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Europäische Kommission - Pressemitteilung

Eurobarometer-Umfrage Herbst 2014: Vertrauen in die Europäische Union wächst

Brüssel, 17 Dezember 2014

Heute werden die Ergebnisse der neuesten Eurobarometer-Umfrage veröffentlicht. Die Eurobarometer-Umfrage Herbst 2014 ist die erste EU-weite Meinungsbefragung seit dem Amtsantritt der Juncker-Kommission am 1. November 2014.

Die neuen Ergebnisse zeigen eine Verbesserung bei den wichtigsten politischen Indikatoren

Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die ein positives Bild von der Europäischen Union haben und die ihr vertrauen, hat zugenommen. In der öffentlichen Meinung finden auch die wichtigsten Punkte der politischen Leitlinien der Kommission weitgehend Zustimmung.

Ein positives Bild von der EU hatten im November 39 % der Befragten gegenüber 35 % im vergangenen Juni. 37 % hatten ein neutrales Bild, 22 % (im Juni noch 25 %) ein negatives.

Zudem ist auch der Anteil der Befragten, die Vertrauen in die Europäische Union haben, auf 37 % gestiegen (6 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Befragung direkt im Anschluss an die Wahlen zum Europäischen Parlament). Im Schnitt hat außerdem das Vertrauen in die nationalen Regierungen leicht zugenommen (29 %, +2 Prozentpunkte).

Der Anteil der Befragten, die finden, dass ihre Stimme in der EU zählt, ist zurückgegangen (40 %, -2 Prozentpunkte), nachdem direkt nach den Europawahlen im Mai 2014 der höchste Wert in 10 Jahren erreicht wurde.

Die Erwartungen an die Wirtschaft und die Zustimmung zum Euro sind unverändert

Die Erwartungen an die Wirtschaft sind ziemlich unverändert: Mehr als einer von fünf Befragten (22 %, -1) sieht den nächsten zwölf Monaten mit Optimismus entgegen, 45 % dagegen erwarten keine Veränderung. Das heißt, sechs von zehn europäischen Bürgern und Bürgerinnen sind der Meinung, dass die wirtschaftliche Lage sich nicht verschlechtern wird. 44 % (-2) glauben, dass die Beschäftigungskrise ihren Höhepunkt bereits erreicht hat, etwas weniger als der Anteil der Befragten, die meinen, „das Schlimmste steht noch bevor“ (46 %, +2).

Die positive Einstellung zum Euro ist unverändert (56 % in der EU, 67 % im Euro-Raum). Die Zustimmung zur einheitlichen Währung hat in 18 Mitgliedstaaten zugenommen, am auffälligsten in Litauen (63 %, +13), das am 1. Januar 2015 dem Euro-Raum beitritt, und in Lettland (74 %, +6).

Besorgt sind die Europäerinnen und Europäer vor allem wegen der Wirtschaft und der Einwanderung

Unter den größten Sorgen der Befragten gewinnt die Einwanderung bei den am häufigsten genannten Problemen auf nationaler und EU-Ebene weiterhin an Bedeutung. Mit 24 % (+3) steht sie jetzt bei den am häufigsten genannten Sorgen auf EU-Ebene an vierter Stelle, auf nationaler Ebene an dritter Stelle (18 %, +3). In Malta, dem Vereinigten Königreich und in Deutschland ist sie für die Bürgerinnen und Bürger gar die größte Sorge.

Die Erhebung zeigt bei den Befragten auch eine breite Unterstützung für die Schwerpunkte der Juncker-Kommission.

  • Beim Thema Investitionen in der EU sprechen sich über 60 % der Befragten dafür aus, Investitionen des Privatsektors mit öffentlichen Geldern auf EU-Ebene zu fördern.
  • Beim Thema Energie befürworten 73 % der Europäerinnen und Europäer eine gemeinsame Energiepolitik der EU-Mitgliedstaaten.      
  • Die meisten Europäer (52 %) halten den Binnenmarkt (Freizügigkeit, freier Verkehr von Waren und Dienstleistungen innerhalb der EU) für eine der größten Leistungen der EU, nach der Friedensstiftung unter den Mitgliedstaaten (56 %).
  • Für den Bereich Migration wünschen sich 71 % der Europäerinnen und Europäer eine gemeinsame europäische Migrationspolitik. Die meisten Befragten (52 %) befürworten die Einwanderung von Menschen aus anderen EU-Mitgliedstaaten.

 

Schließlich sehen die Bürgerinnen und Bürger die Zukunft der EU weiterhin mit Optimismus. Nach wie vor zeigen sich 56 % der Befragten optimistisch, 37 % (-1) sind pessimistisch.

Hintergrund

Die Eurobarometer-Umfrage vom Herbst 2014 wurde vom 8. bis 17. November 2014 in Direktbefragungen durchgeführt. Insgesamt wurden 32 598 Personen in allen EU-Mitgliedstaaten sowie den Kandidatenländern befragt.

Mehr Informationen

Der heute veröffentlichte Bericht mit den ersten Ergebnissen gibt einen Überblick über die Einstellung der Europäerinnen und Europäer zur EU, den politischen Institutionen der EU und der EU-Politik, über ihre größten Sorgen und über ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage.

Der Bericht mit den ersten Ergebnissen findet sich unter:

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/eb/eb82/eb82_en.htm


ANHANG

1. Bild von der EU


2. Vertrauen in die EU


3.„Meine Stimme zählt in der EU“


4. Einschätzung der Zukunft der EU


5. Unterstützung für den Euro





Standard-Eurobarometer 82 Herbst 2014

Direktbefragung 8. - 17. November 2014

27 901 Interviews von Angesicht zu Angesicht in der EU28 / Erwachsene 15+

IP/14/2702

Kontakt für die Medien

Mina ANDREEVA (+32 2 299 13 82)

Kontakt für die Öffentlichkeit:

Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail

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