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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 9. April 2014

Renzi und Vassiliou geben Startschuss für Erasmus+ in Italien

Morgen (10. April) geben der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi und die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassiliou in Florenz den Startschuss für Erasmus+, das neue Förderprogramm der EU für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Auch die italienische Ministerin für Bildung und Forschung Stefania Giannini und Arbeits- und Sozialminister Guiliano Poletti werden an der Veranstaltung teilnehmen. Erasmus+ ist für die nächsten sieben Jahre mit Mitteln in Höhe von insgesamt 14,7 Mrd. EUR ausgestattet, das sind 40 % mehr als bei den vorherigen Programmen. Es wird erwartet, dass fast 330 000 Italienerinnen und Italiener bis 2020 Fördermittel aus Erasmus+ erhalten.

„In allgemeine und berufliche Bildung zu investieren, ist das Beste, was wir für die Zukunft Europas und seine jungen Menschen tun können. Es freut mich ganz besonders, dass Ministerpräsident Renzi sich mit dem Gewicht seines Amtes hinter Erasmus+ stellt und dass seine Regierung zu Bildungsreformen entschlossen ist, die die Qualifikationen verbessern und die Schaffung von Arbeitsplätzen befördern werden. Die Auslandserfahrung durch Erasmus+ stärkt auch die Beschäftigungsfähigkeit der jungen Menschen, weil sie ihre Fremdsprachenkenntnisse und ihre Anpassungsfähigkeit verbessert,“ erklärte Kommissarin Vassiliou.

Wer profitiert von Erasmus+ in Europa?

2 Millionen Studierende werden Stipendien für ein Studium oder eine Fortbildung im Ausland erhalten; unter anderem können 450 000 Praktika finanziell gefördert werden;

650 000 Berufsschülerinnen und -schüler sowie Auszubildende werden ebenfalls im Ausland lernen, sich fortbilden oder arbeiten können;

800 000 Schul- und Hochschullehrkräfte, Ausbilderinnen und Ausbilder, Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer können mit finanzieller Förderung im Ausland unterrichten oder sich fortbilden;

200 000 Studierende, die einen kompletten Masterstudiengang in einem anderen Land absolvieren möchten, profitieren von einem Garantie-Instrument für Studiendarlehen;

mehr als 25 000 Studierende erhalten Stipendien für gemeinsame Masterabschlüsse (das bedeutet, dass sie an mindestens zwei Hochschulen im Ausland studieren);

mehr als 500 000 junge Menschen können im Ausland Freiwilligendienst leisten oder an einem Jugendaustausch teilnehmen;

125 000 Schulen, Berufsbildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen, Jugendorganisationen und Unternehmen erhalten Zuschüsse für die Einrichtung von 25 000 strategischen Partnerschaften zur Förderung des Erfahrungsaustausches und zur Vernetzung mit der Arbeitswelt;

3 500 Bildungseinrichtungen und Unternehmen erhalten Unterstützung beim Aufbau von mehr als 300 Wissensallianzen und Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten zur Förderung von Beschäftigungsfähigkeit, Innovation und Unternehmertum;

außerdem werden 600 länderübergreifende Partnerschaften im Sportbereich unterstützt, beispielsweise bei gemeinnützigen europäischen Veranstaltungen.

Wer profitiert von Erasmus+ in Italien?

Zwischen 2007 und 2013 haben fast 220 000 italienische Studierende, junge Menschen und Personal aus den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend Mittel aus den vorherigen EU-Programmen Lebenslanges Lernen und Jugend in Aktion erhalten. Schätzungen zufolge könnte Erasmus+ während der siebenjährigen Laufzeit fast 330 000 Personen zugutekommen.

2014 erhält Italien 124 Mio. EUR an Fördermitteln aus Erasmus+; das sind 12 % mehr als 2013 aus den Programmen Lebenslanges Lernen und Jugend in Aktion. Die Fördersumme für Italien wird sich voraussichtlich bis 2020 Jahr für Jahr erhöhen. Zusätzlich können Italienerinnen und Italiener auch Mittel aus dem Jean-Monnet-Stipendienprogramm für Hochschulstudien über die europäische Integration sowie für länderübergreifende Sportprojekte erhalten.

Hintergrund

Erasmus+ startet zu einem Zeitpunkt, zu dem europaweit 26 Millionen Menschen arbeitslos sind, darunter fast 6 Millionen junge Menschen. 2012 lag die Akademikerarbeitslosigkeit in Italien bei 19 %.

Gleichzeitig gibt es europaweit mehr als 2 Millionen offene Stellen, und ein Drittel der Arbeitgeber hat Schwierigkeiten, Personal mit den benötigten Kompetenzen zu gewinnen. Erasmus+ wird helfen, diese Qualifikationslücke zu schließen, indem es Menschen die Möglichkeit gibt, im Ausland zu studieren, eine Aus- oder Fortbildung zu absolvieren oder Berufserfahrung zu sammeln.

Wenn Studierende und Auszubildende die Möglichkeit erhalten, im Ausland ein Studium oder eine Aus- oder Weiterbildung zu absolvieren, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie künftig im Ausland arbeiten wollen bzw. können, was wiederum ihre langfristigen Beschäftigungsperspektiven verbessert.

Mit Erasmus+ wird nicht nur die Mobilität von Einzelpersonen gefördert, durch die Unterstützung der beruflichen Fortbildung von Lehrkräften und Jugendbetreuern sowie durch stärkere Partnerschaften zwischen Bildungssektor und Arbeitswelt wird das Programm auch Qualität und Relevanz der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Jugendarbeit in Europa verbessern.

Im Etat von 14,7 Mrd. EUR ist die geschätzte Inflation berücksichtigt. Weitere Mittel werden voraussichtlich für Austauschmaßnahmen im Hochschulbereich und administrative Unterstützung unter Einbindung von Nicht-EU-Ländern bereitgestellt. Die Entscheidung über die Höhe der zusätzlichen Mittel soll im Laufe des Jahres 2014 bestätigt werden.

Erasmus+ umfasst zum ersten Mal auch eine Unterstützung für den Sportbereich. Während der siebenjährigen Laufzeit werden rund 265 Mio. EUR für den Kampf gegen grenzüberschreitende Probleme wie Spielabsprachen und Doping bereitgestellt. Unterstützt werden ferner transnationale Projekte unter Beteiligung von Breitensportverbänden, bei denen beispielsweise Good Governance, Gleichstellung der Geschlechter, soziale Inklusion, duale Laufbahnen und die körperliche Betätigung für alle Altersgruppen gefördert werden.

Weitere Informationen

Erasmus+

Häufig gestellte Fragen zu Erasmus+ (MEMO/13/1008, 19.11.2013)

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Europäische Kommission: Jugend

Androulla Vassilious Website

Twitter: Androulla Vassiliou @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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