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Kommission stellt Aktionsplan zur Förderung blauer Energie auf

European Commission - IP/14/36   20/01/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 20. Januar 2014

Kommission stellt Aktionsplan zur Förderung blauer Energie auf

Die Kommissionsmitglieder Maria Damanaki und Günther Oettinger haben heute einen neuen Aktionsplan vorgestellt, mit dem die weitere Entwicklung der Gewinnung erneuerbarer Meeresenergie in Europa gefördert werden soll. Zentraler Bestandteil dieses Aktionsplans ist die Einrichtung eines Meeresenergieforums (Ocean Energy Forum), in dem die Beteiligten zusammenfinden werden, um Kapazitäten aufzubauen und die Zusammenarbeit zu fördern. Der Aktionsplan soll dazu beitragen, den sich erst entwickelnden Sektor der blauen Energie zur industriellen Reife zu bringen. Der Begriff der Meeresenergie umfasst alle Technologien zur Gewinnung erneuerbarer Energie aus unseren Meeren und Ozeanen mit Ausnahme der Offshore-Windenergie. Die Nutzung dieser Energiequellen könnte dazu beitragen, den Kohlendioxidausstoß der EU-Volkswirtschaften weiter zu senken und eine sichere und verlässliche erneuerbare Energiequelle für Europa zu erschließen.

Die für maritime Angelegenheiten und Fischerei zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki erklärte: „Wie unsere Strategie für blaues Wachstum verdeutlicht, können die Meere und Ozeane ein enormes Wirtschaftswachstum in Gang setzen und so dringend benötigte Arbeitsplätze entstehen lassen. Indem wir der Meeresenergiebranche helfen, sich voll zu entwickeln, können wir dieses Potenzial durch Innovation verwirklichen und gleichzeitig die Versorgung Europas mit sauberer, erneuerbarer Energie sichern.“

EU-Energiekommissar Günther Oettinger erklärte dazu: „Meeresenergie hat ein beträchtliches Potenzial für die Erhöhung der Energieversorgungssicherheit. Diese Mitteilung soll dazu beitragen, die technologische Innovation zu fördern sowie die Ziele der Strategie „Europa 2020“ und anschließender Strategien zu erreichen. Durch die Entwicklung einer breiten Palette erneuerbarer Energiequellen, zu der die Meeresenergie zählt, wird auch deren Integration in das europäische Energiesystem erleichtert.“

Die im Bereich der Meeresenergie verfügbaren Ressourcen liegen weltweit über unserem derzeitigen und auch über unserem absehbaren künftigen Energiebedarf. Diese Energie kann in zahlreichen Formen gewonnen werden, beispielsweise als Wellenenergie und Gezeitenenergie. Die Nutzung der Meeresenergie würde Europa auf dem Weg zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ein ganzes Stück voranbringen und gleichzeitig die Abhängigkeit der EU von fossilen Brennstoffen verringern und somit die Energieversorgungssicherheit erhöhen. Darüber hinaus könnte die Meeresenergie dazu beitragen, Schwankungen in der Stromerzeugung aus anderen erneuerbaren Energiequellen, wie Wind- und Sonnenenergie, auszugleichen und so ein gleichbleibendes Gesamtangebot an erneuerbaren Energien im Netz gewährleisten. Außerdem können im Bereich Meeresenergie neue hochwertige Arbeitsplätze entstehen, vor allem auch in Europas Küstengebieten, die oft unter hoher Arbeitslosigkeit leiden.

Trotz dieses unbestrittenen Potenzials steht dieser vielversprechende Sektor vor mehreren Herausforderungen, die bewältigt werden müssen, bevor auf diesem Gebiet spürbare wirtschaftliche und umweltpolitische Vorteile erzielt werden können und die Branche mit anderen Formen der Energieerzeugung konkurrieren kann:

Die Technologiekosten sind hoch, und es ist schwierig, eine Finanzierung zu bekommen.

Es bestehen beträchtliche Infrastrukturhindernisse, z. B. Netzanschlussprobleme oder ein unzureichender Zugang zu geeigneten Hafenanlagen und fehlende Spezialschiffe.

Es gibt administrative Hindernisse, z. B. komplexe Zulassungs- und Genehmigungsverfahren, die zu Verzögerungen und Kostensteigerungen führen können.

Umweltprobleme müssen gelöst werden, was mehr Forschung und einen verbesserten Informationsaustausch über die Umweltauswirkungen erfordert.

Die Kommission unterstützt bereits verschiedene Initiativen auf dem Gebiet der Meeresenergie. Durch diesen Meeresenergie-Aktionsplan wird nun ein Forum geschaffen, um vorhandenes Wissen und bestehende Fachkompetenzen zusammenzuführen, Synergien zu erzeugen, kreative Lösungen hervorzubringen und die Entwicklung dieses Sektors voranzutreiben. Der Plan soll den Beteiligten helfen, einen strategischen Fahrplan für den Meeresenergiesektor aufzustellen, der später als Grundlage für eine europäische Industrieinitiative dienen könnte.

Weitere Informationen

Den Aktionsplan finden Sie hier: http://ec.europa.eu/maritimeaffairs/policy/ocean_energy/index_en.htm

MEMO/14/31

Kontakt:

Oliver Drewes (+32 229-92421) - Lone Mikkelsen (+32 229-60567)

Sabine Berger (+32 229-92792) - Nicole Bockstaller (+32 229-52589)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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