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Wirtschaftsforum EU-Afrika: Gemeinsam zu nachhaltigem Wachstum und Beschäftigung

European Commission - IP/14/348   31/03/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 31. März 2014

Wirtschaftsforum EU-Afrika: Gemeinsam zu nachhaltigem Wachstum und Beschäftigung

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, und der EU-Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs, nehmen heute in Brüssel am 5. Wirtschaftsforum EU-Afrika teil, bei dem die Förderung eines nachhaltigen und breitenwirksamen Wachstums sowohl in Afrika als auch in der EU im Mittelpunkt stehen wird. Auf der zweitägigen Veranstaltung (31. März und 1. April) werden mehr als 500 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und öffentlichen Einrichtungen beider Seiten zu Diskussionen zusammentreffen.

Der Schwerpunkt der Debatten wird auf gemeinsamen Herausforderungen liegen, wie der Teilhabe junger Menschen an der heutigen Wirtschaft, der Rolle der Banken im Hinblick breitenwirksames Wachstum und der Frage der Finanzierungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), sowie auf spezifischen Themen wie Rohstoffe, Risikokapital, nachhaltige Energie und Zusammenarbeit im Raumfahrtsektor. Im Vorfeld des Forums kündigte Kommissar Piebalgs zwei neue EU-Programme zur Unterstützung des Privatsektors in Westafrika und Madagaskar an.

Vizepräsident Tajani, der als Kommissar für Industrie und Unternehmen zuständig ist, sagte vor der Veranstaltung: „Afrika ist in Bewegung. Die rasche industrielle Entwicklung auf dem Kontinent ist eine Realität. Diejenigen Entwicklungsländer und -regionen, die eine rasche Industrialisierung erleben, sind auch die, die Vorteile aus der Globalisierung ziehen. Die Europäische Union und Afrika haben ein echtes Interesse daran, dass der bilaterale Handel, die bilateralen Investitionen und die Marktintegration auf der Grundlage für beide Seiten profitabler Beziehungen verstärkt werden, um ein starkes, nachhaltiges und breitenwirksames Wachstum zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen“.

EU-Kommissar Piebalgs fügte hinzu: „Afrika ist in den letzten zehn Jahren zu einer der am schnellsten wachsenden Regionen der Welt geworden, doch wir müssen nun die Schaffung menschenwürdiger und produktiver Arbeitsplätze beschleunigen, um für eine gerechtere Verteilung dieses Wachstums zu sorgen. Da dem Privatsektor in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zukommt, wird die Kommission in Kürze ein Strategiepapier zu modernen Formen der EU-Unterstützung für die Entwicklung des Privatsektors in den Entwicklungsländern vorlegen. Darin wird sie auch erläutern, wie sie dort, wo es am nötigsten ist, verstärkt zu einem breitenwirksamen und nachhaltigen Wachstum beitragen will.“

Ein neues von der EU finanziertes Projekt, das vor kurzem in Madagaskar angelaufen ist, wird dem Privatsektor ermöglichen, das breitenwirksame Wachstum besser zu unterstützen und auf dem nationalen, regionalen und internationalen Markt wettbewerbsfähiger zu werden. Die mit EU-Mitteln von 8 Mio. EUR geförderten Maßnahmen umfassen Unterstützung und Schulungen für Wirtschaftsverbände (z. B. Handelskammern), um ihnen das notwendige Wissen für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitglieder zu vermitteln und ihnen bei der Vertretung wirtschaftlicher Interessen im Dialog und in Verhandlungen mit dem öffentlichen Sektor zu helfen. Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen erhalten spezifische Unterstützung in Form von Schulungen in Management-und Marketingmethoden sowie Hilfe beim Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und der Ausarbeitung von Geschäftsplänen. Außerdem werden sie bei der Verbesserung der Produktqualität und der Suche nach Absatzmöglichkeiten unterstützt.

