Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 28. April 2014

Arbeitsbedingungen: EU-Kommissar Andor und ILO-Generaldirektor vereinbaren verstärkte Zusammenarbeit bei Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

László Andor, für Beschäftigung, Soziales und Integration zuständiger EU-Kommissar, und Guy Ryder, ILO-Generaldirektor, haben sich auf eine verstärkte Zusammenarbeit bei Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geeinigt, um mehr Synergie und Kohärenz beim globalen Umgang mit diesem Thema zu schaffen und um diese zentrale Herausforderung weltweit besser zu bewältigen. Die Vereinbarung fällt zusammen mit der Konferenz über Arbeitsbedingungen, die die Europäische Kommission heute – am „Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz“ – in Brüssel organisiert. Weltweit stirbt alle 15 Sekunden ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfall oder Berufskrankheit, in derselben Zeit ereignen sich 160 Arbeitsunfälle.

Die Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in allen Ländern ist eine Priorität sowohl für die ILO als auch für uns. Wir haben bereits erfolgreiche gemeinsame Aktionen vorzuweisen, etwa den Nachhaltigkeitspakt für Bangladesch. Indem wir unsere Kooperation verstärken, werden wir weltweit effektiver für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz arbeiten“, kommentierte Kommissar Andor.

Der Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz unterstreicht das Recht aller Arbeitnehmer auf ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld. Aber wir müssen – und können – noch viel tun, um die Zahl arbeitsbedingter Todesfälle, Verletzungen und Krankheiten zu verringern. Heute fordern wir alle, die – auf globaler, regionaler oder nationaler Ebene oder am Arbeitsplatz selbst – bei der Sicherheit der Arbeitnehmer eine Rolle spielen, auf, im Bewusstsein echter Dringlichkeit zusammenzuarbeiten und konkret tätig zu werden. ILO und EU sind bei Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz starke Partner, und wir werden unsere Zusammenarbeit auf diesem Gebiet verstärken“, fügte ILO-Generaldirektor Guy Ryder hinzu.

Andor und Ryder haben vereinbart, ihre Zusammenarbeit zu verbessern, da die Europäische Kommission und die Internationale Arbeitsorganisation

ein gemeinsames Interesse haben, ihre Tätigkeit gegenseitig zu unterstützen, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit bei der Förderung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in den Schwellenländern, die Umsetzung der Agenda für menschenwürdige Arbeit und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den globalen Lieferketten;

gleichermaßen eine präventive Politik in Bezug auf Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Erkrankungen verfolgen, insbesondere durch Bekämpfung neuer und aufkommender Risiken in Bezug auf die körperliche und geistige Gesundheit, die mit neuen Technologien und neuen Formen der Arbeitsorganisation einhergehen. In diesem Rahmen sind sie sich bezüglich der Notwendigkeit einig, Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit bei der Vorbeugung und bei der Datenerhebung über berufliche und arbeitsbedingte Erkrankungen auszuloten;

die entscheidende Rolle der Arbeitsaufsicht bei der Prävention, Beratung und Durchsetzung auf Unternehmensebene und die komplementäre Rolle privater Konformitätsinitiativen für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen anerkennen. Beide unterstreichen die Notwendigkeit einer Stärkung der Kapazitäten der Arbeitsaufsicht und der Durchsetzungsbehörden und die Rolle technischer Hilfe und einer Unterstützung beim Kapazitätsaufbau im Hinblick auf dieses Ziel;

ein gemeinsames Verständnis der Notwendigkeit, die paritätische Kultur zu Fragen von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz auf allen Ebenen zu stärken, und der Bedeutung einer Förderung der aktiven Beteiligung von Regierungen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen an der Entwicklung von Strategien und Programmen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz haben.

Die Teilnehmer des Treffens, hochrangige Vertreter der Kommission und der ILO, werden aufgefordert werden, dieser Vereinbarung zwischen Kommissar Andor und Generaldirektor Ryder weitere Maßnahmen folgen zu lassen.

Hintergrund

Nach einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage zu den Arbeitsbedingungen in den 28 Mitgliedstaaten (IP/14/467) ist eine knappe Mehrheit der Europäer (57 %) der Ansicht, die Arbeitsbedingungen in ihrem Land hätten sich in den letzten fünf Jahren verschlechtert, während gleichzeitig mehr als drei Viertel (77 %) mit ihren eigenen Arbeitsbedingungen zufrieden sind. Auch variiert der Grad der Zufriedenheit zwischen den Mitgliedstaaten erheblich.

Die EU setzt auf ein umfassendes Paket von Strategien und Rechtsvorschriften zur Förderung besserer Arbeitsbedingungen in der EU, einschließlich Mindeststandards für Arbeitsrecht und Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Im letzten Jahr hat die Europäische Kommission auch Qualitätsrahmen zu Umstrukturierungen (IP/13/1246) und Praktika (IP/13/1200) vorgeschlagen. Den Qualitätsrahmen für Praktika nahm der EU-Ministerrat im März 2014 an (IP/14/236).

Am 7. April 2014 startete die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – den Stress managen“, mit der das Bewusstsein für die psychischen, physischen und sozialen Risiken von Stress bei der Arbeit geschärft werden soll (siehe IP/14/386).

Weitere Informationen

ILO – Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz

Eurobarometer „Arbeitsbedingungen in der EU“

Konferenz über Arbeitsbedingungen, Brüssel, 28. April 2014

Nachhaltigkeitspakt für Bangladesch

Rechte am Arbeitsplatz

Umstrukturierung

László Andors Website

László Andor auf Twitter

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Integration.

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)

Öffentlicher Informationsdienst Europe Direct: Anfragen per Telefon unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website