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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. März 2014

Mehr EU-Mittel für die Bekämpfung der Kinderlähmung in Syrien

Die Europäische Kommission stellt zusätzlich 1 Mio. EUR für UNICEF bereit, um zu gewährleisten, dass eine Impfkampagne gegen Kinderlähmung in Syrien fortgesetzt werden kann. Dies bedeutet, dass 2,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren, die in schwer zugänglichen Gebieten leben oder aufgrund der Kämpfe wiederholt flüchten mussten, gegen Kinderlähmung geimpft werden.

Dazu Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, die diese Woche am Vorabend des dritten Jahrestags des Beginns der Krise die Region besucht: „Die Syrer haben in den vergangenen drei Jahren dieses schrecklichen Konflikts unglaubliche Härten und Entbehrungen erlitten. Ein weiterer Schlag war der Ausbruch von Kinderlähmung im vergangenen Jahr, der Millionen von Kindern gefährdet. Wir tun alles in unserer Macht stehende, um die Kinder vor dieser verheerenden Erkrankung zu schützen. Ich hoffe, dass dank dieser zusätzlichen Mittel die Reichweite der Polio-Impfkampagne in ausreichendem Maße ausgeweitet werden kann, damit diese schreckliche Krankheit ausgerottet wird.

UNICEF erhält diese Mittel, um einen umfassenderen Beitrag zur Polio-Immunisierungskampagne in Syrien leisten zu können. Die Kampagne ist eine humanitäre Priorität, da Schätzungen zufolge derzeit 700 000 Kinder unter fünf Jahren in schwer zugänglichen Gebieten leben, in denen in den letzten zwei Jahren so gut wie keine groß angelegten Impfmaßnahmen durchgeführt werden konnten. Vielen Kindern (vor allem den unter Zweijährigen) in diesen Gebieten wurde der Impfstoff nur ein oder zwei Mal verabreicht.

Die Kommission ist bereit, ihre Unterstützung nötigenfalls weiter zu verstärken und zusätzliche Mittel für die laufende Impfkampagne gegen Kinderlähmung bereitzustellen.

Hintergrund

Am 29. Oktober 2013 gab die Weltgesundheitsorganisation bekannt, dass in Deir-al-Sor in Nordsyrien zehn Fälle von Kinderlähmung diagnostiziert worden waren. Es handelte sich um den ersten Ausbruch dieser Krankheit in Syrien seit 1999.

Eine regionale Strategie zur Reaktion auf den Polio-Ausbruch wurde eingeleitet. Unter der Koordinierung der Gesundheitsministerien der Länder, die Syrer aufgenommen haben, der WHO und von UNICEF liefen gleichzeitig Impfkampagnen für 23 Millionen Kinder unter fünf Jahren an, für die insgesamt schätzungsweise 39 Mio. US-Dollar aufgewendet wurden. Diese Kampagnen laufen in Syrien, Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon, den besetzten palästinensischen Gebieten und der Türkei.

Die Kommission hat aus ihrem Budget für humanitäre Hilfe 29 Mio. EUR für Projekte zur Wasserversorgung und Abwasserreinigung in Syrien bereitgestellt. Diese sind besonders im Hinblick auf die Vorbeugung und die Verhinderung der Ausbreitung von Krankheiten wichtig, darunter auch Kinderlähmung. Weitere 28 Mio. EUR wurden für die Gesundheitsversorgung bereitgestellt, wovon 13,5 Mio. EUR auf die Weltgesundheitsorganisation und 1 Mio. EUR auf UNICEF entfallen, wobei ein Teil der Mittel speziell der Kampagne zur Ausrottung der Kinderlähmung dient.

Die Kinderlähmung befällt vor allem Kinder unter fünf Jahren. Das Virus ist hoch ansteckend und greift das Nervensystem an. Zu den Symptomen gehören Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Nackensteifigkeit und Gliederschmerzen. Eine von 200 Infektionen führt zu dauerhaften Lähmungen. 5-10 % der Gelähmten sterben.

Weitere Informationen

Aktivitäten der Europäischen Kommission in den Bereichen humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

In arabischer Sprache: http://echo-arabic.eu

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

Für die Öffentlichkeit: Europa direkt per Telefon 00 oder per E-Mail


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