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Europäische Kommission begrüßt Vereinbarung zwischen dem europäischen und dem chinesischen Weinsektor zur Beendigung der Antidumping- und Antisubventionsbeschwerde Chinas

European Commission - IP/14/301   21/03/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 21. März 2014

Europäische Kommission begrüßt Vereinbarung zwischen dem europäischen und dem chinesischen Weinsektor zur Beendigung der Antidumping- und Antisubventionsbeschwerde Chinas

Der europäische und der chinesische Weinsektor, vertreten durch den CEEV (Comité européen des entreprises vins (Europäischer Dachverband der Weinwirtschaft)) und den CADA (China Alcoholic Drinks Association (Chinesischer Spirituosenverband)) sind zu einer Einigung gelangt, die zur Einstellung der im Juli 2013 eingeleiteten Untersuchungen Chinas über die europäischen Weinausfuhren führen wird und die Grundlage für die technische Zusammenarbeit und den Informationsaustausch für die kommenden zwei Jahre schafft.

Hierzu erklärte EU-Agrarkommissar Dacian Çioloş: „Ich begrüße die gütliche Einigung, die zwischen den Weinsektoren der beiden Länder erzielt wurde. Ich gehe davon aus, dass die Unsicherheiten, mit der die EU-Weinausfuhren aufgrund der Untersuchungen Chinas behaftet waren, jetzt beseitigt sind, und dies ist eine sehr gute Nachricht. Wir haben in den vergangenen vier Jahren die Zusammenarbeit mit China im Agrarsektor verstärkt, und ich bin entschlossen, sie noch weiter auszubauen, weil sich für die Landwirte und Verbraucher in China wie in Europa eindeutige Vorteile erwarten lassen. Jetzt freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen in der chinesischen Regierung, um auf diesem Ergebnis aufzubauen.”

EU-Handelskommissar Karel De Gucht ergänzte: „Ich begrüße es, dass der chinesische Weinsektor seinen Antrag auf Antidumping- und Antisubventionsmaßnahmen zurückziehen wird. Ich gehe davon aus, dass das Verfahren jetzt förmlich eingestellt wird, damit die Weinindustrie der EU auch weiterhin ihre hochwertigen Erzeugnisse in einem fairen und wettbewerbsfreundlichen Umfeld nach China ausführen kann. Nach der jüngsten Beilegung der Handelsstreitigkeiten wegen der Polysilizium-Exporte ist dies eine neue positive Entwicklung, die die bilateralen Beziehungen zwischen der EU und China weiter stärken wird.“

Hintergrund

Am 1. Juli 2013 hatte das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) Antidumping- und Antisubventionsuntersuchungen zu den europäischen Weinausfuhren nach China eingeleitet. Daraufhin hatten die Europäische Kommission und der europäische Weinsektor im zweiten Halbjahr 2013 den WTO-Regeln entsprechend umfassende Stellungnahmen zu den Auskunftsersuchen an China übermittelt. Dabei hat die Kommission stets die Auffassung vertreten, dass die Beschwerde unbegründet ist und den chinesischen Winzern kein Schaden entstanden ist, der auf die europäischen Weinexporte nach China zurückzuführen wäre. Außerdem ist die Kommission davon überzeugt, dass alle Beihilfen an den EU-Weinsektor in vollem Umfang mit den WTO-Regeln vereinbar sind.

Parallel zu dieser Untersuchung wurde im November 2013 in Peking ein „Business-to-Business“(B2B)-Dialog zwischen dem europäischen und den chinesischen Weinsektor (vertreten durch den CEEV bzw. den CADA) aufgenommen. Dieser Dialogprozess wurde von der Kommission und der chinesischen Regierung angeregt und unterstützt. An den Verhandlungen über den Inhalt dieser Vereinbarung war die Kommission jedoch nicht direkt beteiligt.

Die bei diesem Dialog zwischen dem CEEV und dem CADA geschlossene Vereinbarung beinhaltet die Zusage des chinesischen Weinsektors, seine Antidumping- und Antisubventionsbeschwerde im Zusammenhang mit EU-Weinimporten zurückzuziehen, und eine Vereinbarung über Maßnahmen der technischen Hilfe und der Zusammenarbeit zwischen beiden Vertragsparteien über einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren.

Nach der Rücknahme der Beschwerde und der darauffolgenden Einstellung der Untersuchung durch die chinesischen Behörden wird der EU-Weinsektor der chinesischen Seite einige Maßnahmen zur technischen Hilfe u. a. in folgenden Bereichen anbieten: Weinbau (Versuchsrebflächen und Mechanisierungsverfahren), Weinbereitung und Qualitätskontrolle, Absatzförderungsverfahren, Weinproben und das System zum Schutz geografischer Angaben. Die technische Hilfe erfolgt z. B. durch Veranstaltung von Studienaufenthalten in Europa, Seminaren oder anderen Schulungs- bzw. Praktikumstätigkeiten. Der chinesische Weinsektor wird den Weinsektor der EU bei der Veranstaltung von Weinproben in China unterstützen, um die Weinkenntnis der chinesischen Verbraucher zu verbessern und zum Ansehen von Wein und der Weinkultur beizutragen. Beide Vertragsparteien werden einen ständigen Informations- und Kommunikationsaustausch einrichten, die Umsetzung ihrer Zusammenarbeit überwachen und auf internationaler Ebene zusammenarbeiten, um die Verbesserung der Marktzugangsbedingungen in Drittländern zu unterstützen.

In den vergangenen sechs Jahren (2007-2012) ist der chinesische Weinmarkt erheblich gewachsen. Die Weinexporte der EU nach China beliefen sich 2012 auf 764 Mio. EUR. Davon entfielen 546 Mio. EUR (71 %) auf Frankreich, 89 Mio. EUR (11,7 %) auf Spanien und 77 Mio. EUR (10,1 %) auf Italien. Die Weinexporte der EU machen 8,6 % des Gesamtwerts aller Weinexporte aus, der 8,865 Mrd. EUR beträgt.

Weitere Informationen

Kontakt :

John Clancy (+32 229-53773)

Helene Banner (+32 229-52407)

Roger Waite (+32 229-61404)

Fanny Dabertrand (+32 229-90625)

Für die Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon: 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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