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Kommission begrüßt Votum des Parlaments zur Verringerung der Lärmemissionen von Fahrzeugen

European Commission - IP/14/363   02/04/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 2. April 2014

Kommission begrüßt Votum des Parlaments zur Verringerung der Lärmemissionen von Fahrzeugen

Das Europäische Parlament hat heute einem Vorschlag der Kommission zur Verringerung des Geräuschpegels von Fahrzeugen zugestimmt. Die Grenzwerte für Lärm werden schrittweise um 4 dB (A) für Pkw, Lieferwagen und Busse sowie um 3 dB (A) für Lastwagen gesenkt. Durch diese Maßnahmen wird die Belästigung durch Fahrzeuglärm zusammengenommen um etwa 25 % verringert. Trotz des erhöhten Verkehrsaufkommens sind die Grenzwerte für Geräuschemissionen von Fahrzeugen seit 1996 unverändert. Die Grenzwerte werden in 3 Schritten verschärft: Der erste Schritt erfolgt zwei Jahre nach der Veröffentlichung der endgültigen Annahme des heute vorgelegten Vorschlags. Der zweite Schritt folgt in 5-7 Jahren und der dritte in 10-12 Jahren.

Darüber hinaus wird ein neues und repräsentativeres Prüfverfahren zur Messung von Geräuschemissionen eingeführt, das sicherstellt, dass die Geräuschemissionen von Fahrzeugen unter Straßenverkehrsbedingungen nicht von den Ergebnissen der Typgenehmigungsprüfung abweichen. Dieses Prüfverfahren ist international anerkannt, wodurch es für Automobilhersteller einfacher wird, in Länder außerhalb der EU zu exportieren.

Zudem wird vorgeschlagen, dass Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge mit schallerzeugenden Vorrichtungen versehen werden, damit solche Fahrzeuge für Fußgänger und Menschen mit Sehbehinderungen sicherer werden.

Der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zufolge gehen in Westeuropa durch verkehrsbedingten Lärm jedes Jahr bis zu einer Million gesunde Lebensjahre verloren. Deshalb ist eine Minderung des Verkehrslärms unerlässlich, wenn die Gesundheit und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger Europas verbessert werden sollen.

Die heutige Abstimmung bezieht sich auf einen Legislativvorschlag der Kommission vom 9. Dezember 2011. Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani, zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte hierzu: „Die Lärmemissionen des Straßenverkehrs, unter denen unsere Bürgerinnen und Bürger leiden, werden deutlich reduziert. „ “Ich freue mich, dass bei der zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat erzielten Einigung einerseits die ehrgeizige Zielsetzung des Vorschlags der Kommission im Großen und Ganzen beibehalten wird, während es andererseits europäischen Fahrzeugherstellern leichter gemacht wird, Fahrzeuge außerhalb der EU zu verkaufen.“

Neue Geräuschgrenzwerte, Messung mit neuem Prüfverfahren

Der Vorschlag für die Reduzierung von Fahrzeuggeräuschen gilt für Pkw, Lieferwagen (leichte Nutzfahrzeuge), Busse sowie leichte und schwere Lkw. Künftig werden die Geräuschpegel von Neufahrzeugen mit einem neuen, repräsentativeren Prüfverfahren gemessen.

Um dies zu erreichen, werden sogenannte „zusätzliche Bestimmungen zu Geräuschemissionen“ in das Prüfverfahren aufgenommen. Dabei handelt es sich um vorbeugende Vorschriften, die sicherstellen, dass die Geräuschemissionen eines Fahrzeugs unter Straßenverkehrsbedingungen nicht wesentlich von den Geräuschemissionen abweichen, die man gemäß dem Ergebnis der Typgenehmigungsprüfung von dem jeweiligen Fahrzeug erwarten kann.

Akustische Warnsysteme für Elektrofahrzeuge

Durch Vorschriften für sogenannte AVAS (Acoustic Vehicle Alerting Systems, Systeme für die akustische Warnung vor herannahenden Fahrzeugen) wird gewährleistet, dass nur zweckentsprechende schallerzeugende Vorrichtungen verwendet werden, was auch zu einer Harmonisierung der verwendeten Technologie führen wird. Der Einbau wird nach einem Übergangszeitraum von 5 Jahren für alle Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge verbindlich. Durch solche Vorrichtungen wird die Sicherheit im Straßenverkehr verbessert und zweifellos die Zahl der Verletzungen aufgrund von Straßenverkehrsunfällen gesenkt.

Globaler Nutzen

Durch ein EU-weit geltendes Regelwerk wird es einfacher, Fahrzeuge in einem beliebigen Mitgliedstaat zu kaufen, zu verkaufen und einzusetzen. Außerdem werden so in der ganzen EU gleiche Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards gewährleistet.

Durch diesen Vorschlag werden die derzeit geltenden EU-Rechtsvorschriften zu Geräuschemissionen von Fahrzeugen aktualisiert und besser an die international anerkannten Normen der Vereinten Nationen angepasst. Dadurch dürfte europäischen Fahrzeugherstellern der Zugang zu den Märkten von Ländern außerhalb der EU, die Vertragsparteien des UNECE-Übereinkommens von 1958 sind, erleichtert werden, was der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie nutzen dürfte.

Weitere Informationen:

Geräuschemissionen von Fahrzeugen (in englischer Sprache)

Automobilpolitik der Europäischen Kommission


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