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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 31. März 2014

Straßenverkehrssicherheit: Europa dank zweitem guten Jahr in Folge wieder auf gutem Weg

Im Jahr 2013 hat sich die Zahl der Straßenverkehrstoten in Europa zum zweiten Mal in Folge auf beeindruckende Weise verringert. Vorläufigen Daten zufolge sank die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr gegenüber 2012 um 8 %, nachdem sie bereits zwischen 2011 und 2012 um 9 % zurückgegangen war. Die EU ist damit nun in einer guten Ausgangslage, um ihr strategisches Ziel – die Halbierung der Zahl der Straßenverkehrstoten zwischen 2010 und 2020 – zu erreichen. Die Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit ist einer der größten Erfolge Europas: In Zahlen bedeutet die Verringerung der Zahl der Verkehrstoten um 17 %, dass seit 2010 rund 9000 Menschen weniger im Straßenverkehr ihr Leben verloren haben.

Siim Kallas, für Verkehr zuständiger Vizepräsident der Kommission, erklärte dazu: „Eine hohe Verkehrssicherheit ist eines der Markenzeichen Europas. Das gute Ergebnis des Jahres 2012 darf daher kein Einzelfall bleiben. Ich freue mich, dass die EU nun wieder auf einem guten Weg ist, ihr Ziel im Bereich der Straßenverkehrssicherheit für 2020 zu erreichen. Allerdings sterben auf den Straßen in Europa noch immer täglich 70 Menschen. Daher haben wir keinen Anlass, uns zurückzulehnen. Vielmehr müssen wir unsere gemeinsamen Bemühungen auf allen Ebenen fortsetzen, um die Straßenverkehrssicherheit in Europa weiter zu verbessern.“

Aufgeschlüsselt nach Ländern (siehe untenstehende Tabelle) zeigen die Statistiken, dass EU-weit immer noch große Unterschiede bei der Zahl tödlicher Unfälle bestehen. Durchschnittlich verloren in der EU 52 Menschen je eine Million Einwohner im Straßenverkehr ihr Leben. Die wenigsten Todesopfer im Straßenverkehr weisen mit ca. 30 Verkehrstoten auf eine Million Einwohner nach wie vor das Vereinigte Königreich, Schweden, die Niederlande und Dänemark auf. Insbesondere Spanien, Deutschland und die Slowakei haben jedoch aufgeholt und zählen nun ebenfalls zur Spitzengruppe.

Erst vor einigen Jahren (2011) betrug die Verringerung der Zahl tödlicher Verkehrsunfälle nur enttäuschende 2 %. Doch dank des Rückgangs um 9 % im Jahr 2012 und um 8 % im Jahr 2013 kommen die Mitgliedstaaten im Hinblick auf ihr strategisches Ziel nun wieder gut voran.

Diejenigen Mitgliedstaaten, die Fortschritte erzielt haben, aber bei der Zahl der Straßenverkehrstoten noch immer deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen (Polen, Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen und Griechenland), werden aufgefordert, ihre Bemühungen zu verstärken. Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Situation in Lettland, da sich dort die Straßenverkehrssicherheit im letzten Jahr leider überhaupt nicht verbessert hat; auch in Malta und Luxemburg stieg die Zahl der Verkehrstoten, wenngleich die Gesamtzahlen in diesen Ländern so gering sind, dass die großen Fluktuationen zwischen den einzelnen Jahren statistisch keine Bedeutung haben.

Auch die Situation schwächerer Verkehrsteilnehmer gibt noch Anlass zur Sorge: So geht die Zahl der getöteten Fußgänger weniger stark als erwartet zurück, und die Zahl der Todesopfer bei den Fahrradfahrern ist jüngst sogar gestiegen. Teilweise ist dies darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen Fahrrad fahren; die Mitgliedstaaten stehen daher vor der Herausforderung, die Menschen einerseits zu einer stärkeren Nutzung des Fahrrads anstelle des Autos zu bewegen, andererseits aber auch dafür zu sorgen, dass diese Verlagerung auf sichere Weise erfolgt.

EU-Aktionsprogramm für die Straßenverkehrssicherheit 2011-2020

Das europäische Aktionsprogramm für die Straßenverkehrssicherheit 2011-2020 (MEMO/10/343) enthält ehrgeizige Pläne zur Halbierung der Zahl der Verkehrstoten in Europa innerhalb von 10 Jahren. Es umfasst Vorschläge, die zu deutlichen Verbesserungen bei den Fahrzeugen, der Infrastruktur und dem Verhalten der Verkehrsteilnehmer führen sollen.

