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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. April 2014

Neue EU-Website bietet einfachen und transparenten Zugang zu Daten über Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe

Die Europäische Kommission wird morgen auf der hochrangigen Tagung der Globalen Partnerschaft für wirksame Entwicklungszusammenarbeit in Mexiko ein neues Web-Tool vorstellen, das den Zugang zu übersichtlichen, vollständigen und genauen Daten über die weltweit geleistete Entwicklungs- und humanitäre Hilfe entschieden erleichtert.

Der „EU Aid Explorer“ erfasst die Tätigkeiten verschiedenen Geber und bietet umgehend Antworten auf Fragen wie etwa „Wie viel Hilfe hat die EU im Jahr X geleistet?“ oder „In welchen Sektoren waren die EU-Mitgliedstaaten im Jahr Y aktiv?“. Das Tool ist Teil der EU-Maßnahmen für die weitere Verbesserung von Transparenz und Rechenschaftspflicht. Von dem vereinfachten Datenzugang profitieren neben den Ländern und den Hilfeempfängern auch die EU-Bürger – sie alle können nun nachprüfen, wofür die Gebermittel verwendet wurden. Die Geber wiederum können auf diesem Weg die Koordinierung und Wirksamkeit der Hilfe verbessern.

Auf der Veranstaltung wird der EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, einen neuen Bericht vorstellen, der darüber Auskunft gibt, welche Fortschritte die EU und ihre Mitgliedstaaten seit dem Hochrangigen Forum von Busan vor zweieinhalb Jahren auf dem Gebiet der Wirksamkeit der Entwicklungshilfe erzielt haben. Aus dieser Studie geht hervor, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten Vorreiter in Bezug auf die Steigerung der Transparenz sind und dass es ihnen gelungen ist, durch ihre Bemühungen um eine gemeinsame Programmierung in mehr als 40 Partnerländern die Fragmentierung der Hilfeleistungen zu verringern.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte: „Die EU ist der größte Geber weltweit und entschlossen, die Wirksamkeit ihrer Hilfe zu steigern. Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten müssen wir die Ressourcen optimal zu nutzen und eine größtmögliche Wirkung unserer Hilfe erreichen. Hierzu müssen wir einige Grundprinzipien beachten: Unsere Partner müssen selbst die Führungsrolle bei ihren Entwicklungsanstrengungen übernehmen, und wir müssen auf Ergebnisorientierung, größere Transparenz sowie eine bessere Koordinierung unserer Maßnahmen achten. Die EU gehört anerkanntermaßen zu den Gebern mit der höchsten Transparenz und kommt bei der Geberkoordinierung gut voran. Außerdem bemühen wir uns darum, die Ergebnisorientierung noch stärker in den Vordergrund zu rücken. Der neue „EU Aid Explorer“ wird für noch mehr Transparenz bei unseren Maßnahmen sorgen und zur Verbesserung der Rechenschaftspflicht gegenüber den Bürgern in der EU wie auch in den Entwicklungsländern beitragen.

Anlässlich der Tagung der Globalen Partnerschaft für wirksame Entwicklungszusammenarbeit, bei der alle Partner und Geber präsent sein werden, wird die EU erneut deutlich machen, dass sie weiterhin alles daran setzen wird, konkrete Ergebnisse bei der Wirksamkeit der Hilfe zu erzielten.“

Die Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, erklärte: „Die Europäische Union ist weltweit der wichtigste Hilfegeber. Damit geht auch eine entsprechende Verantwortung einher, und die EU nimmt ihre Pflichten gegenüber ihren Bürgern ernst , denn sie sind es, die die bemerkenswerte Solidarität mit den ärmsten und am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen unserer Welt möglich machen. Der einfache und schnelle Zugang zu Informationen darüber, wie und zu welchem Zweck die EU-Hilfsgelder eingesetzt werden, erleichtert die weltweite Zusammenarbeit mit unseren Partnern innerhalb der Gebergemeinschaft. Noch wichtiger ist jedoch, dass wir mit dem „EU Aid Explorer“ unserer Verpflichtung zu mehr Transparenz nachkommen können. Er bietet Gewähr dafür, dass wir unsere Rechenschaftspflicht gegenüber den Steuerzahlern in der EU erfüllen, die diese großzügige Hilfe ermöglichen.