Ein zweites EU-Programm zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Westafrika zu steigern und zur Verbesserung des Geschäfts- und Investitionsklimas in der Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS) beizutragen. Mit EU-Mitteln von 20 Mio. EUR sollen die Region und die einzelnen Länder unter anderem bei der Formulierung einer Politik unterstützt werden, die Anreize für Investitionen bietet.

Im Mittelpunkt der Gespräche, die Vizepräsident Tajani während des Gipfels führen wird, steht der nachhaltige Zugang zu Rohstoffen und zu hochwertigen und erschwinglichen Arzneimitteln. Ein weiteres Thema werden Kooperationsprojekte auf dem Gebiet der Raumfahrttechnologie sein, die sich in Entwicklungsländern positiv auf die nachhaltige Entwicklung auswirken können, z. B. durch Verbesserungen bei Ernährungssicherheit, Gesundheit und Bildung. Darüber hinaus wird Vizepräsident Tajani die Unternehmen in den afrikanischen Ländern ermutigen, neue Geschäftsmöglichkeiten im Rahmen des Programms Copernicus zu nutzen, das einen Zugang zu seinen Satellitendaten bietet.

Tajani wird auf den Nutzen der Satellitennavigation in Afrika im Rahmen des von der Kommission initiierten Programms EGNOS hinweisen, das mit Hilfe satellitengestützter Anwendungen zur Optimierung des Verkehrs beitragen und die Sicherheit des afrikanischen Luftraums enorm erhöhen wird, da es ermöglicht, Flugzeuge sicher zu den Flughäfen entlang der regionalen und internationalen Strecken zu leiten. Mit dieser Erhöhung der Sicherheit in Afrika könnten Gewinne von über 1,1 Mrd. EUR verbunden sein!

Hintergrund

Das 5. Wirtschaftsforum EU-Afrika findet vor dem Gipfeltreffen EU-Afrika statt. Der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und die Präsidentin der Kommission der Afrikanischen Union, Nkosazana Dlamini-Zuma, werden das Forum gemeinsam eröffnen. Am 1. April wird EU-Handelskommissar Karel de Gucht teilnehmen und der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, wird die Schlussworte sprechen.

Das 4. Gipfeltreffen EU-Afrika findet am 2. und 3. April in Brüssel statt. Es bringt die Staats- und Regierungschefs Afrikas und der EU sowie die Führungspersönlichkeiten der Institutionen der EU und der Afrikanischen Union zusammen. Unter dem Motto „In Menschen, Wohlstand und Frieden investieren“ werden die Teilnehmer Themen wie Frieden, Sicherheit, Investitionen, Klimawandel und Migration erörtern. Die vorherigen Gipfeltreffen fanden in Kairo (2000), Lissabon (2007) und Tripolis (2010) statt.

Die Beziehungen zwischen der EU und Afrika stützen sich weitgehend auf die 2007 verabschiedete Gemeinsame Strategie Afrika-EU. Neben dieser Strategie wurden in einem 2010 auf dem letzten EU-Afrika-Gipfeltreffen vereinbarten Aktionsplan für 2011-2013 konkrete Ziele für bestimmte Bereiche der Zusammenarbeit festgelegt, wie Frieden und Sicherheit, demokratische Regierungsführung und Menschenrechte.

Das diesjährige Gipfeltreffen wird die Gelegenheit bieten, die Partnerschaft zwischen der EU und Afrika neu zu beleuchten, einige der erzielten Ergebnisse hervorzuheben und auszuloten, in welchen Bereichen künftig zusammengearbeitet werden kann.

Weitere Informationen

Wirtschaftsforum EU-Afrika: Maßnahmen der EU für den Privatsektor in Afrika: MEMO/14/248

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Unternehmen und Industrie:

http://ec.europa.eu/enterprise/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Industrie und Unternehmen, Antonio Tajani:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/tajani/

Website des Wirtschaftsforums EU-Afrika:

http://www.euafrica-businessforum.eu/index.php/en/

Website des Gipfeltreffens EU-Afrika:

http://www.european-council.europa.eu/eu-africa-summit-2014

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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