Zu den wichtigsten Initiativen der letzten Jahre zählen beispielsweise der neue europäische Führerschein (IP 13/25) und das Inkrafttreten der Richtlinie über die grenzübergreifende Verfolgung von Verkehrsdelikten(1). Zudem hat das Europäische Parlament einen Vorschlag für eine Verbesserung der technischen Prüfungen von Pkw verabschiedet (MEMO 14/637), und auch hinsichtlich der Entwicklung einer Strategie zur Verringerung der Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr wurden wichtige Schritte unternommen (IP 13/236).

Nachdem im vergangenen Jahr mit einer neuen EU-weiten Definition von schweren Verletzungen im Straßenverkehr ein Durchbruch erzielt wurde, haben die EU-Mitgliedstaaten inzwischen begonnen, auf der Grundlage der neuen Definition die ersten Daten zu erheben. Die 2014 erhobenen Daten sollten Anfang 2015 zur Verfügung stehen, so dass dann die Vorbereitungen für die Festlegung eines Ziels zur Verringerung der Zahl der Schwerverletzten im Straßenverkehr beginnen können.

Ab 2015 soll dann ein strategisches Ziel für die Verringerung der Zahl schwerer Verletzungen im Straßenverkehr verabschiedet werden.

Weitere Informationen:

MEMO/14/245

EU-Vademecum zur Straßenverkehrssicherheit

http://ec.europa.eu/roadsafety

Vizepräsident Kallas auf Twitter

Kontakt:

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct telefonisch 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E­Mail

Länderstatistiken zu tödlichen Unfällen im Straßenverkehr 20132

 

Todesfälle auf eine Million Einwohner (Quote der Straßenverkehrstoten)

Entwicklung der Gesamtzahl der Todesfälle

2001

2010

2012

2013

2010 - 2013

2011 - 2012

2012 - 2013

Belgien

145

77

70

65

-15 %

-11 %

-7 %

Bulgarien

124

105

82

82

-22 %

-8 %

0 %

Tschechische Republik

130

77

71

63

-19 %

-4 %

-12 %

Dänemark

81

46

30

32

-30 %

-24 %

8 %

Deutschland

85

45

44

41

-9 %

-10 %

-7 %

Estland

146

59

65

61

3 %

-14 %

-7 %

Irland

107

47

35

42

-11 %

-13 %

19 %

Griechenland

172

112

92

81

-28 %

-10 %

-12 %

Spanien

136

53

41

37

-30 %

-8 %

-10 %

Frankreich

134

62

56

50

-19 %

-8 %

-11 %

Kroatien

146

99

91

86

-14 %

-7 %

-6 %

Italien

125

70

62

58

-17 %

-5 %

-6 %

Zypern

140

73

61

53

-28 %

-28 %

-14 %

Lettland

236

103

85

86

-17 %

-1 %

1 %

Litauen

202

95

99

85

-11 %

2 %

-15 %

Luxemburg

159

64

66

87

36 %

3 %

32 %

Ungarn

121

74

61

59

-20 %

-5 %

-2 %

Malta

41

36

27

54

50 %

-48 %

100 %

Niederlande

62

32

34

-

6 %

3 %

-

Österreich

119

66

63

54

-19 %

2 %

-15 %

Polen

145

102

93

87

-15 %

-15 %

-6 %

Portugal

163

80

68

62

-23 %

-19 %

-9 %

Rumänien

109

117

101

92

-21 %

1 %

-9 %

Slowenien

140

67

63

61

-10 %

-8 %

-4 %

Slowakei

114

69

55

42

-39 %

-9 %

-24 %

Finnland

84

51

47

48

-5 %

-13 %

3 %

Schweden

66

28

30

28

-1 %

-11 %

-7 %

Vereinigtes Königreich

61

30

29

29

-4 %

-8 %

-1 %

EU

113

62

56

52

-17 %

-9 %

-8 %

1 :

Richtlinie 2011/82/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011 zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Austauschs von Informationen über die Straßenverkehrssicherheit gefährdende Verkehrsdelikte, ABl. L 288/1 vom 5.11.2011, S. 1–15, http://eurlex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:288:0001:0015:DE:PDF.

2 :

Die Zahlen für 2013 sind vorläufige Daten; bei den endgültigen Daten könnten sich für einzelne Länder geringfügige Änderungen ergeben.


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