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Syrien-Krise: EU-Kommissarin Kristalina Georgieva besucht anlässlich des dritten Jahrestags des Konfliktausbruchs Flüchtlinge in Irak

Commission Européenne - IP/14/266   13/03/2014

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 13. März 2014

Syrien-Krise: EU-Kommissarin Kristalina Georgieva besucht anlässlich des dritten Jahrestags des Konfliktausbruchs Flüchtlinge in Irak

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, ist in den Nordirak gereist, um dort mit Behördenvertretern der kurdischen Region Iraks, humanitären Partnerorganisationen der EU und vor allem mit syrischen Flüchtlingen zusammenzutreffen.

Ihr Besuch unterstreicht die feste Entschlossenheit der EU, die EU-Hilfe für die am meisten gefährdeten Opfer dieses Konflikts, dessen Ausbruch sich in dieser Woche zum dritten Mal jährt, ebenso aufrechtzuerhalten wie die Hilfe für die Aufnahmeländer, die großzügig Millionen von Opfern Zuflucht gewähren.

Die Kommissarin erklärte: „Seit Beginn dieses schrecklichen Konflikts sind mehr als 2,5 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus Syrien geflohen, von denen 230 000 derzeit in Irak Schutz suchen. Ungeachtet seiner eigenen Probleme hat Irak die Türen für gefährdete Syrer geöffnet, die vor der Hölle des Krieges in ihrem Land geflohen sind. Europa hat stets seine Solidarität unter Beweis gestellt, nicht nur durch Hilfe für irakische Binnenvertriebene, sondern auch durch Unterstützung bei der Bewältigung des ständig wachsenden Zustroms von Flüchtlingen aus Syrien. Ich möchte meinen Besuch hier zu einem eindringlichen Aufruf nutzen: Die Gewalt in der Region muss beendet werden, der uneingeschränkte Zugang zu den Bedürftigen und die Achtung des humanitären Völkerrechts müssen gewährleistet werden und – was am wichtigsten ist – es muss eine tragfähige politische Lösung für diese Krise gefunden werden.

„Ich appelliere außerdem an alle bislang so großzügigen Aufnahmeländer, ihre Grenzen weiter offen zu halten. Um aber einen weiteren massiven Zustrom in die Nachbarländer zu verhindern, muss der Zugang zu den Bedürftigen in Syrien selbst unbedingt verbessert werden. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, dass bei der Umsetzung der Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zur humanitären Lage in Syrien greifbare Fortschritte erzielt werden.

Wir dürfen diese Tragödie nicht wegen anderer Krisen in politische Vergessenheit geraten lassen. An diesem dritten, beschämenden Jahrestag des Syrien-Konflikts ist es mein aufrichtiger Wunsch, dass es keinen vierten Jahrestag geben wird."

Seit Beginn des Konflikts hat die Europäische Kommission zur Unterstützung von mehr als 225 000 Syrern hauptsächlich kurdischer Herkunft, die vor der Gewalt in Syrien in die kurdische Region Iraks geflohen sind, 21 Mio. EUR bereitgestellt Rund 30 % dieser Flüchtlinge sind in Lagern untergebracht, von denen Domiz mit Abstand das größte ist. Die restlichen 70 % leben oft unter sehr schwierigen Umständen in städtischen Gebieten der drei kurdischen Provinzen. Mit den Finanzmitteln, die über den Dienst der Europäischen Kommission für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) bereitgestellt werden, werden u. a. die Registrierung der Flüchtlinge, Schutzmaßnahmen, Unterkünfte, Wasser- und Sanitärversorgung, Nahrungsmittel sowie sonstige Hilfeleistungen für die bedürftigsten Konfliktopfer finanziert. Die Hilfe im Lager Domiz in der Provinz Dohuk wird ebenso wie die Hilfe für die Flüchtlinge in städtischen Gebieten von humanitären Partnerorganisationen erbracht.

Darüber hinaus hat ECHO im Rahmen der Initiative „Kinder des Friedens“ zwei Projekte im Bereich der schulischen Grundbildung für Flüchtlingskinder gestartet, eines im Jahr 2013 und ein weiteres im Jahr 2014. „Kinder des Friedens“ wird u. a. aus dem Preisgeld finanziert, das die Europäische Union 2012 mit dem Friedensnobelpreis erhalten hat.

Die Europäische Kommission leistet die humanitäre Hilfe über ihre Partnerorganisationen, zu denen unter anderem Organisationen der Vereinten Nationen, internationale Organisationen wie die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie internationale Nichtregierungsorganisationen gehören. Die humanitären Grundsätze der Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit werden bei diesen Hilfeleistungen uneingeschränkt gewahrt.

Weitere Informationen

Aktivitäten der Europäischen Kommission in den Bereichen humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

In arabischer Sprache: http://echo-arabic.eu

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

David Sharrock (+32 229-68909)

Irina Novakova (+32 229-57517)

Für die allgemeine Öffentlichkeit: Europe Direct per Telefon 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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