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Bio-Erzeugnisse: Kommissionsvorschlag für einen Ausbau des Sektors und bessere Qualität

Commission Européenne - IP/14/312   25/03/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 25. März 2014

Bio-Erzeugnisse: Kommissionsvorschlag für einen Ausbau des Sektors und bessere Qualität

Die Europäische Kommission hat heute neue Vorschläge für eine neue Verordnung über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen veröffentlicht. Die neuen Vorschläge, mit denen Mängel des derzeitigen Systems beseitigt werden sollen, tragen in erster Linie den Anliegen der Verbraucher und Erzeuger Rechnung. Der Bio-Markt in der EU hat sich in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht und es gilt, die Vorschriften zu aktualisieren und so anzupassen, dass sich der Sektor weiterentwickeln und künftige Herausforderungen meistern kann.

Der für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige EU-Kommissar, Dacian Cioloş, sagte hierzu: „Die Zukunft des Bio-Sektors in der EU hängt von Qualität und Integrität der unter dem EU-Öko/Bio-Siegel abgesetzten Erzeugnisse ab. Die Kommission strebt nach mehr und besseren Bio-Erzeugnissen für die EU und will dies erreichen, indem das Vertrauen der Verbraucher in Bio-Erzeugnisse gefestigt wird und Hindernisse für den Ausbau der ökologischen Produktion in der EU beseitigt werden. Dieses Paket kommt Verbrauchern und Landwirten gleichermaßen zugute. Die Verbraucher erhalten Garantien für in der EU erzeugte und verkaufte Bio-Produkte, und die Landwirte, Erzeuger und Verkäufer erhalten Zugang zu einem größeren Markt, sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU.“

Der Vorschlag konzentriert sich auf drei Hauptziele: Wahrung des Vertrauens der Verbraucher, Wahrung des Vertrauens der Erzeuger und Vereinfachung einer Umstellung auf die ökologische Produktion für die Landwirte. Die ökologische Produktion soll eng mit ihren Grundsätzen und Zielen verbunden bleiben, um der Forderung der Öffentlichkeit nach Umweltschutz und Qualität nachzukommen. Die Kommission schlägt insbesondere vor,

  1. die Vorschriften sowohl in der Europäischen Union als auch für Einfuhrerzeugnisse zu verschärfen und zu harmonisieren, indem viele der derzeitigen Ausnahmen in Sachen Produktion und Kontrollen abgeschafft werden;

  2. die Kontrollen durch einen risikobasierten Ansatz zu verstärken;

  3. den Zugang zur ökologischen Produktion für Kleinlandwirte durch die Möglichkeit einer Gruppenzertifizierung zu vereinfachen;

  4. der internationalen Dimension des Handels mit ökologischen Erzeugnissen durch neue Vorschriften für den Export besser gerecht zu werden und schließlich

  5. die Rechtsvorschriften zu vereinfachen, um die Verwaltungskosten zu senken und die Transparenz zu verbessern.

Um in der ökologischen/biologischen Produktion tätigen Landwirte, Erzeugern und Einzelhändlern zu helfen, sich an die vorgeschlagenen Änderungen anzupassen und sich künftigen Herausforderungen zu stellen, hat die Kommission einen Aktionsplan für die Zukunft der ökologischen Produktion in Europa angenommen. Dieser sieht eine bessere Information der Landwirte über die ländliche Entwicklung und die EU‑Politik zur Förderung der ökologischen Produktion vor, eine stärkere Verbindungen zwischen Forschungs- und Innovationsprojekten der EU und der ökologischen Erzeugung sowie die Förderung des Verbrauchs ökologischer Lebensmittel, z. B. in Schulen.

Hintergrund

Der Vorschlag, der jetzt dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt wird, beruht auf den Ergebnissen eines breiten Konsultationsverfahrens, das 2012 eingeleitet wurde und eine Reihe von Anhörungen EU-interner und internationaler Experten für die ökologische Produktion umfasste. Eine 2013 durchgeführte öffentliche Konsultation stieß bei den Bürgerinnen und Bürgern auf großes Interesse (45 000 Antworten überwiegend von „Verbrauchern“, weniger von „Erzeugern“). Dabei traten die Anliegen der Öffentlichkeit in Bezug auf Umweltschutz und Qualität zutage, ebenso wie eine klare Forderung nach EU-weit strengeren und einheitlicheren Vorschriften.

Ökologisch erzeugen bedeutet vorbildliche umweltschonende Praktiken, ein hohes Maß an Biodiversität, Schutz natürlicher Ressourcen und Erhalt hoher Produktionsstandards, die auf natürlichen Substanzen und Prozessen beruhen. Ökoprodukte bedienen einen spezifischen Markt, werden einer spezifischen Verbrauchernachfrage gerecht und stellen zugleich öffentliche Güter wie Umwelt- und Tierschutz sowie ländliche Entwicklung bereit.

Weitere Informationen:

  1. http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-14-215_en.htmMEMO/14/215

  2. Website zur ökologischen Landwirtschaft (Siehe Abschnitte: EU POLITIK/Politikgestaltung und Aktuelles)

  3. Infografiken „Die (R)evolution der biologischen Landwirtschaft der EU

  4. Bericht „Facts and figures on organic agriculture in the European Union

Kontaktpersonen:

Roger Waite (+32 229-61404)

Fanny Dabertrand (+32 229-90625)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct Tel. 00 800 6 7 8 9 10 11 oder E­Mail


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