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Erdbeobachtung – Copernicus-Satellit startbereit

European Commission - IP/14/357   03/04/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. April 2014

Erdbeobachtung – Copernicus-Satellit startbereit

Die Europäische Kommission begrüßt den Start von Sentinel 1A. Der erste Copernicus-Satellit soll heute voraussichtlich um 23.02 Uhr MEZ vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana in seine Umlaufbahn geschossen werden. Der Start wird live im Internet zu sehen sein unter: http://www.esa.int/spaceinvideos/ESA_Live

Mit Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der EU, können die Teilsysteme der Erde (Atmosphäre, Ozeane und Landmassen) regelmäßig beobachtet und überwacht werden. Copernicus wird zuverlässig validierte und sichere Daten bereitstellen, die im Umwelt- und Sicherheitsbereich für eine Fülle von Anwendungen herangezogen werden und als Entscheidungshilfe dienen (MEMO/14/251). Dieser Start ist eine wichtige Weichenstellung für Copernicus, weil dadurch spezielle Erdbeobachtungsdaten für operative Dienste unmittelbar zur Verfügung stehen.

Copernicus wird mit seinen Erdbeobachtungsdaten einen Beitrag zu einer ganz wesentlichen Aufgabe, nämlich zur Umwelt- und Sicherheitsüberwachung, leisten. Die von diesen Satelliten gelieferten Daten bringen große Fortschritte für die Sicherheit des Seeverkehrs und die Überwachung des Klimawandels. Sie ermöglichen auch eine effizientere Unterstützung von Hilfseinsätzen in Not- und Krisensituationen.

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani (@AntonioTajaniEU), erklärte dazu: „Die Raumfahrt stellt eine Priorität für die EU dar. Für die kommenden sieben Jahre ist die Finanzierung der beiden europäischen Vorzeigeprogramme Copernicus und Galileo gesichert. Fast 12 Mrd. EUR werden in Weltraumtechnologien investiert. Mir kommt es darauf an, dass unsere Weltraumprogramme mit dieser Mittelausstattung den Bürgerinnern und Bürgern maximalen Nutzen bringen.“

Sentinel 1

Sentinel 1 ist die erste von sechs Missionen im Rahmen der Initiative Copernicus. Dafür wurde eine Konstellation errichtet, die aus den zwei auf einer polaren Umlaufbahn und auf derselben Bahnebene befindlichen Satelliten Sentinel 1A und Sentinel 1B besteht, die über Radarsysteme mit synthetischer Apertur (SAR) rund um die Uhr Bilder liefern.

Sentinel 1A erfasst in vier Abbildungsmodi mit bis zu 10 m Auflösung einen Umkreis von maximal 250 km und ermöglicht zuverlässig und nachhaltig eine weiträumige Umweltbeobachtung. Sentinel 1A ist so vorprogrammiert, dass hochauflösende Bilder der Landmassen, Küstenzonen und Schifffahrtsrouten auf den Weltmeeren geliefert werden. Auf diese Weise wird jene Zuverlässigkeit gewährleistet, die für die Erbringung der operativen Dienste ebenso erforderlich ist wie für ein kohärentes langfristiges Datenarchiv, das für auf langen Zeitreihen beruhende Anwendungen eingerichtet wurde.

Sentinel 1A ermöglicht folgende Anwendungen:

• Überwachung der Meereisflächen und der arktischen Umwelt,

• Überwachung der Meeresumwelt (Ölverschmutzungen und Lokalisierung von Schiffen für die Sicherheit des Seeverkehrs),

• Überwachung der mit Landbewegungen verbundenen Risiken,

• Kartierung von Landflächen (Wälder, Gewässer, Böden, nachhaltige Landwirtschaft),

• Kartierung für humanitäre Hilfe in Krisensituationen,

• Klimaüberwachung.

Copernicus-Verordnung

Über die Copernicus-Verordnung wurde bereits im EU-Ministerrat und im Europäischen Parlament eine politische Einigung erzielt. Darin sind die Ziele von Copernicus, die Lenkung des Programms sowie die dafür vorgesehenen Mittel (ca. 4,3 Mrd. EUR) für den Zeitraum 2014–2020 festgelegt.

Copernicus eröffnet Chancen für die Wirtschaft

Zudem hilft Copernicus den Unternehmen in der EU, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Geschäftschancen zu erschließen, und zwar durch die Dienste für die Erstellung und Verbreitung von Umweltdaten und in der Raumfahrtindustrie selbst. Ganz unterschiedliche Wirtschaftszweige wie der Verkehrssektor, die Öl- und Gasbranche sowie das Versicherungsgewerbe und die Landwirtschaft werden indirekt von genauen und zuverlässigen Erdbeobachtungsdaten profitieren.

Studien zufolge könnte Copernicus bis 2030 in Europa einen finanziellen Nutzen in Höhe von etwa 30 Mrd. EUR und 50 000 neue Arbeitsplätze bringen. Dank des Systems der offenen Verbreitung von Copernicus-Daten und damit zusammenhängenden Informationen können Bürger, Unternehmen, Forscher und Politiker bei ihren Aktivitäten und Entscheidungsprozessen außerdem verstärkt auf Umweltbelange Rücksicht nehmen.

Durch die Raumfahrt wird bereits heute die Entwicklung eines Marktes für satellitengestützte Produkte und Dienstleistungen gefördert. Somit entstehen die qualifizierten Arbeitsplätze, die wir für eine florierende Wirtschaft jetzt und in Zukunft brauchen.

Weitere Informationen

IP/14/78 – Eurobarometer über die Einstellung der Europäer zu Raumfahrtaktivitäten

http://copernicus.eu

Copernicus auf dem Server Europa

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752) Twitter: @ECspokesCorazza

Sara Tironi (+32 229-90403)


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