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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 22. April 2014

Frühjahrsputz in Europa am 10. Mai

Jedes Jahr enden Millionen Tonnen Abfall auf den Straßen, in den Meeren, den Wäldern, den Naturlandschaften und an den Stränden Europas. Und jedes Jahr sind Millionen europäische Bürger in ihrem Viertel unterwegs, um freiwillig bei Reinigungsaktionen mitzumachen. Mit der Initiative „Let's Clean up Europe“ (Frühjahrsputz in Europa) soll dafür geworben werden, mehr solcher Aktionen durchzuführen, um für das Ausmaß des Verschmutzungs- und Abfallproblems zu sensibilisieren und Verhaltensänderungen zu bewirken. Organisiert wird die Kampagne im Rahmen der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung (European Week of Waste reduction (EWWR)).

Hierzu erklärte EU-Kommissar Janez Potočnik: „Immer mehr Bürger engagieren sich EU-weit in Reinigungsaktionen, und wir wollen ihnen das Gefühl geben, dass sie Teil eines europäischen Ereignisses sind. Wir haben ein Netz mit Kontaktstellen in 21 Ländern aufgebaut, damit die Bürger erfahren, was in ihrem Viertel stattfindet, und wie sie selbst mithelfen können. Hier muss jeder mit anpacken. Ziehen wir also unsere Stiefel und Arbeitshandschuhe an. Wir alle wollen in einer sauberen Umgebung leben, also machen wir gemeinsam Frühjahrsputz in Europa!"

In den vergangenen Jahren wurden bereits einige Reinigungskampagnen in Europa veranstaltet, um dem Abfallproblem beizukommen. Mit der Kampagne „Let’s Clean Up Europe!“ werden diese Initiativen am selben Tag in einer europaweiten Reinigungsaktion zusammengebracht, damit möglichst viele Bürger erreicht werden.

„Let’s Clean Up Europe“ ist eine echte Bürgerinitiative, die zum Ziel hat, die Öffentlichkeit zur Reinigung ihrer Umgebung im eigenen Interesse zu mobilisieren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Menschen oft erstaunt darüber sind, wie viele Abfälle in ihrer Nähe erzeugt und weggeworfen werden. Abfälle können jedoch wertvoll sein. Papier, Glas, Metall und Kunststoff lassen sich wiederverwenden oder recyceln, wenn sie gesammelt werden. Dies schont die Umwelt, schafft Erwerbsmöglichkeiten und Arbeitsplätze und fördert gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft in Europa. 

Die Kommission unterstützt zwar das Ereignis, die einzelnen Reinigungsaktionen sind jedoch völlig unabhängig und werden lokal von den Bürgern geleitet. Häufig finden die Aktionen jedoch unter Beteiligung von Kommunalbehörden, NRO, Unternehmen und Schulen statt bzw. werden von ihnen koordiniert. In 15 EU-Mitgliedstaaten sowie Andorra, Bosnien und Herzegowina, Norwegen, Serbien und der Türkei finden Veranstaltungen statt. Auf der Website der nationalen Organisatoren können Sie feststellen, wo in Ihrem Mitgliedstaat Aktionen laufen.

Hintergrund

Die Initiative „Let's Clean up Europe“ wird Rahmen des LIFE-Programms durchgeführt und von der Vereinigung der Städte und Regionen für Recycling und nachhaltiges Ressourcenmanagement koordiniert, derselben Organisation, die auch für die Europäische Woche der Abfallvermeidung zuständig ist. Die Organisatoren haben eine Reihe von Kommunikationshilfsmitteln erarbeitet, die den Teilnehmern über die Koordinatoren zur Verfügung gestellt werden.

Im Jahr 2012 hat die in Estland ansässige Initiative Let’s Do It! eine weltweite Reinigungsaktion gestartet, die 7 Mio. Freiwillige in Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika und Europa in 84 eintägigen Putzaktionen mobilisieren konnte. Ähnliche Aktionen fanden auch 2013 statt. Die Initiativen stützen sich hauptsächlich auf Freiwillige, die sich über soziale Netze miteinander verabreden, aber auch auf Spendensammlungen und Sponsoren.

Mit der Initiative „Surfrider Foundation Europe“ (http://www.surfrider.eu/en/presentation/our-story.html) werden 1500 Freiwillige, 10 000 Mitglieder, etwa 40 Ortsgruppen und mehr als 40 000 Anhänger mobilisiert. Die Reinigungsaktionen dieser Organisation wurden jetzt um Aktionen auf Seen und an Flüssen erweitert. Surfrider wurde 1984 in der kalifornischen Stadt Malibu gegründet, als Surfer ihre beliebtesten Surfgebiete vor der dortigen Umweltverschmutzung schützen wollten. In Europa ist die Initiative seit 1990 aktiv. Die Europäische Kommission ist überzeugt, dass die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und eine geänderte Einstellung zur Abfallproblematik wichtige Voraussetzungen sind, um die Ziele des europäischen Abfallrechts zu verwirklichen. Abfallvermeidung und Abfallbewirtschaftung sind 2014 Schwerpunkte der Arbeit der Kommission. In diesem Sommer wird sie im Rahmen eines umfassenderen Pakets zur Kreislaufwirtschaft die Ziele für Abfallrecycling und Abfalldeponien überprüfen.

Weitere Informationen:

Website von Let's Clean Up Europe:

http://www.letscleanupeurope.eu/

Merkblatt zu der Veranstaltung:

http://www.ewwr.eu/sites/default/files/Factsheet%20-%20Let%27s%20Clean%20Up%20Europe.pdf

Die Europäische Umweltagentur hat auch eine Smartphone-App zu Abfällen im Meer eingerichtet, die von Google Play heruntergeladen werden kann: http://www.eea.europa.eu/themes/coast_sea/marine-litterwatch

Weitere Informationen zu den EU-Abfallvorschriften unter:

http://ec.europa.eu/environment/waste/index.htm

Kontakt:

Für die Presse:

Joe Hennon +32 229-53593

Andreja Skerl +32 229-51445

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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