weiter zu fördern. Es wurden neue Leitlinien erarbeitet, in denen die gemeinsamen Schwerpunkte und die allgemeinen Ziele des europäischen Fischzuchtsektors festgelegt sind; hierzu zählen verbesserter Zugang zu Raum und Wasser, Erhaltung hoher Gesundheits- und Umweltschutzstandards, Abbau des Verwaltungsaufwands und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Die hierfür notwendigen Finanzmittel werden über den neuen Meeres- und Fischereifonds bereitgestellt; die Forschung zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung der europäischen Aquakultur wird ebenfalls unterstützt.

Frau Damanaki wird auf der Veranstaltung von den beiden Spitzenköchen Gianfranco Vissani (Italien) und Kevin MacGillivray (Vereinigtes Königreich) begleitet. Die EU wird außerdem in diesem Jahr in zehn Ländern ein Schulprojekt durchführen, um auf die Vorteile von Fisch aus Aquakulturbetrieben hinzuweisen.

Hintergrund

Unter Fischzucht, auch Aquakultur genannt, versteht man die Aufzucht von Süß- und Meerwassertieren und Pflanzen. Fischzuchtbetriebe finden sich überall in Europa. Erzeugt werden viele Arten von Fisch, Schalen- und Krebstieren sowie Algen. Dabei kommen unterschiedliche Aufzuchtverfahren zur Anwendung: Neben traditionellen Verfahren wie der Verwendung von Seilen, Netzen oder Aufzuchtbehältern kommen auch technisch anspruchsvolle Anlagen wie Wasserkreislaufsysteme zum Einsatz.

Schalentiere machen etwa die Hälfte der EU-Erzeugung aus, am beliebtesten sind dabei Muscheln und Austern; zu den anderen Aquakulturerzeugnisse zählen Meeresfische wie Lachs, Meerbrasse oder Süßwasserfische wie Forelle und Karpfen. Durch die strengen EU-Hygiene- und Verbraucherschutzvorschriften, die für wild lebenden Fisch ebenso gelten wie für Zuchtfisch, ist sichergestellt, dass nur sichere und gesunde Erzeugnisse auf unseren Tisch gelangen.

68 % aller in der EU konsumierten Fische und Meeresfrüchte werden importiert; nur 10 % unseres Verbrauchs stammt aus hiesigen Fischzuchtbetrieben. Durch Fisch aus Betrieben vor Ort verringern wir unsere Abhängigkeit von Einfuhren und erhalten Zugang zu besonders frischen Erzeugnissen. Derzeit sind bereits mehr als 80 000 Personen direkt in der europäischen Aquakultur beschäftigt; diese Zahl dürfte mit dem wachsenden Anteil der Erzeugung aus EU-Fischzuchtbetrieben weiter steigen.

Seafood Global Expo, die Brüsseler Messe für Fisch und Meeresfrüchte, die vom 6.-8. Mai 2014 im Messezentrum Heysel stattfindet, ist mit 1600 Ausstellern aus über 70 Ländern die weltweit größte Veranstaltung dieser Art. Die Europäische Kommission ist mit einem eigenen Stand (Halle 7, Stand Nr. 1411) vertreten. Dort können interessierte Bürger und Pressevertreter mit Fachleuten über eine Vielzahl von Themen aus den Bereichen Fischerei und maritime Angelegenheiten diskutieren.

Weitere Informationen

Werbekampagne „Unzertrennlich – aus Fischzuchtbetrieben in der EU:

http://ec.europa.eu/fisheries/inseparable/de/farmed-eu

MEMO/14/335

Kontakt:

Helene Banner (+32 229-52407)
Lone Mikkelsen (+32 229-60567)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct, per Telefon: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website