Die EU ist ein aktiver Partner der globalen Partnerschaft für wirksame Entwicklungszusammenarbeit, die 2011 auf der Konferenz von Busan ins Leben gerufen wurde. Zu ihren Zielsetzungen gehören eine stärker inklusive Entwicklung, größere Eigenverantwortung der Länder, bessere Koordinierung der Hilfe, mehr Transparenz und effektivere Ergebnisse.

Hintergrund

Bei der gemeinsamen Programmierung handelt es sich um einen verbesserten Ansatz der Entwicklungszusammenarbeit, in dessen Rahmen die EU und ihre Mitgliedstaaten für jedes Land, in dem sie tätig sind, ermitteln, in welchen Bereichen Unterstützung am dringendsten benötigt wird, welcher Geber in welchem Sektor helfen und wie viel Geld bereitgestellt werden sollte.

Studien zufolge könnten durch eine bessere Koordinierung und die damit verbundenen Effizienzgewinne in der EU jährlich bis zu 800 Mio. EUR an Steuergeldern eingespart werden. Die gemeinsame Programmierung wird heute in rund 20 Ländern angewandt, darunter auch in einigen als fragil geltenden Staaten wie Südsudan und Mali – gerade in solchen Ländern kann die gemeinsame Programmierung enorm viel bewirken.

Rund 30 weitere Länder – auf die insgesamt 60 bis 70 % der bilateralen Entwicklungsausgaben in der EU entfallen – sollen demnächst in die gemeinsame Programmierung einbezogen werden.

Der „EU Aid Explorer“ ist ein zentrales Portal mit gesammelten Informationen über die Entwicklungshilfe und die humanitären Hilfe der EU und ihrer Mitgliedstaaten.

Bei dem Treffen in Mexiko handelt es sich um die erste hochrangige Veranstaltung der Globalen Partnerschaft für wirksame Entwicklungszusammenarbeit. Erwartet werden Teilnehmer aus aller Welt, u. a. Minister, Verantwortliche zivilgesellschaftlicher Organisationen und gemeinnütziger Stiftungen, führende Wirtschaftsvertreter und Vertreter von Gebietskörperschaften. Gastgeber der Veranstaltung, die vom 15. bis 16. April 2014 in Mexiko City stattfindet, ist die mexikanische Regierung. Erörtert werden sollen u. a. die folgenden Themen: Fortschritte im Bereich der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit, optimale Steuererhebung und Bekämpfung von Korruption, die Rolle von Unternehmen als Entwicklungspartner, Zusammenarbeit der Entwicklungsländer untereinander und Möglichkeiten für eine wirksame Zusammenarbeit mit Ländern der mittleren Einkommensgruppe.

Die in der vergangenen Woche von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten Zahlen belegen, dass die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten zusammen mit ODA-Leistungen in Höhe von insgesamt 56,5 Mrd. EUR im Jahr 2013 nach wie vor der weltgrößte Geber sind.

Weitere Informationen

Der „EU Aid Explorer“ ist abrufbar unter:

https://euaidexplorer.jrc.ec.europa.eu/

Mehr Informationen zum Thema Wirksamkeit der Hilfe:

http://ec.europa.eu/europeaid/what/delivering-aid/aid-effectiveness/

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website der EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Website der Generaldirektion für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO):

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Gemeinsame Forschungsstelle www.jrc.ec.europa.eu

Kontakt:

Alexandre Polack (+32  229-906 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich telefonisch unter 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail an Europe Direct wenden.


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