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Chaillot-Forum: Die Kultur braucht mehr öffentliche und private Förderung, um aus der digitalen Revolution Nutzen zu ziehen

European Commission - IP/14/368   03/04/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. April 2014

Chaillot-Forum: Die Kultur braucht mehr öffentliche und private Förderung, um aus der digitalen Revolution Nutzen zu ziehen

Der Kultur- und Kreativsektor steht im Zentrum der digitalen Revolution in Europa – sein Potenzial kann er aber nur voll entfalten, wenn die EU und ihre Mitgliedstaaten mehr tun, um die richtigen Rahmenbedingungen und Anreize für eine prosperierende Kreativwirtschaft zu schaffen. Das wird die Hauptbotschaft der EU-Kommissarin für Kultur, Androulla Vassiliou, sein, wenn sie morgen (4. April) in Paris am Kulturforum Chaillot zum Thema „Zukunft der Kultur, Zukunft Europas“ teilnimmt.

Die Veranstaltung, die vom französischen Kulturministerium ausgerichtet wird, widmet sich den Herausforderungen und Chancen der digitalen Revolution, der Zukunft des Urheberrechts, der Finanzierung der Kreativbranche sowie der Kultur als Förderin sozialer Inklusion. Der EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Michel Barnier, wird ebenfalls an der Veranstaltung teilnehmen, bei der die EU-Kulturminister, andere politische Entscheidungsträger und Vertreter von Wirtschaft, Forschung und NRO zusammenkommen.

Im Vorfeld der Veranstaltung erklärte Kommissarin Vassiliou: „Die Digitalisierung hat die Art und Weise verändert, in der Kultur geschaffen, verbreitet und genutzt wird. Wir müssen uns daher auf die Frage konzentrieren, wie sich Europa als Produzent von Qualitätsinhalten an der Weltspitze behaupten und wie der Wettbewerbsvorsprung unserer Kultur- und Kreativbranche bewahrt werden kann. Dabei spielen Künstler und Kulturschaffende die zentrale Rolle, aber sie brauchen mehr öffentliche und private Investitionen, damit unternehmerisches Denken gefördert wird und sie ein Publikum jenseits nationaler Grenzen erreichen.“

Kreatives Europa, das neue, mit 1,5 Mrd. EUR ausgestattete Förderprogramm, soll der Kultur- und Kreativwirtschaft helfen, die Chancen der Globalisierung und Digitalisierung auszuschöpfen. Es wird ihnen den Einstieg in Märkte ermöglichen, die noch immer in gewissem Umfang durch Landes- und Sprachgrenzen fragmentiert sind, den Zugang zur Finanzierung verbessern und zu einer besseren Politikgestaltung durch einfachere Weitergabe von Know-how und Erfahrung beitragen.

Zusätzlich zu den beträchtlichen Finanzhilfen wird die Kommission 2016 im Rahmen von Kreatives Europa eine neue Bürgschaftsfazilität für Kleinunternehmen und Organisationen der Kreativbranche auflegen, mit der voraussichtlich bis zu 750 Mio. EUR an Bankdarlehen mobilisiert werden können.

Hintergrund

Kreatives Europa baut auf der Erfahrung und den Erfolgen der Programme Kultur und MEDIA auf, mit denen die Kulturbranche und der audiovisuelle Sektor seit mehr als 20 Jahren unterstützt werden. Kreatives Europa ist am 1. Januar in Kraft getreten und hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen Etat von fast 1,5 Mrd. EUR, was einer Erhöhung von 9 % gegenüber den vorhergehenden Programmen entspricht.

Über das neue Programm werden außerdem die Initiative Kulturhauptstädte Europas, das Europäische Kulturerbe-Siegel, die Europäischen Tage des Denkmals sowie fünf EU-Preise im audiovisuellen und im Kulturbereich unterstützt.

Weitere Informationen

Europäische Kommission: Kreatives Europa

Das Chaillot-Forum

Europäische Kommission: Androulla Vassilious Website

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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