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Neue EU-Hilfe für die Energieversorgung von einer Million Menschen in Afrika

European Commission - IP/14/355   01/04/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 1 April 2014

Neue EU-Hilfe für die Energieversorgung von einer Million Menschen in Afrika

Die Europäische Kommission hat heute die Ergebnisse der ersten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für ein innovatives Programm veröffentlicht, das Finanzmittel bietet, um die Ärmsten der Welt mit Strom zu versorgen. Diese Initiative zeigt, dass die EU eine führende Rolle in der Kampagne zur Bereitstellung nachhaltiger Energie für alle spielt.

Für 16 Projekte in neun afrikanischen Ländern wurden Zuschüsse von 95 Mio. EUR vergeben, um in ländlichen Gebieten den Zugang zu Energie zu ermöglichen. So können – dank Kofinanzierungsmitteln der Antragsteller – Projekte im Umfang von mehr als 155 Mio. EUR durchgeführt werden, die über 2 Millionen Menschen mit Strom versorgen werden.

Kommissar Piebalgs erklärte: „Dies zeigt, dass greifbare Ergebnisse erzielt werden und dass die EU bewährte Projekte weiter ausbaut, die durch eine nachhaltige Elektrifizierung ländlicher Gebiete einen hohen Beitrag zur Verringerung der Armut leisten. Energie ist für alle Aspekte der Entwicklung von entscheidender Bedeutung – von der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Ankurbelung des Wachstums bis hin zu einer besseren Gesundheitsversorgung und sicheren Kochmöglichkeiten. Allzu häufig bleiben Menschen in ländlichen Gebieten benachteiligt – so lebt ein erschreckender Anteil von 84 % all derer, die keinen Zugang zu Energie haben, auf dem Land. Wir müssen sicherstellen, dass wir mit unserer Arbeit alle Menschen unterstützen, gleich wo sie leben.“

Es handelt sich um den ersten Schritt im Rahmen eines neuen innovativen Programms, das die Versorgung vieler Millionen Menschen mit Energie ermöglichen soll. In den nächsten sieben Jahren will die Kommission mehr als 2 Mrd. EUR für den Zugang zu Energie in Afrika bereitstellen. Dadurch werden Investitionen von insgesamt über 10 Mrd. EUR mobilisiert, mit denen die Lücken in der Energieinfrastruktur geschlossen und Unternehmen, Schulen, Privathaushalte und Krankenhäuser mit dem benötigten Strom versorgt werden können.

Darüber hinaus werden derzeit die Ergebnisse einer weiteren Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für die Elektrifizierung in fragilen Staaten (wie Burundi, Liberia, Somalia und Mali) ausgewertet, die von großem Nutzen für diese Länder sein wird, in denen Energie besonders dringend benötigt wird. Dies ist ein weiterer Schritt, der sicherstellen soll, dass die Bemühungen der EU um die Bereitstellung nachhaltiger Energie in den am dringendsten darauf angewiesenen Gebieten ihre Wirkung entfalten.

Hintergrund

Die heute angekündigte finanzielle Unterstützung ist das Ergebnis einer „Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen“; dabei handelt es sich um ein EU-Finanzierungssystem, über das Nichtregierungsorganisationen und privatwirtschaftliche Organisationen von der EU Zuschüsse für von ihnen vorgeschlagene innovative Projekte erhalten können.

Folgende Länder kommen in den Genuss dieser Initiative: Madagaskar, Burkina Faso, Senegal, Kamerun, Liberia, Tansania, Sierra Leone, Eritrea und Ruanda. Für weitere 40 eingegangene Vorschläge – die nicht ausgewählt wurden – wird die Europäische Kommission bei privaten und öffentlichen Gebern sowie bei Entwicklungsagenturen werben. Dadurch könnte die Anzahl der Länder und der auf dem Land lebenden Menschen, die von den eingereichten Vorschlägen profitieren, noch steigen.

Außerdem werden über die innovativen Mischfinanzierungsinstrumente der EU und ihre Fazilität für technische Hilfe, die allen afrikanischen Ländern südlich der Sahara offensteht, Infrastrukturprojekte finanziert, mit denen bereits Ergebnisse erzielt wurden. Sie bilden einen Teil der Unterstützung der EU für die Ziele der Kampagne „Nachhaltige Energie für alle“.

Weltweit haben rund 1,3 Milliarden Menschen keinerlei Zugang zu Strom. Etwa eine weitere Milliarde ist von unzuverlässigen Stromnetzen abhängig. Mehr als 2,6 Milliarden Menschen sind zum Kochen und Heizen auf feste Brennstoffe (d. h. traditionelle Biomasse und Kohle) angewiesen.

Durch ein gut funktionierendes Energiesystem, das den effizienten Zugang zu modernen Energieformen verbessert, hätten die Ärmsten der Armen mehr Möglichkeiten, den schlimmsten Folgen der Armut zu entkommen. Zugang zu Energie gibt den Menschen die Möglichkeit, Einkommen zu erzielen, was wiederum Wohlstand und neue Märkte schafft.

Weitere Informationen:

Maßnahmen der EU auf dem Gebiet „Nachhaltige Energie für alle“:

http://ec.europa.eu/europeaid/what/energy/sustainable/index_en.htm

Näheres zum Thema „Nachhaltige Energie für alle“:

www.sustainableenergyforall.org/about

Informationen zum Gipfeltreffen Afrika-EU:

http://www.european-council.europa.eu/eu-africa-summit-2014

Kontakt :

Alexandre Polack (+32 2 299 06 77)

Maria Sanchez Aponte (+32 2 298 10 35)

Für die Öffentlichkeit: Wenden Sie sich an Europe Direct – entweder telefonisch unter der Nummer 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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