Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR EL

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 25. April 2014

Startschuss für Erasmus+ in London

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, und Matthew Hancock, Staatssekretär des Vereinigten Königreichs für berufliche Qualifizierung und Unternehmertum, geben am Montag, den 28. April in London den Startschuss für Erasmus+. Das neue Förderprogramm der EU für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport ist für die nächsten sieben Jahre mit Mitteln in Höhe von insgesamt 14,7 Mrd. EUR ausgestattet – das sind 40 % mehr als bei den vorherigen Programmen. Über das Programm werden mehr als 4 Millionen Menschen finanziell unterstützt, die im Ausland studieren, eine Aus- oder Weiterbildung absolvieren, Berufserfahrung sammeln oder Freiwilligenarbeit leisten und so neue Kompetenzen erwerben und ihre Beschäftigungsaussichten verbessern. Bis 2020 wird im Vereinigten Königreich voraussichtlich eine Viertelmillion Studierende, Auszubildende, Lehrkräfte und Jugendbetreuer Fördermittel aus Erasmus+ erhalten. Die Auftaktveranstaltung findet in der Zentrale des British Council statt, der im Vereinigten Königreich zusammen mit dem Bildungsspezialisten Ecorys (Birmingham) die Programmverwaltung übernimmt.

„In die allgemeine und berufliche Bildung zu investieren, ist das Beste, was wir für die Zukunft Europas und für unsere jungen Menschen tun können. Menschen, die mit Erasmus+ Auslandserfahrungen sammeln, erwerben neue Kompetenzen und steigern ihre Beschäftigungsfähigkeit. Das Programm fördert außerdem Maßnahmen, um die allgemeine und berufliche Bildung auf allen Ebenen zu verbessern, so dass sich Europa an der Weltspitze halten und mehr Wachstum und Arbeitsplätze schaffen kann. Erasmus+ ist ein hervorragendes Beispiel für die großen Vorteile, die die EU-Mitgliedschaft dem Vereinigten Königreich bringt, insbesondere für junge Menschen, die zusätzliche Kompetenzen erwerben müssen, die ihnen auf dem Arbeitsmarkt den entscheidenden Vorsprung verschaffen“, erklärte EU-Kommissarin Vassiliou.

Erasmus+ ersetzt die erfolgreichen Vorgängerprogramme Erasmus und Leonardo da Vinci und baut auf ihnen auf, ist aber breiter angelegt. Mit dem Programm wird nicht nur der Studierendenaustausch weiter ausgebaut, sondern es bietet auch Lernenden in der Berufsbildung erweiterte Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte.

Wer profitiert von Erasmus+ in Europa?

2 Millionen Studierende werden Stipendien für ein Studium oder eine Fortbildung im Ausland erhalten; unter anderem können 450 000 Praktika finanziell gefördert werden;

650 000 Berufsschülerinnen und -schüler sowie Auszubildende werden ebenfalls im Ausland lernen, sich fortbilden oder arbeiten können;

800 000 Schul- und Hochschullehrkräfte, Ausbilderinnen und Ausbilder, Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer können mit finanzieller Förderung im Ausland unterrichten oder sich fortbilden;

200 000 Studierende, die einen kompletten Masterstudiengang in einem anderen Land absolvieren möchten, profitieren von einem Garantieinstrument für Studiendarlehen;

mehr als 25 000 Studierende erhalten Stipendien für gemeinsame Masterabschlüsse (das bedeutet, dass sie an mindestens zwei Hochschulen im Ausland studieren);

mehr als 500 000 junge Menschen können im Ausland Freiwilligendienst leisten oder an einem Jugendaustausch teilnehmen;

125 000 Schulen, Berufsbildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen, Jugendorganisationen und Unternehmen erhalten Zuschüsse für die Einrichtung von 25 000 strategischen Partnerschaften zur Förderung des Erfahrungsaustausches und zur Vernetzung mit der Arbeitswelt;

3 500 Bildungseinrichtungen und Unternehmen erhalten Unterstützung beim Aufbau von mehr als 300 Wissensallianzen und Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten zur Förderung von Beschäftigungsfähigkeit, Innovation und Unternehmertum;

außerdem werden 600 länderübergreifende Partnerschaften im Sportbereich unterstützt, beispielsweise bei gemeinnützigen europäischen Veranstaltungen.

