Navigation path

Left navigation

Additional tools

Europäisches Parlament bestätigt Meilenstein für die Verbreitung umweltfreundlicher Kraftstoffe im Verkehrssektor

European Commission - IP/14/440   15/04/2014

Other available languages: EN FR ET

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 15. April 2014

Europäisches Parlament bestätigt Meilenstein für die Verbreitung umweltfreundlicher Kraftstoffe im Verkehrssektor

Das Europäische Parlament hat heute neuen EU-Vorschriften zugestimmt, die den Aufbau alternativer Tankstellen in ganz Europa durch gemeinsame Standards für deren Auslegung und Nutzung, einschließlich gemeinsamer Stecker für das Aufladen von Elektrofahrzeugen, gewährleisten sollen. Bislang waren die politischen Initiativen größtenteils auf die Kraftstoffe und Fahrzeuge gerichtet, und der Kraftstoffvertrieb blieb unberücksichtigt. Außerdem waren die Bemühungen, entsprechende Anreize zu schaffen, bisher unkoordiniert und unzureichend.

Umweltfreundlichen Kraftstoffen stehen drei Haupthindernisse entgegen: die hohen Kosten der Fahrzeuge, eine geringe Akzeptanz vonseiten der Verbraucher und der Mangel an Ladestationen und Tankstellen. Dadurch entsteht ein Teufelskreis. Nach der neuen Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten eine Mindestinfrastruktur für alternative Kraftstoffe wie Strom, Wasserstoff und Erdgas bereitstellen und gemeinsame EU-weite Standards für die benötigte Technik und für die Information der Benutzer ausarbeiten.

Der für Verkehrsfragen zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas, erklärte: „Dies ist eine wichtige Innovation und ein Meilenstein bei der Einführung sauberer Kraftstoffe in Europa. Die neuen Vorschriften sind eine direkte Reaktion auf die Forderungen von Industrie, Investoren, Verbrauchern und nationalen Behörden nach einem klaren Rahmen, mit dem die künftige Richtung im Bereich der umweltfreundlichen Kraftstoffe in Europa vorgegeben und die diesbezügliche Ungewissheit beendet wird, um so Investitionen zu ermöglichen. Von dieser Abstimmung geht das klare Signal aus, dass Europa die Einführung umweltfreundlicher Kraftstoffe in den Mittelpunkt seiner Verkehrspolitik stellt und Anstrengungen unternimmt, um ein Verkehrssystem zu entwickeln, das den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entspricht.

Die wichtigsten vereinbarten Maßnahmen sind:

EU-weite Mindestinfrastruktur. Die Mitgliedstaaten müssen der Kommission nationale Pläne für den Aufbau einer Mindestinfrastruktur – Tankstellen und Ladestationen – für alternative Kraftstoffe wie Strom, Wasserstoff und Erdgas übermitteln. Die Zielvorgaben und Einzelziele werden von der Kommission veröffentlicht. Zudem enthält die Richtlinie einen Überprüfungsmechanismus, damit die Kommission feststellen kann, ob die nationalen Ziele ausreichen, um eine kritische Masse an Infrastruktur hervorzubringen, und ob verbindliche EU-Ziele – wie ursprünglich von der Kommission vorgeschlagen – notwendig sind.

EU-weite Normen für die Infrastruktur. Für die Entwicklung dieser Kraftstoffe sind gemeinsame EU-weite Normen unerlässlich. Die Vereinbarung schreibt die Verwendung gemeinsamer Stecker für Elektrofahrzeuge und standardisierte Einrichtungen für die Wasserstoff- und Erdgasbetankung vor ebenso wie die Entwicklung künftiger Normen für kabellose Ladestationen, für die Batterieaustauschtechnik und für einheitliche Stecker für Busse und Motorräder. Damit wird die Ungewissheit beendet, von der Unternehmen und Verbraucher betroffen waren.

Klare Verbraucherinformationen, um die Nutzung zu erleichtern. Klare Informationen auch an den Ladestationen und Tankstellen selbst, sowie ein Vergleich der Preise für die verschiedenen umweltfreundlichen und konventionellen Kraftstoffe, der auf einer von der Kommission auszuarbeitenden Methodik beruht.

Die nächsten Schritte:

Nach der Abstimmung im Europäischen Parlament werden die neuen Vorschriften voraussichtlich noch in diesem Jahr vom Rat formell erlassen.

Weitere Informationen:

EU lanciert Strategie für umweltfreundliche Kraftstoffe [IP/13/40]

Clean power for transport – Frequently asked questions [MEMO/13/24]

Clean Power for Transport – Alternative fuels for sustainable mobility in Europe

Vizepräsident Kallas auf Twitter

Kontakt:

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct unter der Rufnummer 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website