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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 21. Januar 2014

EU bekräftigt Unterstützung für Entwicklung, Integration und Förderung von Frieden und Stabilität in Zentralafrika

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs wird heute die Gewährung von Zuschüssen in Höhe von knapp 3 Mrd. EUR an Länder und Organisationen in der Region Zentralafrika1 in den Jahren 2014 bis 2020 ankündigen. Diese Ankündigung erfolgt im Laufe einer zweitägigen Veranstaltung zur Erörterung von Themen der Entwicklungszusammenarbeit, an der Minister und andere hochrangige Vertreter der betreffenden Länder sowie Vertreter regionaler Organisationen teilnehmen.

Die neuen Mittel, die von den Mitgliedstaaten noch gebilligt werden müssen, sollen den 162 Millionen Einwohnern einer Region zugutekommen, die unter den Folgen mehrerer bewaffneter Konflikte sowie unter Armut und Mangelernährung leidet. Die künftigen Programme sollen Investitionen unterstützen, die Wachstum erzeugen, den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen (z. B. Gesundheit, Energie) verbessern, die Ernährungsunsicherheit verringern und Frieden und Stabilität fördern.

EU-Kommissar Piebalgs erklärte hierzu: „Die Region steht vor vielen Herausforderungen: Armut und Unterernährung, mangelnder Zugang zu Energie, eine unzureichende Infrastruktur und schwache öffentliche Institutionen. Diese Faktoren hemmen die Entwicklung der Länder und beeinträchtigen das Wohlergehen der dortigen Bevölkerung. Die EU ist fest entschlossen, mit den Partnerländern bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zusammenzuarbeiten“.

Er fügte hinzu: „Dabei ist es wichtig, dass die zentralafrikanischen Länder ihr Entwicklungspotenzial voll ausschöpfen, ohne jedoch ihre natürliche Umwelt, die sich durch bedeutende natürliche Ressourcen und eine bemerkenswerte biologische Vielfalt auszeichnet, zu gefährden“.

Diese Mittel sollen zur Erreichung prioritärer Ziele eingesetzt werden, über die sowohl mit den Teilnehmern am Programmierungsseminar in Brüssel, das am 23. Januar zu Ende geht, als auch mit Vertretern der beiden regionalen Organisationen CEEAC (Wirtschaftsgemeinschaft der zentralafrikanischen Staaten) und CEMAC (Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft) diskutiert wird.

Für die künftige Zusammenarbeit kommen innovative Formen der Durchführung in Betracht, die bereits in der „Agenda für den Wandel“, dem EU-Grundsatzdokument über Mittel und Wege zur Erhöhung der Wirksamkeit und Ergebnisorientiertheit der Entwicklungshilfe, dargelegt. Hierzu gehört insbesondere die Mischfinanzierung, d. h. die Kombination von EU-Zuschüssen mit Darlehen aus anderen Finanzierungsquellen).

Hintergrund

Die Region Zentralafrika1 umfasst zehn Länder (Gabun, Kamerun, Äquatorialguinea, Sao Tomé und Príncipe, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Ruanda und Burundi). Sie hat insgesamt 162 Million Einwohner, wovon die Hälfte in der Demokratischen Republik Kongo lebt, die auch den Großteil der Gesamtfläche der Region einnimmt.

Einige Ergebnisse der EU-Hilfe und -programme in Zentralafrika

In der Demokratischen Republik Kongo wurde vor kurzem ein von der EU finanziertes Programm eingeleitet, das zur Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele in diesem Land beitragen soll. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Reduzierung der Mutter-zu-Kind-Übertragung von HIV/AIDS, der Prävention von geschlechterbezogener Gewalt, der Senkung der Kindersterblichkeit und der Verbesserung der Gesundheit der Mütter. Durch dieses Programm sollen knapp eine Million Frauen und Kinder unter fünf Jahren in Nord-Kivu, Ostprovinz, West-Kasaï und Ost-Kasaï in den Genuss einer preiswerteren und qualitativ hochwertigeren Gesundheitsversorgung kommen. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden durch Programmmittel 70 % der Gesundheitskosten der am Programm teilnehmenden Frauen und Kinder abdeckt werden. Bei den ärmsten unter ihnen steigt dieser Satz sogar auf 100 %.

Darüber hinaus werden 250 Gesundheitszentren zusätzliche lebenswichtige Arzneimittel und auch bessere Geräte und Ausrüstungen für die Behandlung von Patienten erhalten. Auch Lebensmittelzusätze (z. B. High-Energy- und Eiweißprodukte) zur Behandlung von Unterernährung, bestimmte Dienstleistungen für Opfer sexueller Gewalt, Empfängnisverhütungsmittel und Arzneimittel zur Verhinderung der Mutter-zu-Kind-Übertragung von HIV/AIDS werden in diesen Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Vorgesehen ist zudem die Bereitstellung neuer Lagereinrichtungen für Impfstoffe.

Der Wiederaufbau der Infrastruktur und die Erhöhung der Sicherheit im Nationalpark Virunga haben - zusammen mit einem Ausbildungsprogramm für Aufseher und Manager - die Wiederaufnahme des Tourismus im östlichen Teil der Demokratischen Republik Kongo ermöglicht. Der Tourismus im Nationalpark Virunga hat bereits Einnahmen von mehr als 1 Mio. USD gebracht, Arbeitsplätze geschaffen und die wirtschaftliche Tätigkeit vor Ort angekurbelt. Von den Parkeinnahmen fließen 30 % in Entwicklungsprogramme zugunsten der angrenzenden Gemeinden.

In der Republik Kongo („Kongo Brazzaville“) trägt ein EU-Projekt trägt zur Verbesserung der Arbeitsmethoden im Hafen von Brazzaville und damit zur Erhöhung der Umschlagkapazitäten bei. Dies ist wichtig für die Ankurbelung der regionalen Handelsströme und die Förderung wichtiger Wirtschaftszweige des Landes (z. B. Forstwirtschaft, Fischerei).

In Kamerun hat die EU den Bau oder Instandsetzung von 200 Kilometern Straße finanziert. Damit wurden wichtige Verkehrsverbindungen zwischen Douala und Tschad bzw. der Zentralafrikanischen Republik geschaffen. Dies dürfte sich positiv auf die wirtschaftliche Integration dieser beiden Länder ohne Zugang zum Meer auswirken.

In Burundi haben EU-finanzierte Projekte durch die Bereitstellung von 600 000 Obstbäumen und 3 500 Rindern eine wesentliche Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität (Rindfleisch, Obst, Palmöl) in verschiedenen Regionen des Landes ermöglicht. Darüber hinaus wurde durch die Neubepflanzung von 6 000 Hektar Land die Bodenerosion bekämpft.

Weitere Informationen

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung, Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct - Tel. 00 800 6 7 8 9 10 11, E-Mail


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