Wer profitiert im Vereinigten Königreich von Erasmus+?

Zwischen 2007 und 2013 haben fast 162 000 britische Studierende, junge Menschen und Personal aus den Bereichen allgemeine Bildung, Berufsbildung und Jugend Mittel aus den Vorläuferprogrammen (Programm für lebenslanges Lernen und Jugend in Aktion) erhalten. Im Rahmen des neuen Programms Erasmus+ wird diese Zahl auf 250 000 Personen ansteigen.

2014 fließen fast 120 Mio. EUR (fast 100 Mio. GBP) an Erasmus+-Fördermitteln ins Vereinigte Königreich; das sind 3,5 % mehr als 2013 aus den Programmen für lebenslanges Lernen und Jugend in Aktion.

Die Fördersumme für das Vereinigte Königreich wird sich voraussichtlich bis 2020 Jahr für Jahr erhöhen. Zusätzlich können Einzelpersonen und Organisationen aus dem Vereinigten Königreich auch Mittel aus dem Jean-Monnet-Stipendienprogramm für Hochschulstudien über die europäische Integration sowie für länderübergreifende Sportprojekte erhalten.

Hintergrund

Erasmus+ startet zu einem Zeitpunkt, zu dem europaweit 26 Millionen Menschen arbeitslos sind, darunter fast 6 Millionen junge Menschen. Im Vereinigten Königreich stieg die Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2013 auf über 20 %. Gleichzeitig gibt es europaweit mehr als 2 Millionen offene Stellen, und ein Drittel der Arbeitgeber hat Schwierigkeiten, Personal mit den benötigten Kompetenzen zu gewinnen. Erasmus+ wird helfen, diese Qualifikationslücke zu schließen, indem es Menschen die Möglichkeit gibt, im Ausland zu studieren, eine Aus- oder Fortbildung zu absolvieren oder Berufserfahrung zu sammeln.

Personen, die die Chance erhalten, im Ausland zu studieren oder eine Aus- bzw. Weiterbildung zu absolvieren, sind auch später eher gewillt oder in der Lage im Ausland zu arbeiten und haben dadurch langfristig gesehen bessere Beschäftigungsperspektiven.

Doch mit Erasmus+ wird nicht nur die Mobilität von Einzelpersonen gefördert. Durch die Unterstützung der beruflichen Fortbildung von Lehrkräften und Jugendbetreuern sowie durch stärkere Partnerschaften zwischen dem Bildungssektor und der Arbeitswelt wird das Programm auch Qualität und Relevanz der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Jugendarbeit in Europa verbessern.

Im Etat von 14,7 Mrd. EUR ist die geschätzte Inflation berücksichtigt. Weitere Mittel werden voraussichtlich für Austauschmaßnahmen im Hochschulbereich und administrative Unterstützung unter Einbindung von Nicht-EU-Ländern bereitgestellt; die endgültige Entscheidung über die Höhe dieser zusätzlichen Mittel wird im Laufe des Jahres 2014 getroffen.

Mit Erasmus+ werden zum ersten Mal auch Fördermittel für den Bereich des Sports bereitgestellt. Während der siebenjährigen Laufzeit werden rund 265 Mio. EUR für den Kampf gegen grenzüberschreitende Probleme wie Spielabsprachen und Doping zur Verfügung stehen. Unterstützt werden ferner transnationale Projekte unter Beteiligung von Breitensportverbänden, bei denen beispielsweise Good Governance, Gleichstellung der Geschlechter, soziale Inklusion, duale Laufbahnen und die körperliche Betätigung für alle Altersgruppen gefördert werden.

Weitere Informationen

Erasmus+

Häufig gestellte Fragen zu Erasmus+ (MEMO/13/1008 vom 19.11.2013)

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Europäische Kommission: Jugend

Website von Androulla Vassiliou

Twitter: Androulla Vassiliou @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258)

Dina Avraam (+32 229-59667)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website