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Beschäftigung: Kommission schlägt Verbesserung des EURES-Netzes für Stellenvermittlung vor

Commission Européenne - IP/14/26   17/01/2014

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. Januar 2014

Beschäftigung: Kommission schlägt Verbesserung des EURES-Netzes für Stellenvermittlung vor

Mit dem heute von der Kommission vorgeschlagenen Ausbau von EURES, dem EU-weiten Netz für die Arbeitssuche, sollen mehr Stellenangebote zur Verfügung gestellt und soll die Erfolgswahrscheinlichkeit der Vermittlung erhöht und Arbeitgebern, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, geholfen werden, Stellen schneller und besser zu besetzen.

Der Vorschlag, der von Rat und Europäischem Parlament verabschiedet werden muss, soll es den Bürgerinnen und Bürgern leichter machen, eine fundierte Entscheidung zu treffen, wenn sie im Ausland arbeiten möchten. „Der Vorschlag der Kommission stellt einen ehrgeizigen, aber sehr pragmatischen Schritt bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dar. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, Ungleichgewichte auf den Arbeitsmärkten durch Maximierung des EU-weiten Austauschs freier Stellen und einen präziseren Abgleich von Stellenangeboten und Stellengesuchen zu abzubauen. Das reformierte EURES-Netz soll die Mobilität der Arbeitskräfte erleichtern und dabei helfen, einen echten integrierten EU-Arbeitsmarkt zu verwirklichen“, betonte László Andor, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration.

Mit der vorgeschlagenen neuen Regelung wird EURES effizienter, die Rekrutierung wird transparenter und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten wird intensiviert. Insbesondere soll EURES Folgendes leisten:

Ausweitung der über das Webportal EU-weit bereitgestellten Stellenangebote, darunter auch Angebote privater Arbeitsvermittlungen. Arbeitsuchende in ganz Europa werden unmittelbar auf dieselben Stellenangebote zugreifen können und registrierte Arbeitgeber können anhand eines umfassenden Pools an Lebensläufen rekrutieren;

automatischer Abgleich von freien Stellen und Lebensläufen;

Bereitstellen von Grundlageninformationen zum EU-Arbeitsmarkt und zu EURES für alle Arbeitsuchenden und Arbeitgeber in der EU;

Bereitstellen mobilitätsfördernder Leistungen für Bewerber und Arbeitgeber, um die Rekrutierung und die Integration der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz im Ausland zu erleichtern, und

bessere Koordinierung und besserer Informationsaustausch über Arbeitskräftemangel und –überschuss zwischen den Mitgliedstaaten, so dass die Mobilität zu einem festen Bestandteil ihrer Beschäftigungspolitik wird.

Diese Verbesserungen werden Arbeitsuchenden wie auch Unternehmen jeder Größe, insbesondere aber den KMU zugutekommen, die ohne die kostenlosen Leistungen von EURES derzeit möglicherweise nicht in der Lage sind, im Ausland Arbeitskräfte zu rekrutieren.

Hintergrund

Die vorgeschlagene EURES-Verordnung ist eine von mehreren Maßnahmen, die die Freizügigkeit der Arbeitnehmer fördern sollen; hierzu gehören weiterhin der Vorschlag der Kommission vom April 2013 zur Verbesserung der Anwendung der Rechte der Arbeitnehmer auf Freizügigkeit (IP/13/372, MEMO/13/384), der in Kürze vom Rat und vom Europäischen Parlament verabschiedet werden dürfte, und die Mitteilung vom November über die Personenfreizügigkeit (IP/13/1151, MEMO/14/9).

Derzeit arbeiten etwa 7,5 Millionen Menschen in der EU in einem anderen Mitgliedstaat. Das sind lediglich 3,1 % der gesamten Erwerbsbevölkerung. Im Durchschnitt ziehen pro Jahr rund 700 000 Menschen in andere EU-Länder, um dort zu arbeiten. Diese Quote ist mit 0,29 % wesentlich geringer als in Australien (1,5 % zwischen acht Bundesstaaten) und den USA (2,4 % zwischen 50 Bundesstaaten).

Der Europäische Monitor für offene Stellen zeigt, dass trotz der Rekordarbeitslosigkeit in Europa im ersten Quartal 2013 zwei Millionen Stellen unbesetzt waren. Auch wenn offene Stellen ein Element der Dynamik der Arbeitsmärkte sind, so dürfte doch ein großer Teil dieser unbesetzten Stellen auf einen Arbeitskräftemangel zurückzuführen sein, der lokal nicht ausgeglichen werden kann.

Andererseits hat die Mobilität in den letzten Jahren stark zugenommen. Seit 2005 ist die Zahl der Arbeitskräfte in der EU, die in einem anderen Mitgliedstaat erwerbstätig sind, auf 4,7 Millionen gestiegen. Auch die Mobilitätsbereitschaft hat zugenommen: So ist die Zahl der im EURES-Portal registrierten Arbeitsuchenden zwischen 2007 und 2013 von 175 000 auf 1 100 000 gewachsen.

EURES wurde 1993 als Kooperationsnetz eingerichtet, an dem sich die Europäische Kommission und die öffentlichen Arbeitsverwaltungen der EWR-Mitgliedstaaten (EU-Mitgliedstaaten plus Norwegen, Island und Liechtenstein) sowie weitere Partnerorganisationen beteiligen. In dem Netz sind mehr als 850 EURES-Berater tätig, die in ständigem Kontakt mit Arbeitsuchenden und Arbeitgebern in ganz Europa stehen.

Das Netz betreibt auch das EURES-Portal, das in der EU einmalig ist – es arbeitet unentgeltlich und bietet Informationen in 25 Sprachen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen beteiligten Ländern. Über das Portal kann jeden Monat zu jedem beliebigen Zeitpunkt auf über 1,4 Millionen Stellenangebote und 1,1 Millionen Lebensläufe zugegriffen werden.

Jedes Jahr vermittelt das EURES-Netz rund 150 000 Arbeitsuchende bzw. Stellen(50 000 durch seine Berater und 100 000 über das Portal).

Weitere Informationen

Schlagzeilen auf der Website der GD Beschäftigung

László Andors Website

László Andor auf Twitter

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Kontakt:

Jonathan Todd (+32 2 299 41 07)

Cécile Dubois (+32 2 295 18 83)


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