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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 20. Januar 2014

EU und China nehmen Investitionsverhandlungen auf

Die erste Verhandlungsrunde für ein Investitionsabkommen zwischen der EU und China findet vom 21. bis 23. Januar 2014 in Peking statt. Dabei handelt es sich um Sondierungsgespräche. Ein umfassendes Investitionsabkommen zwischen der EU und China wird beiden Seiten zugute kommen, denn es soll sichergestellt werden, dass die Märkte für Investitionen in beide Richtungen offen stehen. Darüber hinaus wird damit langfristig ein einfacherer, sicherer und vorhersehbarer Rechtsrahmen für die Investoren geschaffen. Die EU hält ein Investitionsabkommen mit China für ein wichtiges Element engerer Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen den beiden Volkswirtschaften. Einer der Schwerpunkte der EU bei den Verhandlungen wird die Abschaffung von Hemmnissen für EU-Investoren auf dem chinesischen Markt sein.

„Die derzeitigen bilateralen Investitionen zwischen der EU und China liegen weit unter dem Niveau, das von zwei der wichtigsten Wirtschaftsblöcke des Planeten zu erwarten wäre. Während der Waren- und Dienstleistungsverkehr zwischen der EU und China sich auf weit über 1 Mrd. EUR pro Tag beläuft, werden lediglich 2,1 % der gesamten Direktinvestitionen der EU in China getätigt. Hauptzweck dieser Verhandlungen ist die schrittweise Abschaffung von Beschränkungen des Handels und der ausländischen Investitionen sowie die Verbesserung des Zugangs zum chinesischen Markt für Investoren aus der EU“, so der handelspolitische Sprecher der EU, John Clancy.

Die Verhandlungen beginnen vor dem Hintergrund der kürzlich in China angekündigten umfassenden Wirtschaftsreformen. Diese umfassen den Beschluss, die chinesische Wirtschaft weiter für ausländische Investoren zu öffnen, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit durch modernere Wirtschaftszweige und Dienstleistungen auf dem Festland zu fördern.

Hintergrund

Die Aufnahme von Verhandlungen über ein Investitionsabkommen wurde auf dem Gipfeltreffen zwischen der EU und China im Februar 2012 vereinbart. Im Oktober letzten Jahres erteilten die EU-Mitgliedstaaten der Europäischen Kommission ein Verhandlungsmandat, und am 21. November wurde auf dem 16. Gipfeltreffen zwischen der EU und China die Aufnahme der Verhandlungen angekündigt.

China ist die größte Bezugsquelle für Einfuhren in die EU; es hat sich außerdem zu einem der am schnellsten wachsenden Exportmärkte der EU entwickelt, denn die EU ist inzwischen die größte Einfuhrquelle Chinas. Der Handel zwischen China und Europa beläuft sich mittlerweile auf über 1 Mrd. EUR täglich.

Die Einfuhren aus China in die EU umfassen hauptsächlich Industrie-und Konsumgüter; der bilaterale Dienstleistungsverkehr macht nur ein Zehntel des gesamten Warenverkehrs aus. Lediglich 20 % der Ausfuhren der EU nach China entfallen auf den Dienstleistungsverkehr.

Die Investitionsströme weisen ein großes ungenutztes Potenzial auf, vor allem in Anbetracht der Größe der beiden Volkswirtschaften. Auf China entfallen nur 2-3 % der gesamten europäischen Investitionen im Ausland; die chinesischen Investitionen in Europa hingegen nehmen zu, allerdings ausgehend von einem noch niedrigeren Niveau. Mit dem umfassenden Investitionsabkommen zwischen der EU und China soll dieses Potenzial zum beiderseitigen Nutzen erschlossen werden.

Weitere Informationen

Zu den Handels- und Investitionsbeziehungen mit China:

http://ec.europa.eu/trade/policy/countries-and-regions/countries/china/

Kontakt:

John Clancy (+32 229-53773)

Helene Banner (+32 229-52407)


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